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Filmtips
Die Kinostarts im Juni 2002
von SIEGLINDE HAMACHER
weitere Filmtips:Pollock, 8 Frauen, Francisca, My Sweet Home, Samsara, Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte, Little Senegal, Piñero, Taking Sides - Der Fall Furtwängler, Monsoon Wedding, Nicht von dieser Welt, Tattoo, Happy Times, Der Sohn der Braut, Diese Liebe,Good by Lenin, Baran, Karlsson vom Dach,The Hours, Lampedusa, Mein Russland, Alter Affe Angst, Matrix Reloaded, Hero, Wilbur wants to kill himself, Wahle Rider, OKAY, 100 Schritte "I cento passi"
Pollock
Der Aufstieg Jackson Pollocks zum zum großen Meister der Moderne, der riesige Ausstellungen bei Guggenheim füllte und dessen Schaffen die bildende Kunst in Amerika und ganz Europa beeinflußte. Pollock einzigartig interpretiert von Ed Harris, der auch selbst zum Pinsel greift und dadurch nacherlebbar macht, wie die Bilder entstanden sind. Manchmal wirkt es fast dokumentarisch, wenn man sieht, wie Harris-Pollock die Farbe auf die Leinwände spritzt, wie mit körperlicher und emotionaler Kraft riesige weiße Flächen mit Farbpunkten zugedeckt werden. Pollock war aber nicht nur ein großer Künstler, er war auch ein exzessiver Trinker. Zwischen psychischen Krisen und Erfolg und Ruhm geht der Mann wütend und kraftvoll schaffend seinen Weg. Eine absolute Meisterleistung von Ed Harris als Schauspieler und Regisseur. Diesen Film sollte man nicht verpassen!
Deutscher Kinostart: 6. Juni 2002
Länge: ca. 110 min.
Format: Breitwand (1:1,85)
FSK-Freigabe beantragt ab 6 Jahren
Internet: www.pollock-der-film.de
Der Film Pollock (Special Edition) erschien im März 2003 auf DVD, Charlie Rose im Interview mit Ed Harris, Entfallene Szenen, The Making of u.v.m.

Francisca
Francisca (...auf welcher Seite stehst Du?)?In der Hauptrolle: Ulrich Noethen als Helmuth Busch alias Bruno Müller Der Untertitel des Films ?auf welcher Seite stehst Du??, diese Frage wird Bruno (Ulrich Noethen) im Film mehrfach gestellt. Bruno war in der DDR Stasi- Informant, wollte aber so nicht weiterarbeiten und leben. Deshalb setzt er sich 1971 nach Mexico ab und will ein anderes Leben beginnen. Aber kaum in Mexico-City gelandet, wird er trotz guter Papiere erkannt, vom Geheimdienst verhaftet und vor die Alternativegestellt, für den mexikanischen Geheimdienst zu arbeiten und die politische Studentenbewegung zu bespitzeln oder, wenn er ablehnt, sofort in die DDR abgeschoben zu werden. Da er letzteres nicht will, läßt er sich auf das Angebot ein, will, so beruhigt er sich selbst, natürlich nur unwichtige Dinge seinen Spitzel-Chefs melden. Als Bruno Müller wird er also Geschichtsprofessor an der Universität
von Mexico-City. Die Situation wird schwierig, als sich Bruno in die schöne Studentin Adela (Fabiola Campomanes) verliebt. Diese dramatische Liebesgeschichte spielt vor dem Hintergrund des Massakers von Tlatelolco, bei dem Hunderte von Studenten zu Tode kommen. Der Film zeigt aber vor allem, daß man seine Vergangenheit nicht ablegen kann. Auch in einem fernen Land mit neuer Identität muß man sich den Folgen seiner Taten stellen. Für geschichtlich Interessierte ein nicht üblicher Film über den Kampf der politischen Studentenbewegung der 70er Jahre in Mexico.
Kinostart: 20.Juni 2002
Mexiko/Deutschland/Spanien 2002
Regie: Eva Lopez-Sanchez
Buch: Eva Lopez-Sanchez und Jorge Goldenberg
Kamera: Javier Moron
Musik: Jacobo Liebermann, Leo Heiblum
Darsteller: Ulrich Noethen, Fabiola Campomanes, Juan Rios, u.a.
Länge: 85min
Verleih: Pegasos
Internet: www.francisca-movie.com

8 Frauen
Frankreich in den 50er Jahren. In einer vornehmen Villa in einem verschneiten Park treffen sich die Mitglieder einer Familie, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Kurz bevor man mit der Bescherung beginnt, entdeckt man das Familienoberhaupt offensichtlich ermordet in seinem Bett. Mit einem Messer im Rücken bietet er den entsetzten Frauen einen grausam blutigen Anblick. Unter den acht Frauen muß sich die Mörderin befinden, da das Haus von der Umwelt abgeschnitten ist und keine andere Person das Haus betreten konnte. Jede der Frauen hat ein Motiv: Geld, Erbschaft, Eifersucht und Neid spielen eine Rolle. Die acht Frauen werden von den großen Diven des französischen Films und zwei Nachwuchsdarstellerinnen verkörpert, die für ihre hervorragende Ensembleleistung auf der Berlinale dafür den Silbernen Bären erhielten. Der Film ist originell, hat Charme und ist so gar nicht naturalistisch - eine gelungene Musica-Krimi-Komödie. Die Schauspielerinnen glänzen ausserdem Tanzeinlagen und Chansons, die Teil der Handlung sind. Einfach köstlich!
Regie: François Ozon
Mit: Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Ludivine Sagnier, Firmine Richard
Land/Jahr: Frankreich/2002
Dauer: 103 min
Internet:www.8femmes-lefilm.com
Der Film "8 Frauen" erschien im April 2003 auf DVD.

My Sweet Home
In der Berliner Kneipe Globus wollen der Amerikaner Bruce Harvey Friedman) und die Deutsche Anke (Nadja Uhl) Verlobung feiern. Die Stammgäste, die aus vielen Ländern der Welt kommen, werden alle zum Fest eingeladen. Die Menschen kommen aus Russland, Brasilien, Korea, Japan... und jeder spicht eine andere Sprache. Das fröhliche Fest leidet unter den schweren Schicksalen und persönlichen Tragödien der buntgefärbten Gesellschaft. Nur in einem sind sie vereint: sie alle haben kein Zuhause! Ein sehr sensibler und bewegender Film. Ganz besonders und sehr sehenswert.
BRD/Griechenland 2000, 89 Min,
Regie: Filippos Tsitos
Darsteller: Harvey Friedman, Nadja Uhl, Mario Mantrup,
Monika Hansen u.a.
Internet: www.mysweethomethemovie.de

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