Archive | Februar, 2013

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MIXED ZONE 2

Posted on 27 Februar 2013 by b.s.m.

Zum zweiten Mal findet die  “MIXED ZONE” der IG-FF mit Produzenten und Vertretern der anderen Fachverbände am 12. März in Leipzig statt. Erwartet werden Vertreter der Filmschaffenden (Bundesvereinigung der Filmschaffenden Verbände), des MFFV (Mitteldeutscher Produzentenverband), des Filmverbandes Sachsen, der Freischreiber (Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten) und des BVFK (Bundesverband Fernsehkameraleute).

 

Auf der Agenda stehen u.a. die Auswertung der „aktuellen Rahmenvertragsverhandlungen mit dem MDR .. und unser Gespräch mit dem Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi im April“. Weiteres Thema ist die „Beratung über gemeinsame Ziele von Produzenten und Verbänden“.

 

MIXED ZONE 2
Dienstag, 12. März 2013, um 20:00 Uhr
Horns Erben
Arndtstr. 33
04275 Leipzig

 

Weitere Informationen unter: www.ig-ff.de

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Green Production – Grüne Filmproduktion

Posted on 19 Februar 2013 by b.s.m.

Die Filmindustrie ist eine der energieintensivsten Branchen. Und somit ist der CO2-Fußabdruck der Filmindustrie sehr hoch. Dass es auch in der Filmbranche Projekte gibt, die Treibhausgase reduzieren, ist zumindest in Deutschland noch nicht vielen Filmherstellern bekannt. Der „Auslöser“ hat sich bei einigen Filmproduktionsfirmen in Sachsen umgehört:

„Nachhaltigkeit ist ja so ein Schlagwort für sich“, sagt Carsten Stöter, Filmproduzent aus Leipzig. Seine Firma Rohfilm gibt es seit 2005, seitdem hat sie mehrere Spielfilme und Dokumentarfilme hergestellt. „Es wäre vermessen zu sagen, dass ich da immer dran denken würde. Grün leben, grün denken und Umweltschutz an sich ist für mich ein Thema, über das ich mir Gedanken mache. Aber ob wir nun wirklich grün produzieren können, daran habe ich so direkt noch nicht gedacht.“ Damit steht Stöter nicht alleine da. Für viele deutsche Filmhersteller ist Green Producing noch ein Fremdwort, die Film- und Medienbranche in Deutschland in ökologischer Hinsicht noch überwiegend ein Entwicklungsland.

Klimaschutz in Deutschland ist also beim Film noch nicht ganz angekommen.

Gruener_Drehpass_Logo

Doch verstärkt nehmen sich Filmproduzenten, Filmförderungen und die Medienpolitik des Themas „grüne Filmproduktion“ an. Immer mehr Filminitiativen versuchen Anreize zu geben, dass Filmschaffende freiwillig nachhaltig reagieren. Produkte, mit den Etiketten „grün“, „öko“, „bio“ kommen beim Konsumenten gut an – das haben bisher nicht nur Lebensmittelhersteller und Stromproduzenten festgestellt, auch Klamottenlabels und Automobilhersteller werben zunehmend damit. Ein grünes Label verkauft sich gut – auch in der Filmbranche in Deutschland kann das ermöglicht werden. So wurde die ZDF-Serie „Der Landarzt“ beispielweise „grün“ produziert.

 

Handlungsmöglichkeiten für Filmproduktionsfirmen

  • Kommunizieren Sie den Willen zur umweltfreundlichen Produktion gegenüber Ihrem Team. Allein das Wissen, dass am Set darauf geachtet werden soll, ist oft die beste Voraussetzung für umweltgerechteres Handeln.
  • Beauftragen Sie ein Teammitglied am Set, das als ‚green runner‘ einen Blick auf unnötigen Materialeinsatz, 
 Energieverschwendung und Müllvermeidung und -trennung hat.
  • Sollten Fahrzeuge gemietet werden, empfiehlt es sich, auf Hybridfahrzeuge zu setzen, da hier effektiv 
 weniger Kraftstoff verbraucht wird.
  • Energiesparende Leuchtmittel mit niedrigem Verbrauch am Set und im Büro sind empfehlenswert.
  • Vermeiden Sie den Einsatz von Plastik- oder Styroporgeschirr bzw. fordern Sie vom Caterer
  • grundsätzlich Alternativen.
  • Setzen Sie, wann immer möglich, Fahrradkuriere ein.

Quelle: Best Practice Guide der Filmcomission Schleswig-Holstein

 

In den Bereichen Energie und Treibstoff kann durch einen sinnvollen Einsatz der Transportmittel die CO2-Emission reduziert werden. Denn durch Reiselogistiken wird viel Energie verbraucht: Alle Teammitglieder vom Schauspieler über den Regisseur bis zum Catering und den Beleuchter müssen rechtzeitig von einem Drehort zum anderen transportiert werden. Das ist kostenintensiv. Meist noch kostenintensiver ist es, ökologisch zu produzieren, so denken zumindest noch viele Firmeninhaber. „Aufgrund der kurzen Zeit und des schnellen Handelns kann man nicht auch noch Müll trennen ohne Mehrkosten zu haben“, glaubt Stöter. Beim Catering werde zwar versucht auf Einwegbecher und -geschirr zu verzichten, „oftmals ist es aber gerade abends nicht einzuhalten, wenn der Cater sich schon verabschiedet hat und es noch eine Suppe gibt, werden dann die Plastikbehälter hingestellt, die dann in der Mülltüte verschwinden. Aber wir achten darauf, dass es kein Plastikeinwegbesteck gibt“, sagt der Firmeninhaber.

Auch für den Firmenchef der ariane-film GmbH, Christian Schulzki, der gemeinsam mit Axel Müller-Honow die Geschäfte führt, ist grünes Produzieren vor Ort nur bedingt möglich, da sich entsprechende Einschränkungen ergeben. Meist bestimmen Geld- und Zeitknappheit den Produktionsrhythmus. Täglicher Abfall wird nicht recycelt. „Batterien nehmen wir aber natürlich wieder mit und entsorgen sie dann. Im Büro und in der Postproduktion arbeiten wir seit zwölf Jahren mit Biostrom“, sagt Christian Schulzki. Er ergänzt: „Für die Mitarbeiter gibt es eine Beteiligung für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wie im Raum Leipzig die LVB-Umwelt-Karte oder bundesweit die BahnCard 50.“ Eine Ökobilanz hat er für sein Unternehmen bisher noch nicht gemacht. Mit ihr lassen sich die verbundenen ökologischen Auswirkungen des gesamten Produktlebenswegs analysieren, deren Energieumsätze und die daraus resultierenden Umweltbelastungen bewerten. So werden erfolgte Einsparungen und eine Veränderung des CO2-Ausstoßes in der Bilanz sichtbar.
Neben diesem Schritt ist es entscheidend, dass Filmproduktionen eine Strategie entwickeln, mit der sie in einem bestimmten Zeitraum ihren Energie- und Ressourcenverbrauch effektiv reduzieren und klimafreundlich umsetzten: Beispielsweise durch Fahrgemeinschaften oder einem Mobilitätsplan, auf dem der Benzinverbauch der Fahrzeuge dokumentiert wird.

Auch Firmenchef Carsten Stöter hat im Alltagsgeschäft noch keine Ökobilanz gezogen. Sein Augenmerk liegt vordergründig auf der Produkterstellung für Film und Fernsehen. Im Büro setzt er auf Recyc-lingpapier und schont somit die globalen Ressourcen. „Drehbücher, die in der Akquisephase gelesen werden, werden ja mehrmals ausgedruckt. Für das interne Lesen werden sie beidseitig bedruckt und später recycelt,“ sagt Stöter. Auch im E-Mail-Verkehr achtet er darauf, dass nur noch unbedingt, dann ausgedruckt wird, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Pro Seite lassen sich so ca. 200 ml Wasser, 2g CO2 und 2g Holz sparen.

Für viele Filmhersteller steht in der Regel aber erst einmal die Frage im Vordergrund, wie schaffe ich es, wirtschaftlich gute Umsätze zu erzielen. Doch die müssen nicht zwangsläufig rückläufig werden, wenn man klimafreundlich produzieren will. Dank neuer Technologien und des digitalen Zeitalters kann auf Bandmaterial verzichtet und so Nachhaltiges für die Umwelt getan werden.
Für Matthias Sievert, Geschäftsleiter der Maja-Production, ist grünes Produzieren möglich. Es sei eine Geld- und Zeitfrage, über die es sich lohnt im Vorfeld den Kopf zu zerbrechen. „Vor der Produktion muss geplant werden, was man braucht. Und dann muss es ein gemeinsames Miteinander geben. Dass man beim Kaffeetrinken Becher mehrmals nutzt, seinen Namen darauf schreibt und dann darauf achtet, in welche Tonne man ihn schmeißt.“ Dafür brauche es ein „ökologisches Gewissen. Das ist am Set da. Wir achten darauf, dass wir wiederverwertbare Materialien verwenden. Dekorationen und Bauteile werden so hergestellt, dass sie ökologisch vertretbar und im Idealfall wieder verwertbar sind.“

Damit nachhaltiges Produzieren in der Film- und Medienbranche verstärkt zum Thema wird, hat die Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein (FFHSH), den sogenannten „Grünen Drehpass“ entworfen. Diese Auszeichnung soll an umweltfreundliche Dreharbeiten vergeben werden. Ergebnisse der Ökobilanz eines Unternehmen werden bei Vergabekriterien des Grünen Drehpasses mit berücksichtigt. Der Vorteil des Grünen Drehpasses ist es, dass durch ihn die Kommunikation mit externen Partnern erleichtert werden kann. So konnten bisher städtische Dienstleister aus Hamburg als Partner für den Grünen Drehpass gewonnen werden. Man muss sich nicht mehr mit den Gegebenheiten vor Ort zufrieden geben, sondern kann beispielsweise von Service-Paketen zur umweltgerechten Abfallentsorgung profitieren.
Ob ein Film einen erfolgreichen Umsatz erzielt oder nicht, ist abhängig vom Zuschauer. Und einem ökologisch korrekt gedrehten Film gibt man nicht den Vorzug, nur weil ein grünes Label auf dem Filmplakat klebt. Es geht immer darum, interessante und anspruchsvolle Filme zu machen. Beides gemeinsam kann möglich sein – wenn man rechtzeitig mit der ökologischen Planung beginnt.  (von Jennifer Giwi)

Weblinks:
CO2 Calculator für Filmproduktionen
www.greenproductionguide.com
Grüner Drehpass
www.fchsh.de

 

 

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Der Rundfunkbeitrag – Demokratieabgabe? Solidaritätsgebühr?

Posted on 18 Februar 2013 by b.s.m.

Seit dem 1.1.2013 ist es soweit. Der neue Rundfunkbeitrag ist als Ersatz zur Rundfunkgebühr bundesweit eingeführt worden. Es überrascht, dass trotz zweijähriger Vorbereitungszeit keine einheitliche Sprachregelung innerhalb der öffentlich-rechtlichen Strukturen gefunden wurde. Anders ist nicht zu erklären, dass sich unter anderem der  Chefredakteur des WDR Jörg Schönenborn zur Aussage bewegen ließ, es handele sich um eine „Demokratieabgabe“ und der Widerspruch gegen die Abgabe führe zur „Aufkündigung jeder gesellschaftlichen Solidarität“. Wenn man dieser Interpretation folgt, so entspringen ihr einige sehr interessante Konsequenzen. Demokratie wird demnach durch den Konsum öffentlich-rechtlicher Programme befördert.

demokratie

Illustration: Schwarwel

Dem ist grundsätzlich nicht zu widersprechen, ein aufgeklärter Geist ist für Rassismus und antidemokratische Einstellungen mit Sicherheit weniger empfänglich. Aufklärung allerdings wird keineswegs nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk geleistet, sondern entspringt der Mitte der Gesellschaft. Sei es seriöser Journalismus, sei es der private Blogger oder seien es jene Dokumentarfilmer, deren Monatseinkommen laut der aktuellen Studie der AG DOK durchschnittlich 1.380 EUR beträgt.

Entsprechend dem 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag werden ab dem 1.1.2013 bundesweit alle Haushalte und gewerbliche Betriebsstätten mit dem Rundfunkbeitrag gleichmäßig in einer Höhe von 17,98 EUR für private Haushalte und einem Stufenmodell für gewerbliche Betriebsstätten, unabhängig ihrer tatsächlichen Nutzung der öffentlich-rechtlichen Angebote, belastet. Die Änderungen wurden von allen Landesparlamenten ratifiziert, der sächsische Landtag stimmte am 23.11.2011 mit den Stimmen der Regierungskoalition sowie keiner Gegenstimme bei ‚zahlreichen Enthaltungen*‘ für die Änderung. Die Gesamthöhe der durch den Rundfunkbeitrag eingenommenen Mittel kann laut Angaben des ARD-ZDF- Deutschlandfunk-Beitragsservice noch nicht endgültig beziffert werden. * laut Protokoll der Landtagssitzung

An dieser Stelle wird auch der Gedanke der gesellschaftlichen Solidarität ad absurdum geführt. Jener ‚durchschnittliche‘ Dokumentarfilmer wird durch die Gebühr mit ca. 1,3% seines Einkommens belastet, der Prozentsatz der beispielsweise von diesem Beitrag bezahlten Bezüge der ehemalige ARD-Intendantin Piel  beträgt dagegen geschätzte 0,0007%. Die über die Champions-League Rechte des ZDF mitfinanzierten Millionengehälter von Fußballstars wie Christiano Ronaldo oder Mario Balotelli sollten sicherlich auch nicht als Zeichen europäischer Solidarität interpretiert werden.

Was dem Rundfunkbeitrag tatsächlich fehlt, ist gesellschaftliche Akzeptanz. Nach Jahren voller Skandale, Intransparenz in vielen Bereichen und eines zunehmend schlechten Leumundes als Auftraggeber ist das auch nicht sonderlich überraschend. Doch ist es nicht ausgeschlossen, diese Akzeptanz wieder herzustellen. Durch die Besinnung auf gesellschaftliche Relevanz bei der Themenauswahl, durch seriösen und aufklärerischen Journalismus und sicher auch durch mehr Transparenz in allen Bereichen. Niemand sollte die Hoffnung hegen, es allen recht zu machen. Aber durch gesellschaftliche Relevanz im Programm und Fairplay im gegenseitigen Umgang fiele es zumindest leichter, den neuen Rundfunkbeitrag gegen Kritik zu verteidigen.
(von Christian Zimmermann)

 

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Der MDR unter den „Nimmersatten“?

Posted on 18 Februar 2013 by b.s.m.

Der MDR plant im Jahr 2013 657 Mio. EUR an Einnahmen. Er hat 2015 feste sowie über 1400 fest-freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese werden nach Tarif bezahlt. Intendantin und Direktoren sind besser bezahlt als Ministerpräsidenten und Ministerinnen. Der MDR veranstaltet Feste der Volksmusik und produziert einen zusätzlichen Tatort. Er verfügt über eine große Zahl an Tochterfirmen, die Gewinne erwirtschaften. Doch lebt der MDR auf einer Insel der „Nimmersatten“?

Vor 12 Jahren, im Jahr 2001, lag die Rundfunkgebühr bei 16,15 EUR im Monat. Seitdem ist sie um 1,83 EUR gestiegen. Die Gesamteinnahmen aus der Rundfunkgebühr wuchsen in den 10 Jahren von 2001 bis 2011 von 6,65 Mrd. EUR auf 7,54 Mrd. EUR, also um 13%. Doch der MDR profitierte davon nicht. Verbuchte man im Jahre 2001 Einnahmen in Höhe von 682 Millionen EUR, so waren es 2011 ca. 662 Mio. EUR. 2001 kamen 565 Millionen EUR aus der Rundfunkgebühr, 2011 waren es nur noch 533 Millionen EUR.

Doch wie kann es sein, dass trotz steigender Gebührenhöhe und wachsender Gesamteinnahmen die Einnahmen des MDR sinken? Dies hat vor allem zwei Gründe: Die Bevölkerung und damit die Zahl der Gebührenzahler nimmt im MDR-Gebiet ab. Zudem nimmt jeder, der das MDR-Sendegebiet verlässt, seinen Rundfunkbeitrag mit. (Wenn 10.000 Beitragszahler nach Bayern ziehen, dann steigen die Einnahmen des Bayrischen Rundfunks um 2,15 Millionen EUR, die des MDR sinken um diesen Betrag.)

Zudem hat sich die soziale Lage im MDR-Gebiet verschlechtert. So verdoppelte sich innerhalb von 10 Jahren der Anteil derjenigen, die von der Rundfunkgebühr befreit waren. Lag die Befreiungsquote 2001 mit 6 % noch unter dem Bundesdurchschnitt, so stand sie 2011 mittlerweile bei 12,3% .

Doch nicht nur diese Effekte sorgen dafür, dass die letzten Jahre für den MDR keine reichen Jahre waren. Seit Jahren steigt der Anteil, den der MDR für die GSEA (Gemeinschaftseinrichtungen und –aufgaben der ARD) aufbringen muss – weil die Ausgaben in den GSEAs steigen. 2013 zahlt der MDR dafür 122 Mio. EUR.
Das sind 4 Mio. EUR mehr als in 2011. Das eigene Fernsehprogramm soll 149 Mio. EUR kosten, die Radioprogramme 62 Mio. Aus den GSEA werden u.a. die degeto und die Sportrechtefirma SportA finanziert, die GEZ ist dort zu finden wie auch das ARD-Hauptstadtstudio und die Spartenprogramme. Seit Jahren steigen auch die Kosten für das ERSTE, die mittlerweile bei über 1,6 Mrd. EUR liegen. Ca. 10 Prozent davon zahlt der MDR. Allerdings ist es schwer genau herauszubekommen, welche Summen in die einzelnen Programmflächen des ERSTEN investiert werden. Bekannt ist, dass im Jahre 2010 der Sport im ERSTEN mit 450 Mio. EUR (ca. 27% der Kosten des Programms), im ZWEITEN mit 350 Mio. EUR (22% der Kosten des Programms) und in den DRITTEN mit 100 Mio. EUR zu Buche schlug und dabei zwischen 6 und 8% der Sendezeit ausmachte. Ein großer Teil dieser Mittel fließt in wenige Sportarten, wie Fußball, Boxen und Biathlon. Man müsste nur die Prioritäten im Programm verschieben und könnte Dutzende Millionen EUR anders einsetzen, in der ARD wie im MDR. Auch ein Vergleich der Kosten einzelner Programmformate wäre sinnvoll.

Die Mittel, die in die Altersversorgung fließen, steigen von Jahr zu Jahr. Die Mitarbeiter von ARD und ZDF leben nun einmal überdurchschnittlich lange. In den nächsten vier Jahren müssen 1,5 Mrd. EUR dazu genutzt werden, die betrieblich zugesicherte Altersversorgung mit zu finanzieren. So kann man, tarifvertraglich abgesichert, nach 30 Jahren gut bezahlter journalistischer Tätigkeit seine – sicher nicht schlechte – Rente um bis zu 2.000 EUR aufstocken.

Und so wird klar: die Spielräume des MDR sind kleiner, die Abhängigkeiten größer, als viele denken. Die Spielräume in der ARD sind größer. Allerdings sind die kleinen und mittleren Sender in einem Knäuel von zumeist versteckten Abhängigkeiten gefangen. Gegen das Vorurteil des „Nimmersatten“ kann da nur eines helfen: Transparenz. (von Heiko Hilker)

 

 

 

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„Die Nimmersatten“ über das System ARD und ZDF

Posted on 18 Februar 2013 by b.s.m.

Der Medienjournalist Hans-Peter Siebenhaar, hauptberuflich für das Handelsblatt tätig, nutzt die Diskussion um den Rundfunkbeitrag, in dem er versucht, mit seinem Buch ‚Die Nimmersatten‘ die Fehler des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems öffentlich anzuprangern. Mit Beispielen der Geldverschwendung, Selbstbedienungsmentalität, In-effizienz, Intransparenz und politischer Einflussnahme versucht er nachzuweisen, dass sich „Deutschland das teuerste und ineffizienteste Rundfunksystem weltweit leistet.“ Dabei bleibt Siebenhaar überwiegend bei Beispielen, die bereits in den vergangenen Jahren von sich reden gemacht haben. Auf etwa 200 Seiten sind diese Beispiele aufgeführt, weitere sieben Seiten sind für Vorschläge zur Verbesserung des Fernsehens mit weniger Geld vorgesehen.

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DIE NIMMERSATTEN von Hans-Peter Siebenhaar, Eichborn-Verlag

Viele Mitarbeiter öffentlich-rechtlicher Programme trauen sich verständlicherweise nicht aus der Deckung, aber sie kennen Siebenhaars Details aus ihrer täglichen Arbeit. Sie haben einiges zu verlieren. Einen festen Arbeitsplatz etc. Jetzt haben die Mitarbeiter von ARD und ZDF allerdings in Hans-Peter Siebenhaars schonungslos offener und zeugengestützter Analyse eine gebündelte und unbestechliche Beschreibung ihrer innerbetrieblichen Zustände gefunden, die die Öffentlichkeit und Gebührenzahler erreicht.

Über 7 Milliarden EUR nimmt die GEZ für die öffentlich-rechtlichen Sender pro Jahr ein. Was geschieht damit? Siebenhaar listet die ihm zugänglichen Proportionen auf, die eher an Disproportionen erinnern: Wie viele Mittel bekommen Innenpolitik, Außenpolitik, Sport oder besser Fußball, Kultur usw., sind Intendanten- und Direktorenposten Erbhöfe? Statt Jauch, Pilawa & Co. und deren Firmen überdimensioniert zu entgelten, Struves Altenteil zu vergolden, sollten ARD und ZDF beständig Nachwuchs entdecken und fördern und jungen Mitarbeitern Planungs- und Lebenssicherheit geben. Quoten können Orientierung geben, sind aber keine heiligen Kühe. Warum die Inflation von Krimis und Überzahl an Talkrunden mit oft eingeschränkt
rotierender Gästeschar? Wozu Digitalkanäle, die 90 Millionen EUR pro Jahr kosten und im Verhältnis kaum wahrnehmbare Zuschauerzahlen erreichen? Der ehrenwerte Ernst Elitz redet Tacheles. Wann folgen die anderen? Für die Leser des „Auslöser“ auch aufschlussreich, wie Frau Wille dem Autor begegnet.

Siebenhaar zitiert Schopenhauer: „Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.“

Also bitte keine italienischen oder amerikanischen Medienverhältnisse, sondern mehr Sendungen und Programme von unbestrittener Qualität wie Frontal 21, der Tagesschau, Report, die heute-show, DLR und DLF, SWR 2, BR Klassik, rbb-kulturradio, WDR 3, der Kinder-kanal, arte, 3sat, 3 nach Neun, die fleißigen Regionalprogramme u.v.a. Es gibt sie noch, die guten Sendungen. Sinnvoll auch Siebenhaars Blick zum ORF.

Bleibt abzuwarten, inwieweit all die vom Autor sehr kompakt dargestellten und kritisch hinterfragten finanziellen und anderen Verfilzungen, überhöhte Intendantengehälter im Vergleich zu Bundeskanzlerin und Bundespräsident, aufgeblasene Verwaltungsstrukturen und im Gegensatz dazu überbelastete Redakteure, ver-schwenderisch angelegte Formate, Doppelstrukturen und unterlassene Kontrollmechanismen Eingang in die Debatte finden und daraus Konsequenzen gezogen werden.

Interessiert hätte noch, welchen Einfluss die Einführung des Privatfernsehens und Privatradios seit den 80ern auf die Herausbildung oder Verkümmerung von Werten in unserer Gesellschaft genommen haben. Aber das ist ein neues Kapitel.Wenn wir jedenfalls davon ausgehen, dass viele von Siebenhaars Feststellungen zutreffen, Verbraucher wieder als Menschen definiert werden, Kompetenz und Mitarbeiterführung gefragt sind statt Vetternwirtschaft und Leiter nicht zu Geschäftsführungen mutieren, dann haben wir in der Medienlandschaft der Bundesrepublik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine neue Baustelle, aber auch eine Zukunft. Zu System und Programmauftrag, das ist klar, gibt es keine Alternative – dennoch sind seriöses Niveau, wertorientierte Prioritäten und Staatsferne immer wieder neu und auf der Höhe der Zeit zu verteidigen. Eine Aufforderung und Herausforderung an demokratische Parteien, kompetente Anstaltsräte und Kontrollgremien. Und ganz nebenbei – Island verfügte früher mal über einen fernsehfreien Tag… (von Michael Lachmann)

 

„Die Nimmersatten“
Die Wahrheit über das System ARD und ZDF
von Hans-Peter Siebenhaar, Eichborn-Verlag,
ISBN 978-3-8479-0518-9,  Preis: 14,99 EUR
www.luebbe.de/Eichborn

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Kurzfilm: Ein gute Geschichte

Posted on 11 Februar 2013 by b.s.m.

Jeder Film lebt von seiner Geschichte. Sie wird in Bilder erzählt und soll beim Zuschauer Emotionen und Gefühle auslösen, dann ist sie wohl „Eine gute Geschichte“. Alexandra Prochazka und Daniel Philipp, zwei Münchner Produzenten haben sich auf den Weg gemacht, um den gleichnamigen Kurzfilm zu produzieren. Die Geschichte, das Drehbuch hat Michael Seidel geschrieben, wurde unter der Regie von Martin-Christopher Bode Anfang Dezember am Görlitzer Obermarkt und Umgebung innerhalb einer Woche abgedreht.

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Kameramann Christopher Doyle am Set „Eine gute Geschichte“ in Görlitz. Foto: b.s.m./ box a

Es geht um Erinnerungen aus längst vergangenen Tagen und um einen ganz besonderen Krug, der nicht einfach so gekauft werden kann. „In einem Görlitzer Antiquariat feilschen dessen Besitzer Jakub Lato und die wohlhabende Touristin Helga Landowsky um einen Krug. Doch so viel Geld die Touristin dem Ladenbesitzer auch bietet: Jakub fordert eine persönliche Geschichte als Gegenleistung…“

Für die Kamera gab es von Produzentenseite einen klaren Wunschkandidaten, Christopher Doyle. Nicht ganz einfach, einen international renommierten Kameramann für eine „gute Geschichte“ zu begeistern. Beim ersten Treffen in Wien muss alles gestimmt haben – Christopher Doyle war begeistert und hat zugesagt. Weitere Gespräche folgten und im Sommer ging es zur Drehort- & Motivbesichtigung nach Görlitz.

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Kameramann Christopher Doyle am Set „Eine gute Geschichte“ in Görlitz. Foto: b.s.m./ box a

Doyle kommt aus Australien, er lebt und arbeitet seit mehr als 30 Jahren in Hong Kong. Seinen internationalen Durchbruch hat er als Kameramann bei Wong Kar-Wais Film „Days of Being Wild“ (1991) erlangt. Seit dieser Zeit ist er ein international gefragter Kameramann und für seine „außergewöhnlichen Kameraperspektiven und Lichtgebungen“ bekannt. Er arbeitet auch als Regisseur und Drehbuchautor („Paris, je táime“, 2006), ist gelegentlich als Schauspieler unterwegs.

Kurzfilmproduktionen sind immer mit Unwägbarkeiten verbunden, meistens sind die Budgets sehr schmal, deshalb ist das Engagement u.a. der Förderinstitutionen um so wichtiger.

Wie war die Zusammenarbeit mit Mr. Christopher Doyle am Set?

Antwort Regisseur: Martin-Christopher Bode: Die Zusammenarbeit mit Christopher Doyle war sehr inspirierend.Trotz Monate langer Vorbereitung haben wir immer wieder versucht, neue Momente und Bilder am Set zu finden. Chris Doyle hat dabei eine sehr intuitive Herangehensweise. Er versucht immer wieder neue Blickwinkel auf Szenen zu schaffen.

Welche Förderung und Hilfe habt ihr vor Ort und von der „sächsischen Filmförderung/ Kulturstiftung“ erhalten?

Antwort der Produzenten: Alexandra Prochazka (MBM) & Daniel Philipp (Panda Pictures GmbH) Wir sind sehr glücklich die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS) sowie den FFF Bayern als Förderer an unserer Seite zu haben und den BR als unseren Ko-Produzenten. Zudem hat uns auch der Filmverband Sachsen und das bayerisches Filmzentrum bei der Umsetzung dieses anspruchsvollen Projektes mit Rat und Tat begleitet. Stellvertretend für den Verband würden wir an dieser Stelle sehr gerne Christian Zimmermann danken sowie Frau Anja-Karina Richter vom Filmzentrum. Aber auch die Stadt Görlitz stand uns vor Ort mit außergewöhnlichem Engagement stets hilfreich zur Seite und das große Interesse der Bevölkerung an unserem Film ermöglichte uns viele spannende Begegnungen…

Welche Kriterien waren ausschlaggebend für die Verwendung „35mm-Film“?

Antwort Regisseur: Martin-Christopher Bode: Eine gute Geschichte“ ist ein Film über unsere Vergangenheit. Um dieses Gefühl von Vergangenheit und Erinnerung sichtbar zu machen, war uns von Anfang an klar, dass es eigentlich Film sein muss. Auch wenn die digitale Filmaufnahme schon sehr fortgeschritten ist und es technisch kaum noch Unterschiede gibt, hat das Medium Film immer noch seinen eigenen „Zauber“. Das Gefühl von Vergangenem und eben diesem „Zauber“ wollten wir in unseren Film bringen.

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Regisseur Martin Christopher Bode im Szenengespräch mit Schauspieler Michael Tregor (Jakub Lato) Foto: b.s.m./ boxa a

Wie waren die Dreharbeiten in  Görlitz und welches Resümee würdet ihr ziehen?

Antwort Regisseur: Martin-Christopher Bode: Die Dreharbeiten waren sehr kompakt und intensiv. Wir haben zwischen 4 und 10 Minuten netto am Tag gedreht, was auf diesem Level ein sehr hohes Pensum ist. Doch trotz des hohen Pensums und der wenigen Drehtage hat sich das Team im Kern schnell gefunden und sehr gute Arbeit geleistet. Im Großen und Ganzen waren die Dreharbeiten ein großes Abenteuer, das so einzigartig war, dass man sagen will, schade dass es schon vorbei ist… „

Wird es weitere Filmvorhaben  im „Filmland Sachsen“ von euch geben?

Antwort der Produzenten: Alexandra Prochazka (MBM) & Daniel Philipp (Panda Pictures GmbH): „Das hoffen wir sehr! Wir haben derzeit mehrere Langfilmstoffe in der Entwicklung und sind auch immer an neuen Projektvorschlägen von Kollegen interessiert.

Wann wird der Film fertig sein, plant ihr eine Aufführung in Görlitz? Welche Auswertungen sind für den Film geplant?

Antwort der Produzenten: Alexandra Prochazka (MBM) & Daniel Philipp (Panda Pictures GmbH) „Der Film wird bereits Ende Januar 2013 fertiggestellt werden. Danach, so hoffen wir, wird der Film in einem ersten Schritt eine spannende Festivalreise antreten. Der zweite Schritt wird eine TV-Ausstrahlung sein und der Film wird auch im Internet zu sehen sein. Wir werden auf jeden Fall auch eine Aufführung in Görlitz haben, das genaue Datum werden wir mit allen Partner abstimmen.“

 

„Eine gute Geschichte“

Internet: www.eine-gute-geschichte.de

Kurzfilm: 35mm

Regie: Martin-Christopher Bode

Drehbuch: Michael Seidel
Kamera: Christopher Doyle

Darsteller:

Helga Landowsky (Petra Kelling)
Jakub Lato (Michael Tregor)

Produzenten:
MEDIA BOUTIQUE MUNICH, Alexandra Prochazka
PANDA PICTURES GMBH, Daniel Philipp
BAYERISCHER RUNDFUNK (BR), Co-Produzenten

Musik: Manfred Mildenberger
Sound: D-Facto Motion GmbH
Schnitt: Peter Kirschbaum
Postproduktion: ARRI + D-Facto Motion GmbH

Förderer:
FilmFernsehFonds Bayern (FFF),
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS)

Text & Fragen von Máté Baksa-Soós. Der Text  ist im AUSLÖSER 1/ 2013 unter der Titel „Kurzfilm: „Eine gute Geschichte“ in Görlitz mit Kameramann Christopher Doyle gedreht“ (ohne Interview erschienen. 

 

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Kinodigitalisierung wird in Sachsen fortgeführt

Posted on 11 Februar 2013 by b.s.m.

Im Sommer 2011 ging der erste Förderbescheid vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) an das Dresdner Programmkino Ost. Seitdem wurden im Freistaat Sachsen 22 Kinosäle mit Fördermitteln auf 2-D-Kinoprojektion umgerüstet.

Jetzt wird das Förderprogramm um weitere zwei Jahre verlängert und es stehen nochmals 400.000 EUR zur Verfügung. Förderberechtigt sind die sogenannten Kriterienkinos, dass heißt der Nettokarten-umsatz liegt zwischen 40.000 und 260.000 EUR oder die Besucherzahlen liegen oberhalb von 8.000 pro Jahr. Die Neuauflage des Förderprogramms wurde angepasst. Jetzt ist es möglich, pro Jahr und Kino bis zu drei Leinwände zu fördern, so die Aussage des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Durch das Förderprogramm im Freistaat können pro Jahr und Leinwand 17.500 EUR, bzw. bei besonderen kulturellen und strukturellen Voraussetzungen bis zu 21.000 EUR der Kosten übernommen werden.

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Heike Oschann (Passage Kinos Leipzig) im Gespräch mit Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer Foto: b.s.m./ box a

Koordiniert wird das Förderprogramm durch die Filmförderanstalt (FFA). Die sächsische Förderung ist mit Bundes- und Europaprogrammen (FFA, MEDIA) kompatibel. Beratungen und Antragsverfahren übernimmt ebenfalls die FFA. Bis heute wurden deutschlandweit um die 1.600 Förderanträge gestellt, sagt Eva Matlok, Projektleiterin bei der FFA. „Nach unseren Zahlen erfüllen im Freistaat Sachsen 80 Kinosäle (45 Kinos) die Kriterien des Förderprogramms“, betont Christian Zimmermann vom Filmverband Sachsen.

Die „Passage Kinos Leipzig haben seit Mitte vergangenen Jahres die 2D-Projektionstechnik in zwei Sälen installiert“, so Heike Oschmann von den Passage Kinos. Die Investitionen belaufen sich pro Kinosaal und Leinwand auf ca. 70.000 EUR. Der Schritt war notwendig, da einige Verleiher ausschließlich digitale Abspiel-Kopien zu Verfügung stellen. Gegenwärtig wird ein Drittel der Filme in den Passage Kinos Leipzig digital abgespielt, „sobald alle Säle über digitale Projektoren verfügen, werden wir uns sicher von der anlogen Technik verabschieden müssen“, resümiert Heike Oschmann.

 Wissenschaftsministerin Schorlemer betonte bei ihrem Besuch in den Passage Kinos Leipzig: „Mit einer gezielten Unterstützung möchten wir die Vielfalt der Kinolandschaft erhalten, die nur mit digitaler Filmtechnik auf Dauer konkurrenzfähig bleiben kann.“

Die Filme werden in der Regel als Wechsel-Festplatten geliefert, die Übertragung via Datenleitung oder Satellit ist ebenso möglich. Ein Kino-Spielfilm hat im Durchschnitt ein Datenvolumen von 70 Gigabyte. Bei der Kodierung der Daten ist die DCI-Norm der am weitesten verbreite Standard. Er bestimmt u.a. Audio- und Videonorm, Datenraten und den Kopierschutz. Der DCI-Standard wurde durch die großen amerikanischen Filmverleiher in der Version 1.2 im Jahr 2008 veröffentlicht und ist heute Marktführer bei der digitalen Kinoprojektion. Bleibt zu hoffen, dass die Abhängigkeit der Kinobetreiber (von den Verleihern) sich dadurch nicht erhöht.

Filmverleiher beteiligen sich an der Finanzierung der Digitalisierung von Kriterienkinos 

Die deutschen Filmverleiher beteiligen sich jetzt an der Finanzierung der Digitalisierung der sogenannten Kriterienkinos. Im November 2012 wurde ein entsprechender Treuhandvertrag mit der FFA unterzeichnet. Die Filmverleiher zahlen eine „Virtual Print Fee (VPF)“ beim Einsatz von digitalen Kopien in den Digitalisierungs-Fonds – dieser beträgt 500 EUR pro Kopie und Leinwand. Der Filmverleiherbeitrag – die sogenannte VPF – wird innerhalb von 3 Wochen nach Kinostart eingezahlt. Die FFA verwaltet diesen Fonds treuhändisch.

„Jedes Kriterienkino, das einen Bewilligungsbescheid erhalten und die Umrüstungsmaßnahmen abgeschlossen hat, kann von der Digitalisierungsbeteiligung durch die Verleiher profitieren“, betont Eva Matlok.

Um aus dem Digitalisierungs-Fonds Erlöse zu erhalten, werden zwischen den Kinobetreibern und der FFA „leinwandbezogene Finanzierungsverträge“ geschlossen. (Máté Baksa-Soós)

 

Der Text ist im AUSLÖSER 1/ 2013 auf Seite 8 unter „Förderprogramm Kinodigitalisierung wird in Sachsen fortgeführt“ erschienen.

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PITCH YOUR SHORT! Pitching Workshop, Filmfest Dresden

Posted on 07 Februar 2013 by b.s.m.

Für all Jene, die ein spannendes Kurzfilmprojekt planen und nach einer Möglichkeit suchen, dieses in geeignetem Rahmen zu präsentieren, bietet das Filmfest Dresden die passende Gelegenheit. Bewerbungen können bis 10. Feb. 2013 eingereicht werden.

Die Veranstaltung PITCH YOUR SHORT! richtet sich an Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten und bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Filmideen potentiellen Projektpartnern zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und ihre Projekte voranzutreiben.

Die viertägige Trainingsmaßnahme findet vom 17. – 20. April 2013 während des 25. Filmfest Dresden  statt und wird von der Filmdozentin und Scriptberaterin Annette Koschmieder geleitet. Neben der öffentlichen Präsentation ihrer Projekte erhalten die Teilnehmer die einzigartige Möglichkeit, ihre Pitches auf Video aufzeichnen zu lassen. Diese werden dann im Anschluss auf dem Portal www.screen-pitch.com kostenfrei hochgeladen.

Bewerbungsschluss für PITCH YOUR SHORT! (17.-20. April 2013) ist der 10. Februar 2013.

Mehr Informationen zur Veranstaltung und den Bewerbungsmodalitäten:
www.filmfest-dresden.de/deutsch/programm/fachangebote/fachangebote.html

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TP2 Talentpool 2013 | Filmnachwuchs

Posted on 04 Februar 2013 by b.s.m.

TP2 Talentpool ist ein Qualifizierungsprogramm für den mitteldeutschen Filmnachwuchs. Das Gesamtpaket, bestehend aus Workshops, Coachings und den Impulsen durch erfahrene Filmschaffende. Bei TP2 Talentpool werden junge Talente in einem Zeitraum von 10 Monaten in den Bereichen Drehbuch, Regie und Produktion von erfahrenen Filmschaffenden gezielt auf die professionelle Arbeit in der Filmbranche vorbereitet.

Ab April 2013 erhalten junge Filmschaffende wieder die Möglichkeit, mit professioneller Unterstützung den Weg ins Filmgeschäft einzuschlagen. In einer Kombination aus Workshops und Coachings vermitteln namhafte Regisseure, Produzenten und Autoren wie Andreas Dresen (HALT AUF FREIER STRECKE), Nesrin und Yasemin Samdereli (ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND) oder Caroline Link (NIRGENDWO IN AFRIKA) praxisnah ihr Fachwissen und geben ihre persönlichen Erfahrungen an den Nachwuchs weiter.

Mit dem Ziel, die Projekte in ein produktionsnahes Stadium zu begleiten, wird jedem Teilnehmer ein erfahrener Filmschaffender als Tutor zur Seite gestellt. Dieser berät den Teilnehmer während des gesamten Programms individuell bei der Entwicklung seines Projektes. Der kreative Austausch wird neben den Tutoren und Dozenten auch durch die aktive TP2 Community unterstützt. Diese hat sich aus ehemaligen Teilnehmern und Absolventen der letzten 9 Jahre gebildet.

Die TP2 Bewerbung ist vom 25.1. bis zum 25.2.2013 möglich.

Viele der ehemaligen TP2-Teilnehmer haben inzwischen eigene Produktionsfirmen gegründet und erste größere Projekte realisiert. Sie stärken somit die Film- und Medienbranche in Mitteldeutschland. Den Programmabschluss bildet ein Pitching der Teilnehmerprojekte vor Vertretern von Produktionsfirmen, Fernseh-Sendern, Verleihern und Filmförderern. Finanziert wird das Programm durch die Mitteldeutsche Medienförderung, die Thüringer Staatskanzlei und die Tradewind Pictures GmbH.

Bewerbung TP2 

Informationsveranstaltung: 25. Januar 2013, 13.30 Uhr
Zeitgeschichtlichen Forum, Grimmaische Straße 6, 04109 Leipzig

Bewerbungszeitraum:
25. Januar bis 25. Februar 2013

Weitere Informationen zum Verfahren, Teilnehmerkosten & Kontakt:
Tel.: 0361 – 789 123 6
Fax/ E-Mail: hier
TP2 Bewerbung: www.tp2-talentpool.de/?page_id=6

 

Quelle: TP2 Talentpool

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