Archive | Januar, 2012

Im Kino: FILMMAKERS IN PRISON

Posted on 31 Januar 2012 by b.s.m.

MINIFILM ist eine Initiative der Deutschen Filmakademie, die sich u. a. für politisch verfolgte Filmemacher einsetzt. Seit Ende Dezember ist der folgende Film FILMMAKERS IN PRISON in den deutschen Kinos zu sehen. Unterstützt wird die Filmepisode von Amnesty International und Reporter ohne Grenzen.

Zu sehen sind Ausschnitte aus den Filmen DER BAADER MEINHOF KOMPLEX, DAS EXPERIMENT, PICCO, SALVADOR – KAMPF UM DIE FREIHEIT und VIER MINUTEN.  Die Kosten für die Produktion und den Verleih tragen die Firmen ARRI  und Fuji.

FILMMAKERS IN PRISON
Künstlerische Leitung: Stefan Arndt und Alfred Holighaus
Realisation: Arnd von Rabenau

Mehr zum Projekt MINIFILM & weitere Filme:
www.deutsche-filmakademie.de/projekte/minifilme.html

 

Kommentare deaktiviert für Im Kino: FILMMAKERS IN PRISON

Tags: , , , ,

Nachruf: Der unermüdliche Quälgeist hat seine Ruhe gefunden

Posted on 31 Januar 2012 by b.s.m.

In einem Beitrag im „Auslöser“ 4/5 2010 suchte Heinz Wittig einen Nachfolger für sein Trick-Studio, das er mit viel Mühe nach seiner Rückkehr in  Dresden auf elektronischer  Basis aufgebaut hatte. Er wollte es interessierten jungen Trickfilmern übergeben.

Nun ist Heinz Wittig nach kurzer Krankheit am 29.12.2011 verstorben und das Studio wird aufgelöst.

Geboren wurde er in Greiz, nach dem Abitur in Zeulenroda kam er nach Dresden, um an der Kunsthochschule zu studieren. Maler wollte er werden. Vor seiner Aufnahmeprüfung lernte er den Trickfilmregisseur Will Hamacher kennen, der ihm riet, nicht Malerei, sondern in der neugebildeten Fachklasse für Trickfilm bei Otto Sacher zu studieren. 1965 legte er sein Diplom ab, eine Anstellung im Trickfilmstudio der DEFA erfolgte. Wie andere hoffnungsvolle und begabte Absolventen dieses Jahrganges, fühlte er sich dort in seinem Schaffensdrang eingeschränkt und gemaßregelt, weshalb er sich 1967 für eine freiberufliche Tätigkeit entschied und ein eigenes Trickfilmstudio in Graupa bei Dresden aufbaute. In seiner umfangreichen Filmografie findet man eine große Anzahl von feinsinnigen und künstlerisch anspruchsvollen Animationsfilmen für das Kinderfernsehen, später auch Dokumentar- und Werbefilme. Porträtfilme über Künstler, wie zum Beispiel sein bedeutender Film über den Grafiker Carl Friedrich Claus.

Schon in der Hochschule war er Ideengeber und Mitgestalter von Künstlerfesten, Happenings und Performances. Legendär sind die Faschingsfeste in der Kunsthochschule in den 60er Jahren, die er als „Gauklerkönig“ organisierte. Seine Aufführungen von audiovisuellen  Livemontagen im „Kleinen Haus“, dem Staatstheater und in der Lukaskirche, bis hin zu Land-Art Projekten in der Umgebung von Graupa, sind uns in lebhafter Erinnerung.

So wie viele Künstler ging auch Heinz Wittig 1983  mehr unfreiwillig in den Westen, nachdem es ihm verwehrt wurde, eine Arbeitsgemeinschaft von Trickfilmern in Dresden zu gründen. In Ettlingen bei Karlsruhe schuf er sich eine neue Arbeitsbasis als freiberuflicher Drehbuchautor, Regisseur und Kameramann. Er drehte nun Realfilme im wissenschaftlich-technischen Bereich und in der Medizin. Die Umstellung auf nunmehr elektronische Aufnahme und Schnitt gelang ihm perfekt.

Als er nach dem Mauerfall in sein geliebtes Dresden  zurückkam, hatte sich vieles geändert. Die „fröhliche Notgemeinschaft“ der Loschwitzer Künstler gab es nicht mehr, jeder kämpfte mehr oder weniger erfolgreich ums Überleben. Doch Dresden war sein Lebensmittelpunkt und gemeinsam mit seiner Frau Ulrike schuf er sich einen neuen Lebens- und Arbeitsbereich.

An seinem ehemaligen Studienort, der Hochschule für Bildende Künste konnte er seine Erfahrungen und sein  hohes fachliches Können im Studiengang Neue Medien als Dozent an die Studenten weitergeben. Er wurde Mitglied des Filmverbandes Sachsen.

Wie schon in den früheren Jahren arbeitete er gern gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen, hatte in einer Schule in Dippoldiswalde und zuletzt in Altenberg mit Kindern kleine Trickfilme auf digitaler Basis gestaltet. Er hatte noch viele Ideen und wollte, wie er selbst im „Auslöser“ schrieb, „nie Ruhe geben“. Nun hat er seine Ruhe gefunden, uns wird sein lebendiger und inspirierender Geist fehlen.

 

von  HEIDRUN SÜNDERHAUF und ERNST HIRSCH, Foto: Ernst Hirsch

 

 

Kommentare deaktiviert für Nachruf: Der unermüdliche Quälgeist hat seine Ruhe gefunden

Tags: , , , ,

2012 – Geht die Welt unter? | Dokumentation

Posted on 05 Januar 2012 by b.s.m.

2012 – Ist es das Jahr des Weltunterganges? Oder wird es tatsächlich ein Jahr großer weltumspannender Umwälzungen? Das Internet ist voll davon. Einschlägige Publikationen gibt es zu hauf, mal mehr, mal weniger wissenschaftlich. Unser Film erzählt davon, wie sich diese „Prophezeiungen“ tatsächlich auf Menschen auswirken.

Gerald verließ mit seiner Familie Deutschland. Die Prophezeiungen des Johannes von Jerusalem und sein eigener Blick auf die moderne Welt erzeugten in ihm soviel Angst, dass er beschloß, der westlichen Zivilisation den Rücken zu kehren und in einem Land neu zu beginnen, dass vielleicht von den großen Umwälzungen verschont bleiben soll: Paraguay! Ein Land, dass keiner von ihnen kannte, ein Land, in dem sie sich übers Internet ein Stückchen Land kauften. Ein Land, dass ganz anders ist als alles, was Gerald und Feliz bislang erlebten. Hier leben sie seit dem Sommer 2010 in einer Lehmhütte mit eigenem Brunnen ohne Strom mitten in ehemaligen Zuckerrohrfeldern.

Sabine Freier hingegen bleibt hier, in Deutschland, in Dresden. Sie ist sich sicher, dass es wichtig ist, nicht zu fliehen. Und sie meint: „Schluss mit der Panik! Wir müssen uns einfach auf große Umwälzungen vorbereiten. Und wenn wir gut vorbereitet sind, werden wir weiter leben können.“  Sie bereitet sich vor: vom Vorrat anlegen bis zur Selbstversorgung ohne die Hilfsmittel der modernen Zivilisation reicht ihr „Trainingsprogramm“,  Oft kommen Menschen in ihren kleinen Buchladen, die von ihren Ängsten erzählen. Den einen kann sie mit ihren praktischen Tipps helfen, anderen wiederum hört sie nur zu, denn mancher ist wirklich überzeugt, dass es ein furchtbares Ende geben wird.

 

2012 – Geht die Welt unter?
Ein Film von Heike Bittner

Regie & Autorin: Heike Bittner
Kamera: Thomas Keffel
Schnitt: Richard Krause
Dokumentation, MDR/ SWR
Länge: 45 Min.
Produktion: MEINWERK Filmproduktion GbR www.meinwerk-film.de

Ausstrahlung der Sendung
ARD, Montag, 9. Januar 2012, 23.30 Uhr

Wiederholungen
EinsExtra, 19. Januar 2012, 21:02 Uhr
EinsExtra, 21./22. Januar 2012, 00:25 Uhr
EinsExtra, 21./22. Januar 2012, 04:05 Uhr

Kommentare deaktiviert für 2012 – Geht die Welt unter? | Dokumentation

Advertise Here
Advertise Here

PARTNER SEITEN

  • 1 SMWK
  • 2 KdFS
  • 3 MDM
  • 4 SLM
  • 5 DIAF
  • 6 SLUB
  • 8 Hellerau
  • 9 filmportal
  • a crew united
  • b onlinefilm.org
  • fairTV e.V. Interessenverband für faire TV-Produktionen in Deutschland
  • Grüner Drehpass
  • IG Freie
  • Netzwerk-Kultur-Dresden