Filmtips


Die Kinostarts im Dezember 2002 und Januar 2003

von SIEGLINDE HAMACHER

weitere Filmtips:
Pollock, 8 Frauen, Francisca, My Sweet Home, Samsara, Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte, Little Senegal, Piñero, Taking Sides - Der Fall Furtwängler, Monsoon Wedding, Nicht von dieser Welt, Tattoo, Happy Times, Der Sohn der Braut, Diese Liebe,Good by Lenin, Baran, Karlsson vom Dach,The Hours, Lampedusa, Mein Russland, Alter Affe Angst, Matrix Reloaded, Hero, Wilbur wants to kill himself, Wahle Rider, OKAY, 100 Schritte "I cento passi"





Happy Times

Zhang Yimou (Regie) erhielt für seine Filme weltweit viele Preise und wurde1995 in Montreal als einer der zehn hervorragendsten Regisseure der Welt ausgezeichnet. Zhao Benshan - als pensionierter Fabrikarbeiter Zhao , Dong Jie - als blinde Stieftochter Wu Ying, Dong Lifan - als heiratswillige Braut. Der pensionierte Fabrikarbeiter Zhao bemüht sich seit Jahren vergeblich um eine Frau. Nun ist er wieder auf Brautschau und dieses Mal an eine besonders geldgierige, sehr dicke Heiratswillige geraten. Er schwindelt ihr vor, ein reicher Mann zu sein und verspricht, eine besonders prächtige Hochzeitsfeier auszurichten. Dafür braucht er aber 50.000 Yuan. Zhao wendet sich an seinen besten Freund Li, der auch kein Geld, aber eine Idee hat! Abseits am Rande einer Parkanlage soll ein herrenloser abgewrackter Autobus zu einem Liebes-Stunden-Hotel für junge Pärchen ausgebaut werden. Das Geschäft kommt ins Laufen und bringt etwas Geld ein. Nun gibt sich Zhao seiner Braut gegenüber als Hotelmanager aus. Da sieht die herzlose Braut eine Möglichkeit, ihre blinde Stieftochter Wu Ying loszuwerden und fordert von Zhao, dass er ihr eine Arbeit in seinem ?Hotel? verschafft. Zhao lässt sich überreden und geht mit dem blinden Mädchen zum Bus, der aber gerade zum Schrottplatz abtransportiert wird. Da Zhao seine Braut nicht verlieren will, verschweigt er ihr seine Pleite und Mittellosigkeit und findet mit Hilfe seiner Freunde eine Lösung für die liebenswerte blinde Wu. Das blinde Mädchen steht parabelhaft für all die Menschen, die schwach und allein sind. Der heiratswillige Zhao verkörpert Menschlichkeit und Zartgefühl und ist der einzige L
ichtblick in dem freudlosen Dasein der schüchternen Wu. ?Happy Times? ist eine Großstadtkomödie aus dem heutigen China. Der Regisseur appelliert an Liebe und Hilfsbereitschaft in einer Zeit des Egoismus, der Rücksichtslosigkeit und materieller Gier. Tragik und Komik liegen eng beieinander. Der Film ist aber auch witzig und zugleich anrührend. Ein Kinobesuch lohnt unbedingt.


„Happy Times“ China, 96 Min
Kinostart: 5. Dezember 2002
Internet: http://www.happytimes-derfilm.de/







Der Sohn der Braut

Das Leben des Restaurantbesitzers Rafael ist an einem Tiefpunkt angelangt. Tag und Nacht für’s Geschäft auf den Beinen, Tochter und geschiedene Frau nerven, die Geliebte ist unzufrieden. Er hat keine Freunde mehr, nur zu seinem Vater Nino besteht noch eine innige Beziehung. Nino ist trotz seines hohen Alters voll zärtlicher Liebe zu seiner Frau Norma, die an der Alzheimer Krankheit leidet und in einem Pflegeheim lebt. Norma ist der angebetete Engel, dem Ehemann Nino im Leben nur einmal einen Wunsch nicht erfüllte, nämlich kirchlich zu heiraten. Jetzt will er seiner betagten Frau diesen Wunsch zu ihrem Geburtstag erfüllen. Sohn Rafael versucht, dem Vater das sonderbare Vorhaben auszureden und selbst die Kirche ist in Anbetracht der Alzheimer-Erkrankung der Braut dagegen. Rafael arbeitet weiter zu viel, strapaziert seine Gesundheit und nachdem er mit Herzinfarkt auf der Intensivstation liegt, besinnt er sich, dass es im Leben wichtigere Dinge als sein Restaurant gibt. Durch ein Wiedersehen mit einem Jugendfreund, der ein erfolg- reicher Schauspieler geworden ist, erkennt Rafael, dass Liebe, Familie und Freunde unverzichtbar sind. Nach einigen Schwierigkeiten gelingt es letztlich doch, die Eltern kirchlich zu trauen, und für alle wird es ein wunderschönes Fest. ?Der Sohn der Braut? ist eine gelungene Komödie mit Tiefgang, bittersüß, lustig und sehr unterhaltsam. Dem Regisseur Campanella ist ein genialer Streifen gelungen, der höchstwahscheinlich ein großer Publikumserfolg werden wird.


„Der Sohn der Braut“ Argentinien, 2001,
124 Min, Kinostart: 26. Dezember 2002,
Publikumspreis in Havanna und Valladolid,
Großer Preis der Jury in Montreal,
ein Film von Juan José Campanella
Internet:http://www.elhijodelanovia.com/
Die Seite benötigt einen Flash-Player.







Diese Liebe

Yann Andrea studiert Literaturwissenschaft, wobei er auf die Bücher der Marguerite
Duras stößt. Von diesen ist er so begeistert, dass er sich in die Schriftstellerin verliebt und ihr fünf Jahre lang täglich Briefe schreibt. Als Yann sie zum ersten Mal in Trouville besucht, steht er einer interessanten und einzigartigen Persönlichkeit gegenüber, einer sehr viel älteren Frau, mit der er aber noch 16 zusammenleben wird. Sie durchleben eine wunderbare Leidenschaft, wissend, dass der Tod ihre Beziehung eines Tages beenden wird. Marguerite Duras schreibt nach einer Schaffenskrise wieder. Es entstehen internationale Bestseller, darunter einige Meisterwerke. Sie beflügeln sich gegenseitig, sie lachen und lieben sich, sie streiten und weinen, trinken Wein und warten auf die letzte Stunde. „Diese Liebe“ ist ein großes romantisches Abenteuer mit Höhen und Tiefen. Eine bewegende, schöne und ergreifende Geschichte. Die alternde Jeanne Moreau strahlt noch immer Charisma aus. Sie ist immer noch schön und gleichzeitig eine vom Alter Gezeichnete. Marguerite Duras war die wichtigste Autorin des 20. Jahrhunderts in Frankreich und eine der weltweit bedeutendsten literarischen Persönlichkeiten. Sie hat 40 Romane, zahllose Theaterstücke, Drehbücher, Erzählungen und Essays publiziert. Yann Andrea verwaltet ihr literarisches Vermächtnis. „Diese Liebe“ ist ein Bericht über die gemeinsamen Jahre..



„Diese Liebe“ (Cet amour lá) Frankreich, 2001,
100 Min, Kinostart 2. Januar 2003
Ein Film von Josée Dayan (Drehbuch und Regie),
mit Jeanne Moreau als Schriftstellerin Marguerite Duras und Aymeric Demarigny als ihr geliebter Yann Andrea
Internet:http://www.cetamourla-lefilm.com/





© COPYRIGHT FILMVERBAND SACHSEN E.V. 2002-2004
- Alle Rechte vorbehalten-






|| Filmverband Sachsen e.V. || Schandauer Str.64 || 01277 Dresden ||
||Tel: 0351- 3360099 || Fax: 0351 – 3360094 || E-Mail: info@filmverband-sachsen.de ||
|| Impressum || © 2000 - 2009 ||