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Die Zukunft ist jetzt

Posted on 26 April 2016 by christian_zimmermann

Neue Formen des dokumentarischen Erzählens

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„Und dafür ist doch Film da, oder?“ – Der sächsische Film auf der 66. Berlinale

Posted on 22 März 2016 by christian_zimmermann

Wir sind die Flut_Hilger_gr

Wir sind die Flut © Anna Wendt Filmproduktion GmbH

Neben dem Film „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached, der als einziger deutscher Beitrag im Wettbewerb der 66. Berlinale lief (ein Interview mit Anne Zohra Berrached erscheint im AUSLÖSER 01/2016), hatte auch der Film eines weiteren Verbandsmitglieds eine Premiere: Regisseur Sebastian Hilger präsentierte seinen Diplomfilm „Wir sind die Flut“ in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“. Continue Reading

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SCHLINGEL-Direktor Harbauer setzt auf Nachhaltigkeit

Posted on 09 März 2016 by b.s.m.

1996 gründete Michael Harbauer das SCHLINGEL-Festival, gerade auch, um seinem Sohn Kinderfilme im Kino zeigen zu können. Dieses Jahr öffnete er die Vorführungen auch für Flüchtlingsgruppen: „Wir versuchen alle zu erreichen, die den Status Kind haben und sich mit Medien auseinandersetzen“, sagte der Festivaldirektor zur 20. Ausgabe. Gesellschaftlich relevante Themen setzte er auch in diesem Jahr wieder ins Programm – und diese Filme erreichen die Zielgruppe.

Workshop der Filmwerkstatt, Foto: Filmfestival SCHLINGEL

Workshop der Filmwerkstatt, Foto: Filmfestival SCHLINGEL

So zeichnete die siebenköpfige Jugendjury den französischen Film „Young Tiger“ von Zypriern Vial aus. „Ich will arbeiten“, ist einer der ersten Sätze von Hauptfigur Many. Deswegen haben ihn seine Eltern von Punjab hergeschickt, aber in Frankreich dürfen Kinder nicht arbeiten. Many tut es trotzdem, schließlich hilft er auch beim Schleusen. Den Preis begründen die Schüler eines Chemnitzer Gymnasiums dieser Film ermöglicht neue Sichtweisen auf die Zwänge und Ängste von Zuwanderern. Es entwickelte sich bei uns eine Empathie, welche vor allem bezüglich der aktuellen Lage von großer Bedeutung ist.“ Zum Nachdenken bewegte auch die afghanisch-kanadische Produktion „Mina Walking“, die im Panorama zu sehen war. Die selbstbewusste, 12jährige Titelheldin (Regie: Yosef Baraki) soll von ihrem Vater an einen Freier verkauft werden und rebelliert dagegen. Von einer anderen Seite als sonst beleuchtete „Enklave“ den Krieg. Der 10jährige Nenad muss mit dem Panzer zur Schule gefahren werden, weil er als Serbe mitten im Kosovo wohnt. „Die Schüler zeigten Empathie mit der Situation, nach einer Schlüsselszene war der ganze Saal still“, sagte Harbauer.

Hauptpreise erhöht

„Enklave“ wurde von der Fachjury mit dem Hauptpreis der Stadt Chemnitz und der Sächsischen Landesmedienanstalt SLM ausgezeichnet,
der in der Altersgruppe 5 bis 13 vergeben wird. Durch die Zusammenlegung dieser zwei Förderer ist das Preisgeld hier mit 10.000 Euro dotiert und unterstützt die Herausbringung im deutschsprachigen Raum. Zudem erhöhte die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Eva-Maria Stange den Europäischen Kinderfilmpreis, der ebenfalls der Vermarktung zugutekommen soll, von 5.000 auf 12.500 Euro. Michael Harbauer setzt auf Nachhaltigkeit: „Die Filme sollen auch nach dem Festival noch im Gespräch bleiben.“ Die Preisgelder sollen Sender und Verleiher ermutigen, die Filme in ihr Programm aufzunehmen. „Dieses Preisgeld wird komplett für die deutsche Synchronisation verwendet“, erzählte Harbauer. Der Festivaldirektor konnte zudem die Leipziger Synchronfirma STL als Kooperationspartner gewinnen. Diese übernahm für Arsenal schon die Synchronisation des frankokanadischen Eishockey-Films „Die Pee-Wees“, der 2013 beim SCHLINGEL gewonnen. hat.

 

Der Artikel »SCHLINGEL-Direktor Harbauer setzt auf Nachhaltigkeit« ist von Gisela Wehrl und im  Auslöser 4/ 2015 erschienen.

 

 

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Medienkunst in Dresden: Aktion – Reaktion

Posted on 02 März 2016 by b.s.m.

Mit dem Aufruf an die Kunst zu intervenieren – bevor es jemand anderes tut – eröffnete am 12. November die 19. CYNETART – Internationales Festival für computergestützte Kunst und transdisziplinäre Medienprojekte. „Die Macht liegt auf der Straße,“ warnte Alf Thun von der Leipziger Satire-Organisation „Front Deutscher Äpfel“ nachdem er soeben mit seiner Truppe in einem Putsch die Eröffnungszeremonie im Festspielhaus Hellerau übernommen hatte. Sein Appell lautete: „Sie sind ja als Künstler dazu da, Entwicklung vorab zu spüren, zu antizipieren, gesellschaftliche Diskurse anzustoßen, zu öffnen, usw.“ Etwas zurückhaltender äußerte sich Arne Nowak und wollte erst einmal eine „Arbeitsatmosphäre“ schaffen. Eine neue CYNETART wolle er mit allen Teilnehmern gestalten, so der Vorstandsvorsitzende der Trans-Media-Akademie Hellgrau.

„Hidden Voices/Versteckte Stimmen“ von Lucie Freynhagen und Denise Ackermann vor der Motorenhalle, Dresden, Fotos: Sabine Kues, David Pinzer

„Hidden Voices/Versteckte Stimmen“ von Lucie Freynhagen und Denise Ackermann vor der Motorenhalle, Dresden, Fotos: Sabine Kues, David Pinzer

Im Gegenzug bot das Festival den Rahmen dazu mittels Workshops und Diskussionsforen, u. a. zu der Frage, wie nachhaltig Festivals überhaupt noch sind. Der „Artlerist“ Raik Zimmermann – fusioniertet Künstler und Galerist – stellte in einer Art „who is who“-Runde die 2014 von Ronny Szillo gegründete Leipziger Galerie BSMNT als eine Art Off-Room für Medienkunst vor. Mitgebracht hatte die BSMNT Gallery ein Doppel der Medienkunstszene in Sachsen: Tilman Hornig, Absolvent der HfBK Dresden und Ullrich Klose, Student an der HGB Leipzig. Ihre Installation „Warzen“ thematisierte das virtuelle Erleben von Krieg gegenüber dem Verbrauch von tatsächlichen Ressourcen; im Falle der Installation: Trockeneis. Das symbolische Feuer kam aus Tabasco-Fläschchen.

Alf-Thum

Mit Flucht und Vertreibung befassten sich ebenfalls Christoph Wachter und Mathias Jud bei der Performance Lecture „Capital of the World“, in der beide Künstler ihre Forschung zum Regime der Ausgrenzung anhand von Projekten in Australien und auf der Insel Lesbos vorstellten. Hierbei entwickelten sie Werkzeuge um Machtdispositive zu überwinden und Kommunikation möglich zu machen, wie mit der App „Qual“, die spontane Net

Damit lag der Schwerpunkt der CYNETART auf dem Entstehungsakt und dem Experimentieren der Kunst und war als Einladung zu einer Aktion als Reaktion zu verstehen. Neben den Gesprächsrunden im „Forum“-Programm gab es jedoch auch umgesetzte computergestützte Kunst in „Projekträumen“ zu sehen: so das Video „Can‘t Stop“ von Linda Franke. „I am working in a good restaurant and developed the habit of spitting into the food before I serve it. […] I can‘t stop. I can‘t stop,“ ist eines der anonymen Bekenntnisse, die die Künstlerin im Internet gesammelt hat und durch Performance und Animation verkörpert auf die Leinwand brachte. Nach weltweiten Ausstellungen von den USA bis nach Japan stellte die geborene Dresdnerin erstmals in ihrer Geburtsstadt aus und verkörpert und entblößt die Gesellschaft zugleich.

Mit „Wohin gehen wir? – videokunst zur stadtgesellschaft“ hinterfragt die reine Videokunstausstellung des riesa-efau – Kultur Forum Dresden noch bis zum 19. Dezember die Stadtgesellschaft und deren Gestaltung. In den Räumlichkeiten der Motorenhalle zeigt sie in Kooperation mit Directors Lounge Berlin Videoarbeiten mit einem Themenspektrum von Politik über Verkehr bis hin zur Gewalt. Letztere findet quasi auf dem „Hauptplatz“ statt, der größten Projektionsfläche der Ausstellung: Das Musikvideo „Stress“ des französischen Regisseurs Romain Gavras zeigt einen Gewaltexzess von einer Gruppe Halbstarker. Zu dem Titel D.A.N.C.E. der Gruppe Justice, ziehen sie durch die Straßen, verprügeln und randalieren. Das Video von 2008 stellt dabei weitere Fragen: Wie viel Gewalt lässt man zu? Wer schreitet ein? Fast schon meditativ hingegen ist die Arbeit „WASSERTRAGEN“ von Juliane Schmidt, absolvierte Meisterschülerin bei Monika Brandmeier an der HfBK Dresden. In 90 Minuten trägt die Künstlerin einen Eimer Wasser aus ihrer Wohnung in das Waldbad Dresden-Klotzsche und thematisiert auf verquere Weise die Annehmlichkeiten der funktionierenden Großstadt und wiederum den steten Tropfen eines Individuums. Zwei weitere Künstler der sächsischen Medienkunstschmiede sind vertreten in „Thoughtcrime / Crimethought“ durch Hein Godehart Petschulat und Sebastian Helms. Eine Überwachungskamera zeigt den Diebstahl eines Verkehrsschilds, das auf einen überwachten „Plaça de George Orwell“ in Barcelona hinweist.

Reine Videoarbeiten aus auszustellen sieht Denise Ackermann weniger problematisch als programmatisch. „Man schafft es nicht, sich alle Arbeiten anzuschauen, aber das ist auch nicht notwendig, glaube ich, man schafft ja auch nicht ‚Stadt‘ komplett zu erfahren.“ Dazu gehört sicherlich auch die Arbeit „HIDDEN VOICES / VERSTECKTE STIMMEN“, die sie gemeinsam mit Lucie Freynhagen umgesetzt hat. Ausgangspunkt hierzu waren die von einer Lehrerin gesammelten Zitate ihrer Schüler zu den ankommenden Flüchtlingen und der Entwicklung von PEGIDA. Mittels Handschriften-Paten brachten die beiden Künstlerinnen diese versteckten Stimmen in den öffentlichen Diskussionsraum und druckten sie auf Plakate, die vom 22. Oktober bis 31. Oktober über ganz Dresden verteilt hingen. Im Hof der Motorenhalle werden alle 49 Zitate noch einmal projiziert. Eine eigene Antwort zu „Wohin gehen wir?“ gibt der syrische Künstler Manag Halbouni mit seiner Installation „Nowhere is Home“. Mit einem ausgestellten Auto hinterfragt er wie es sein kann, dass man in Dresden wohnt – und trotzdem nicht zu Hause ist.

 

Der Artikel »Medienkunst in Dresden: Aktion – Reaktion« ist von Sabine Kues und im  Auslöser 4/ 2015 erschienen.

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Bewegtbilder aus aller Welt

Posted on 29 Februar 2016 by b.s.m.

Ein bewegendes Filmerlebnis wünschte das 11. MOVE IT! Filmfestival seinen Besuchern im Laufe von sechs Tagen
und insgesamt 19 filmischen Grenzerfahrungen. Unter dem Thema „Borderlines – Grenzerfahrungen“ widmete sich das Festival für Menschenrechte und Entwicklung den aktuellen Migrationsbewegungen und Menschen auf der Flucht.

moveit-dresden

Das MOVE IT! Filmfestival verleiht den 1. Dresdner Filmpreis für Menschenrechte und Entwicklung

Als Höhepunkt wurde der erste „Dresdner Filmpreis für Menschenrechte und Entwicklung“ an die Filmemacherin, Fotografin und Dozentin Leona Goldstein verliehen. Über mehrere Jahre hinweg begleitete sie in „God is not working on Sundays“ Aktivistinnen in Ruanda, die den sozialen Wandel und die Versöhnung nach dem Genozid in 1994 vorantreiben. „Ich glaube, man kann nicht genug Zeichen setzen für Weltoffenheit und Toleranz“, begründet Silvia Zimmermann, Projektkoordinatorin von MOVE IT!, diese Neuerung. Leona Goldsteins Film überzeugte die Jury durch ihre enge Zusammenarbeit mit den Protagonistinnen: „Sie hat die Frauen mit begleitet auf ihrem Weg, hat ihnen geholfen ein Tabu zu brechen, öffentlich zu machen und Empowerment der Frauen durch ihre Filmarbeit gefördert.“

Der Film entspricht demnach auch den Leitlinien des Veranstalters, der Dresdner Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte (Akifra e. V.), direkte entwicklungspolitische Graswurzelarbeit zu leisten. Zu Beginn spezialisierte sich das Festival auf Filme zu Kinder- und Frauenrechten. Mittlerweile ist das Festival jedoch von anfänglichen zwei Tagen zu einem 6-Tages-Programm gewachsen – und die Auswahl der Themen mit ihnen. MOVE IT! versteht sich als inhaltlich ausgerichtet, vereint jedoch auch Filmschaffende in seiner Auswahlkommission. Dem Bürgerkrieg in Syrien und seinen Konsequenzen widmen sich gleich zwei Filme: „Not who we are“ von Carol Mansour gibt geflüchteten Syrerinnen das Wort, die nun im Libanon ihre Zukunft sehen – oder eben gerade nicht.

Manours Film ist einer der beiden Filme,die für das Festival mit deutschen Untertiteln versehen wurden. Gerade bei diesem Thema sollten viele Leute erreicht werden und Sprachbarrieren nicht ausgrenzen. Das Festival versucht, eine Plattform für einen Dialog zu sein und lädt Fachreferenten zu einem Großteil der Filmvorführungen ein. So berichtet Ferdinand Dürr nach dem Screening von „Our terrible country“ der syrischen Filmemacher Mohammad Atassi und Ziad Homsi von den Projekten der Leipziger Initiative adoptarevolution.org in Syrien. Eines ihrer finanziell und organisatorisch unterstützten Projekte ist eine unterirdische Schule in Erbin. In Deutschland touren sie gerade mit 12 syrischen Kurzfilmen. „Open Gates“ war am 3. November im naTo zu Besuch und kommt am 21. Dezember, zeitgleich mit dem Kurzfilmtag, ins Thalia in Dresden. Mit dem Medium Film verbinden auch die Organisatoren von MOVE IT! viel Hoffnung. „Ich bin ja irgendwie davon überzeugt, dass man über Empathie Leute aufrütteln kann mit solchen Themen.“ Deswegen möchte Silvia Zimmermann im kommenden Jahr auch außerhalb der Neustadt etwas bewegen und Filmabende in anderen Stadtteilen Dresdens organisieren.

MOVE IT! Filmfestival für
Menschenrechte und Entwicklung
03.-08. November 2015, Thalia Kino
Dresden, www.moveit-festival.de

 

Der Artikel »Bewegtbilder aus aller Welt“« ist von Sabine Kues  und im  Auslöser 4/ 2015 erschienen.

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Wegträumen geht nur temporär

Posted on 10 Februar 2016 by b.s.m.

Erst vier Jahre ist es her, da spürte ein Sonderprogramm bei DOK Leipzig dem aufkommenden Arabischen Frühling nach. Seitdem haben sich die Zeiten bekanntermaßen gewandelt und so beleuchteten durch alle Sektionen der aktuellen Festivalausgabe hindurch zahlreiche Filme das Flüchtlingsthema. Continue Reading

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Preisträger

Posted on 01 November 2015 by b.s.m.

„An diesem Film führt kein Weg vorbei!“ – so das Voting der Jury zum 26. Filmfest in Dresden: „Die traumatische Biographie eines Menschen findet in einer eigenwilligen Ästhetik die konsequente Zusammenführung von Thema und filmischen Mitteln. Die Regisseurin schafft damit die ungewöhnliche Verschmelzung von Dokumentarischem und Experimentellem. Eine Tour de Force, die nicht Erzählbares zum verstörenden Kinoerlebnis macht.“ Mit diesen Worten der Jury gewinnt Susann Maria Hempel in Dresden erst den Goldenen Reiter der Jugendjury und dann den Förderpreis der sächsischen Kunstministerin. Susann Maria Hempels experimenteller Film ist „ein Hybrid aus vielen filmischen Formen der Narration, Experiment und Dokumentation ineinander verzahnt und wie ein Perpetuum Mobile scheinbar spielerisch ineinander übergehend miteinander in Dialog treten lässt.“, so Katrin Küchler vom FILMFEST DRESDEN.

Filmfest Dresden
Förderpreis der Kunstministerin: Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen

preistraeger-dresden-2015

Es kreisen wirre Gedanken in Form eines wild gewordenen Andachtsbuches. Es sind die Gedanken von Herrn P., einem thüringischem EU-Rentner, die sich immer wieder um die erfahrene Schutzlosigkeit und Versehrtheit drehen. In Form von Interviews zeichnet Susann Maria Hempel die Gespräche mit Herrn P. von 2009 bis 2011 in Greiz auf. Diese Gespräche sind das Fundament, nie aber Bestandteil des Films. Schockierend diskret spricht und schreibt Susann Maria Hempel für Herrn P. Sie fasst für ihn in Worte und Bilder, was er die ganze Zeit zu fassen versucht, ihn aber die Fassung verlieren lässt, findet Formen, um Ordnung bemüht, aber ungelenk, sie nicht findend: wie Herr P. von Mitinhaftierten zusammengeschlagen wird, bei dem Versuch sich für die Jugendlichen hinter Gittern einzusetzen, die von eben diesen misshandelt wurden; wie den Ärzten ein Kunstfehler unterläuft und Herr P. gegen seinen Willen sterilisiert wird und sich doch eigentlich Kinder wünscht; Heimkinder aufnimmt, von denen er geschlagen wird, das Gerücht entsteht Herr P. hätte sie misshandelt; ein Freund, der doch kein Freund ist und vereinsamt.

Die Tonspur lässt auf vermeintliche Glücksmomente in Herrn P.s Leben schließen, nur um dann als Lug und Trug entlarvt zu werden: „SIEBEN MAL AM TAG… ist der Film gewordene Alptraum über das zum Alptraum gewordene Leben, P.: »Das ist das Rest meines Lebms, das weess ich ganz genau! Un das is halt für mich so’n Gefühl wie: Na das kann ja e Scheiss wer’n!«“ (Museen Böttcherstraße, Bremen)

Zum 26. Filmfest Dresden 2014 erhielt der Film zwei Goldene Reiter, schließlich räumte er auf dem Osnabrücker European Art Festival den EMAF-Medienkunstpreis der deutschen Filmkritik ab und auf den 60. Kurzfilmtagen Oberhausen den Preis für den Besten Beitrag des deutschen Wettbewerbs.

 

Der Artikel »Preisträger“« ist im  Auslöser 3/ 2014 erschienen.

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Politik passt auch ins Kino – Zum Abschluss der Filmkunstmesse Gilde Filmpreise vergeben.

Posted on 22 September 2015 by christian_zimmermann

15. Filmkunstmesse in Leipzig am 17.09.2015 Verleihung Gildepreis Foto Tom Schulze

15. Filmkunstmesse in Leipzig am 17.09.2015
Verleihung Gildepreis
Foto Tom Schulze

Autorin: Gisela Wehrl

Gleich drei von vier Gilde Filmpreisen verliehen die Filmkunstkinos zum Abschluss Continue Reading

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12. Neiße Filmfestival – Preisträger 2015

Posted on 11 Mai 2015 by b.s.m.

Das deutsch-polnisch-tschechische Neiße Filmfestival geht im Mai in zehn Orten und 16 Kinos im Dreiländereck in die zwölfte Runde. Continue Reading

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Mitteldeutsche Medienförderung lädt zum Film-Workshop

Posted on 15 April 2015 by b.s.m.

Die Mitteldeutsche Medienförderung lädt Filmproduzenten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu einem Workshop im Rahmen des „Medientreffpunkt Mitteldeutschland 2015“ ein. Continue Reading

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