Tag Archive | "Fernsehen"

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Workshop der MDM in Leipzig

Posted on 17 April 2015 by b.s.m.

Die Mitteldeutsche Medienförderung lädt Filmproduzenten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu einem Workshop Continue Reading

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Ein Fall für öffentliche Förderung?

Posted on 18 September 2014 by b.s.m.

Als über Meißen Ende Mai beinahe sintflutartige Regenfälle niedergingen, geriet auch der Sendebetrieb von TV Meißen zeitweise landunter. Man zog mit dem Studio kurzerhand in die Wohnung eines Mitarbeiters um, ging wenig später wieder „on air“ und berichtete über die Situation vor der Haustür. Solch unmittelbare Information aus erster Hand ist die unschlagbare Stärke des privaten Lokal- und Regionalfernsehens. Von Nachbarn für Nachbarn eben.

Privates Lokal-TV

Nur ist damit leider kaum Geld zu verdienen. Vor allem im wirtschaftlich nicht so potenten Osten Deutschlands. Es könnte sein, dass für eine Reihe solcher TV-Veranstalter in Sachsen bald auch ohne Wetterkastastrophen Sendeschluss ist. Um auf digitale Ausstrahlung über DVB-T umzusteigen, sind Investitionen nötig, die einige von ihnen wohl deutlich überfordern. Sebastian Gemkow, der medienpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag, sieht eine „deutschlandweit einmalige Landschaft lokaler und regionaler Fernsehveranstalter“ bedroht. „In dieser Vielfalt und Flächendeckung sucht sie ihresgleichen und trägt zur Meinungs- und Informationspluralität im gesamten Freistaat bei.

Die Macher dieser Programme erarbeiten diesen Mehrwert fast durchgehend unter Selbstausbeutung. Sie sind wie jedes wirtschaftliche Unternehmen darauf angewiesen, die Existenzgrundlage ihrer Mitarbeiter aus den erwirtschafteten Mitteln zu decken. Dies gelingt vielen kaum noch. Dies hat zur Folge, dass mehr und mehr Sender den Betrieb aufgeben und diese reichhaltige Fernsehlandschaft zu verschwinden droht.“ Deshalb soll auch nach Gemkows Willen die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) bedürftige Lokal-TV-Veranstalter künftig direkt finanziell unterstützen. Das darf sie aber bislang nicht. Um das zu ändern, brachten die Regierungsfraktionen der CDU und der FDP im April einen „Entwurf zur Änderung des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes und des Gesetzes zur Durchführung des Staatsvertrages über den Rundfunk im vereinten Deutschland“ in den Landtag ein.

Wenn die Novelle wie geplant noch vor der Sommerpause in Kraft tritt, soll die SLM die Infrastrukturkosten der lokalen Fernsehveranstalter fördern können. Dabei geht es konkret um diejenigen Anbieter, die aktuell und künftig ihr TV-Signal über DVB-T verbreiten. Das Problem: die SLM hat das nötige Geld gar nicht, jedenfalls nicht offiziell. Sie erhält einen Anteil von knapp 1,9 Prozent aus den allgemeinen Rundfunk-Beiträgen.

Für Daniel Brückl, Vorstand des Verbandes sächsischer Lokalrundfunk, müsse deshalb wohl der Freistaat „die noch bestehende Vielfalt honorieren“. Doch entsprechende neue Finanzierungsquellen sind in dem vorliegenden Gesetzentwurf nicht vorgesehen. Michael Sagurna, der Präsident des Medienrates der SLM, hat ins Gespräch gebracht, dass die Rundfunkbeitrags-Zahler doch monatlich 15 Cent mehr überweisen könnten. „Für den Einzelnen geht es also um nicht einmal zwei „Vielfaltsgroschen““, so Sagurna.

Eine Idee, die angesichts der jüngsten Beitragsdiskussion und der vehementen Bemühungen des Chefs der Sächsischen Staatskanzlei, Johannes Beermann, um strikte „Beitragsstabilität“ unterdessen als aussichtslos gilt. Also wird die SLM wohl doch in der eigenen Kasse nachschauen müssen. Möglicherweise ist diese besser gefüllt als erwartet. Weil die Rundfunkbeitragseinnahmen nach der Umstellung auf die Haushaltspauschale bekanntlich spürbar gestiegen sind, bedeuten auch 1,9 Prozent davon mehr Geld.

Wie die Regierungsfraktionen sind auch die LINKE und die SPD durchaus für eine vielfältige private Lokal-TV-Landschaft. Ihre medienpolitischen Sprecher, Falk Neubert (Die LINIKE), und Dirk Panter (SPD), sehen dennoch vor allem zwei Gründe, den Gesetzentwurf abzulehnen: Die freien Radios würden demonstrativ ausgeschlossen und die Verwaltungsstrukturen der Sächsischen Landesmedienanstalt seien reformbedürftig.

Während Falk Neubert dann allerdings von einer Zusammenlegung der SLM mit den Landesmedienanstalten in Sachsen-Anhalt und Thüringen spricht, möchte Dirk Panter, dass der SLM-Medienrat als gesellschaftliches Gremium mehr Kompetenzen, auch über den Haushalt der Anstalt, bekommt. Sonst bliebe, so Panter, „die Gesellschaft weiterhin ausgeklammert“. Der sächsische Medienexperte Heiko Hilker, auch Mitglied im MDR-Rundfunkrat, verweist auf einen weiteren Aspekt. Die im Rundfunkstaatsvertrag geforderte Vielfalt der Medien werde nicht allein durch eine zusätzliche Förderung der lokalen Fernsehsender erreicht.

Wenn diese Sender zusätzliche Gelder erhalten sollten, müsse auch regelmäßig evaluiert werden, ob sie der gesetzlich geforderten Meinungspluralität gerecht werden. Aber solche Überlegungen mögen den Kollegen von TV-Meißen beim Blick aus dem Fenster dann und wann recht theoretisch vorkommen.

Text: Claudia Reh, erschienen im AUSLÖSER 3/ 2014, Seite 14

Der AUSLÖSER erscheint viermal im Jahr und ist das Film- & Medienmagazin des Filmverband Sachsen e. V.

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Freienstatut verabschiedet – Effektive Mitbestimmung auch

Posted on 20 Juni 2014 by b.s.m.

size=320x180Im rbb, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, gibt es künftig eine institutionalisierte Vertretung für die arbeitnehmerähnlichen Freien Mitarbeiter. Als Grundlage wurde am 8. Mai ein Freienstatut vom Rundfunkrat des Senders mit einer deutliche Mehrheit von 17:9 Stimmen, aber gegen das ausdrückliche Votum der gesamten Mitarbeitervertretungen des rbb, gebilligt.

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Impressionen vom Filmsommer Sachsen

Posted on 31 Mai 2014 by b.s.m.

Der 7. FILMSOMMER SACHSEN geht der Frage nach, ob es speziell in Sachsen und Mitteldeutschland möglich ist, qualitativ hochwertige Filmproduktionen zu realisieren und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich agieren zu können. Eine Selbstverständlichkeit ist das bisher nicht. Mit wirtschaftlichem Druck, unsicheren Finanzierungen und permanenter Selbstausbeutung hat hier nahezu jede Firma zu kämpfen. Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma?

filmsommer2

Wir widmen uns verschiedenen Aspekten der Finanzierung, diskutieren über Crowdfunding und informieren über Verwertungsgesellschaften. Zusätzlich stellt Ludwig Kameraverleih zum Filmsommer Tech Day seine neueste Kameratechnik vor.

Allen Teilnehmern wünschen wir einen anregenden, kreativen Austausch, spannende Diskussionen, reichhaltigen Input und einen wunderbaren 7. FILMSOMMER SACHSEN.

Sandra Strauß
1. Vorsitzende Filmverband Sachsen

Impressionen Filmsommer Sachsen am 12. Juni 2014 im Mediencampus Villa Ida 

 

Fishbowl: "Medienfischglas" zum Thema Kunst  vs. Wirtschaft, mit: Alice Agneskirchner(Dehbuchautorin), Michael Krömel (Unternehmer), Manfred Schmidt (MDM), Gunnar Dedio (LOOKS Film), Joachim Güther (Filmverband) & dem Moderator Peter Statowy

Fishbowl: „Medienfischglas“ zum Thema Kunst vs. Wirtschaft, mit: Alice Agneskirchner (Drehbuchautorin), Michael Kölmel (Unternehmer), Manfred Schmidt (MDM), Gunnar Dedio (LOOKS Film), Joachim Günther (Filmverband/ Filmproduzent) & dem Moderator Peter Stawowy, Foto: b. s. m.

 

 

Filmsommer Sachsen Meet Up 2014

Filmsommer Sachsen Meet Up 2014, Foto: b. s. m.

 

Tech Day beim Filmsommer - Kameraverleih Ludwig und Maier Bros. präsentieren die neue Phantom Flex4K. Foto: b. s. m.

Tech Day beim Filmsommer – Kameraverleih Ludwig und Maier Bros. präsentieren die neue Phantom Flex4K. Foto: b. s. m.

Hishspeed-Kamera Phantom Flex4K beim heißen Einsatz! Foto: b. s. m.

Hishspeed-Kamera Phantom Flex4K beim heißen Einsatz! Foto: b. s. m.

 

Diskussionsrunde zum Thema "Crowdfunding Filmproduktion", Moderator Scharwell, Foto: b. s. m.

Diskussionsrunde zum Thema „Crowdfunding Filmproduktion“, Moderator Scharwell, Foto: b. s. m.

 

Eintritt frei! Anmeldung bis zum 6. Juni 2014 unter:

Anmeldung 7. Filmsommer Sachsen
 

PROGRAMM: 7. FILMSOMMER SACHSEN | 12. JUNI 2014

10.30 Uhr: Empfang

11.00 Uhr: Impulsreferat

11.30 Uhr: MEDIENFISCHGLAS

»Fishbowl« zum Thema Kunst oder Wirtschaft – Ist es in Sachsen möglich, qualitativ hochwertige Filmproduktionen zu realisieren und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu agieren?

Mit dem im vergangenen Jahr eingeführten „Medienfischglas“ wird der Filmsommer in diesem Jahr grundsätzliche Fragen der Filmproduktion in Sachsen diskutieren. Alle Gäste sind eingeladen, sich an der Diskussion aktiv zu beteiligen, welche erneut Förderer, Politik und die Filmwirtschaft an einen Tisch bringen soll. Dabei liegt der Schwerpunkt der Diskussion nicht auf der bloßen Aufzählung von Schwierigkeiten sondern darauf, wie alle Beteiligten die Weiterentwicklung der sächsischen und mitteldeutschen Filmlandschaft gemeinsam voranbringen. Moderiert wird das „Medienfischglas“ erneut von Peter Stawowy, Medienjournalist aus Dresden.

13 Uhr: PAUSE

 

 

Medienfischglas, Diskussionsrunde zur Film- & Medienwirtschaft in Sachsen mit: Joachim Güther, FVS; Monika Zimmermann SK Sachsen; Peter Stawowy (Moderator); Leonhardt Klaus (MDR) ...(von links nach rechts)

Medienfischglas, Diskussionsrunde zur Film- & Medienwirtschaft in Sachsen mit: Joachim Güther, FVS; Monika Zimmermann SK Sachsen; Peter Stawowy (Moderator); Leonhardt Krause (MDR), Heiko Hilker (MDR Rundfunkrat), von links nach rechts, Foto: b. s. m.

 

13.30 Uhr: FILMSOMMER TECH DAY

Ludwig Kameraverleih präsentiert und erläutert die neue Phantom Flex 4K (Workshop)

Mit dem Tech Day bietet Ludwig Kameraverleih eine Plattform, die jede Perspektive der professionellen Filmproduktion abdeckt: Professionals berichten vom Set und aus der Postproduktion, Hersteller zeigen ihre Produkte in praxisnahen Workshops. In ungezwungener Atmosphäre werden neue Geräte vorgestellt und getestet, Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht

14.30 Uhr: VERWERTUNGSGESELLSCHAFTEN

Vortrag von Dr. Friedrich Kühn und anschließende Diskussion zum Thema

An der Oberfläche ist es der seit Jahren schwelende Streit zwischen Google (über seine Youtube-Plattform) und der GEMA. Die Folgen dieses Rechtsstreits, welcher nach einem Urteil der VG Wort weitere Schärfe gewonnen hat, sind inzwischen an vielen Stellen spürbar geworden. So ist beispielsweise die DEFA-Stiftung in ihrem Handlungsspielraum extrem beschränkt. Insgesamt wird der Stau der Gelder auf ca. eine Milliarde Euro beziffert. Dr. Friedrich Kühn (Mitglied der Mitteldeutschen Vereinigung für Medienrecht e.V. und Lehrbeauftragter für Medienrecht an der Universität Leipzig) referiert zum Thema Verwertungsgesellschaften und diskutiert im Anschluss mit Ralf Schenk (DEFA-Stiftung), der VG-Bild und Robert Zimmermann (ultimaratiofilm).

15.30 Uhr: PAUSE

 

 

Gespräche beim 6. Filmsommer Sachsen, 28. Juni 2013 im Mediencampus Leipzig

Schwarwel (Glücklicher Montag) im Gespräche beim 6. Filmsommer Sachsen, 28. Juni 2013 im Mediencampus Leipzig, Foto: b. s. m.

 

17.30 Uhr: CROWDFUNDING

ein Erfahrungsbericht von und eine Diskussionsrunde mit Enno Seyfried und Alexandra Schmidt, Stefan Popp, Karsten Wenzlaff zum Thema Crowdfunding

Ist Crowdfunding der neue Weg der Kunst- und Kulturförderung? Kann oder sollte es grundsätzlicher Teil einer Projektfinanzierung werden? Kann gar die institutionelle Förderung mit der Crowd aufgestockt werden? Reichen die Crowdfundingmittel aus, um für angemessene Bezahlung Kreativschaffender zu sorgen? Oder muss Kunst und Kultur auch ohne Schwarmfinanzierung möglich sein, weil sie vielleicht nicht ausreichend gefällig ist? Wir diskutieren mit Enno Seyfried (Produzent), Stefan Popp (Vision Bakery), Alexandra Schmidt (Filmfest Dresden), Karsten Wenzlaff (Gründer und Geschäftsführer des Instituts für Kommunikation in sozialen Medien – ikosom und Verfasser der ersten europäischen Crowdfunding- Studie).

17 Uhr: AUSKLANG

mit dem Stammtisch der Filmfachkräfte DrehFreiBier (17 – 20 Uhr)

Veranstaltungsort:
Mediencampus Villa Ida
Poetenweg 28
04155 Leipzig

Internet: www.mediencampus-villa-ida.de

Programm: 7. Filmsommer Sachsen am 12. Juni 2014 Flyer | PDF

Anmeldung 7. Filmsommer Sachsen

Weitere Informationen unter:

Filmverband Sachsen e.V.
Ansprechpartner: Claudia Reh, Christian Zimmermann
Schnandauer Straße 64
01277 Dresden

Tel.: 0351 31 540 630
Fax: 0351 31 540 635
E-Mail: info@filmverband-sachsen.de

Der Filmsommer Sachsen ist eine Kooperationsveranstaltung der
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und des Filmverband Sachsen e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH und der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig.

Sponsoren

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10. DOK CO-Production Meeting in Leipzig

Posted on 29 Mai 2014 by b.s.m.

In diesem Jahr treffen sich zum zehnten Mal die Filmproduzenten beim »CO-Production Meeting« am 27. und 28. Oktober 2014 in Leipzig.

Im Mittelpunkt stehen Vorhaben aus den Bereichen: Dokumentarfilm, Doku-Serie und Crossmedia-Projekten in Entwicklung bzw. in Entstehung – die deutsche oder int. Partner suchen. Auch in diesem Jahr sind Produzenten aus Ost -und Mitteleuropa und Lateinamerika in Leipzig mit dabei.

10TH INTERNATIONAL DOK LEIPZIG CO-PRODUCTION MEETING 2014
Anmeldeschluss: 1. August 2014
Preis: 180 Euro / Teilnehmer

Informationen und Anmeldung: www.dok-leipzig.de

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FILM: KUNST ODER WIRTSCHAFT

Posted on 15 Mai 2014 by b.s.m.

Der 7. FILMSOMMER SACHSEN geht der Frage nach, ob es speziell in Sachsen und Mitteldeutschland möglich ist, qualitativ hochwertige Filmproduktionen Continue Reading

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8. Fernsehmesse in der Leipziger Messe, 7./ 8. Oktober 2013

Posted on 30 September 2013 by b.s.m.

Zum achten Mal lädt die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) zur Fernsehmesse nach Leipzig ein.  Der Schwerpunkt der zweitätigen TV-Messe  – am 7. und 8. Oktober 2013 – ist in diesem Jahr: „Wettbewerbsfähigkeit, Aspekte der Finanzierung und die Zukunftsperspektiven regionaler und lokaler Fernsehveranstalter“. Die Messe beginnt am Montag mit einer Workshop-Reihe u. a. zu den Themen: SmartTV, Second Screen und Co – Werbeintegration, Archivierung und Workshop Lokalfernsehen und  Social Media.

 

Eine praktische Vertiefung erfährt das Thema HybridTV unter dem Titel „SmartTV, Second Screen und Co“ in der konkreten Betrachtung von Möglichkeiten der Werbeintegration und einer notwendigen Workflowoptimierung. Wichtige Erkenntnisse aus dem HbbTV-Projekt des Sendernetz e.V. werden hier ebenfalls präsentiert.

 

Der zweite Tag (8.Oktober ) wird mit einem Panel zum Thema Rahmenbedingungen für Infrastrukturen und Sendebetrieb eröffnet. Ein weitere Runde widmet sich den lokalen Medien im Freistaat:  Die Zukunftsfähigkeit des lokalen Rundfunks in Sachsen.

 

Anmeldung 8. Fernsehmesse Leipzig am 7. und 8. Oktober 2013

Anmeldungen sind bis zum 27. September 2013 möglich, der Anmeldebogen ist unter: www.fernsehmesse-sachsen.de abrufbar.

Sächsische Landesanstalt für privaten
Rundfunk und neue Medien (SLM)
Ferdinand-Lassalle-Straße 21
04109 Leipzig

Telefon: 0341 2259-0
Telefax: 0341 2259-119
E-Mail: info(at)slm-online.de

 

 

 

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Der Rundfunkbeitrag – Demokratieabgabe? Solidaritätsgebühr?

Posted on 18 Februar 2013 by b.s.m.

Seit dem 1.1.2013 ist es soweit. Der neue Rundfunkbeitrag ist als Ersatz zur Rundfunkgebühr bundesweit eingeführt worden. Es überrascht, dass trotz zweijähriger Vorbereitungszeit keine einheitliche Sprachregelung innerhalb der öffentlich-rechtlichen Strukturen gefunden wurde. Anders ist nicht zu erklären, dass sich unter anderem der  Chefredakteur des WDR Jörg Schönenborn zur Aussage bewegen ließ, es handele sich um eine „Demokratieabgabe“ und der Widerspruch gegen die Abgabe führe zur „Aufkündigung jeder gesellschaftlichen Solidarität“. Wenn man dieser Interpretation folgt, so entspringen ihr einige sehr interessante Konsequenzen. Demokratie wird demnach durch den Konsum öffentlich-rechtlicher Programme befördert.

demokratie

Illustration: Schwarwel

Dem ist grundsätzlich nicht zu widersprechen, ein aufgeklärter Geist ist für Rassismus und antidemokratische Einstellungen mit Sicherheit weniger empfänglich. Aufklärung allerdings wird keineswegs nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk geleistet, sondern entspringt der Mitte der Gesellschaft. Sei es seriöser Journalismus, sei es der private Blogger oder seien es jene Dokumentarfilmer, deren Monatseinkommen laut der aktuellen Studie der AG DOK durchschnittlich 1.380 EUR beträgt.

Entsprechend dem 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag werden ab dem 1.1.2013 bundesweit alle Haushalte und gewerbliche Betriebsstätten mit dem Rundfunkbeitrag gleichmäßig in einer Höhe von 17,98 EUR für private Haushalte und einem Stufenmodell für gewerbliche Betriebsstätten, unabhängig ihrer tatsächlichen Nutzung der öffentlich-rechtlichen Angebote, belastet. Die Änderungen wurden von allen Landesparlamenten ratifiziert, der sächsische Landtag stimmte am 23.11.2011 mit den Stimmen der Regierungskoalition sowie keiner Gegenstimme bei ‚zahlreichen Enthaltungen*‘ für die Änderung. Die Gesamthöhe der durch den Rundfunkbeitrag eingenommenen Mittel kann laut Angaben des ARD-ZDF- Deutschlandfunk-Beitragsservice noch nicht endgültig beziffert werden. * laut Protokoll der Landtagssitzung

An dieser Stelle wird auch der Gedanke der gesellschaftlichen Solidarität ad absurdum geführt. Jener ‚durchschnittliche‘ Dokumentarfilmer wird durch die Gebühr mit ca. 1,3% seines Einkommens belastet, der Prozentsatz der beispielsweise von diesem Beitrag bezahlten Bezüge der ehemalige ARD-Intendantin Piel  beträgt dagegen geschätzte 0,0007%. Die über die Champions-League Rechte des ZDF mitfinanzierten Millionengehälter von Fußballstars wie Christiano Ronaldo oder Mario Balotelli sollten sicherlich auch nicht als Zeichen europäischer Solidarität interpretiert werden.

Was dem Rundfunkbeitrag tatsächlich fehlt, ist gesellschaftliche Akzeptanz. Nach Jahren voller Skandale, Intransparenz in vielen Bereichen und eines zunehmend schlechten Leumundes als Auftraggeber ist das auch nicht sonderlich überraschend. Doch ist es nicht ausgeschlossen, diese Akzeptanz wieder herzustellen. Durch die Besinnung auf gesellschaftliche Relevanz bei der Themenauswahl, durch seriösen und aufklärerischen Journalismus und sicher auch durch mehr Transparenz in allen Bereichen. Niemand sollte die Hoffnung hegen, es allen recht zu machen. Aber durch gesellschaftliche Relevanz im Programm und Fairplay im gegenseitigen Umgang fiele es zumindest leichter, den neuen Rundfunkbeitrag gegen Kritik zu verteidigen.
(von Christian Zimmermann)

 

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Der MDR unter den „Nimmersatten“?

Posted on 18 Februar 2013 by b.s.m.

Der MDR plant im Jahr 2013 657 Mio. EUR an Einnahmen. Er hat 2015 feste sowie über 1400 fest-freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese werden nach Tarif bezahlt. Intendantin und Direktoren sind besser bezahlt als Ministerpräsidenten und Ministerinnen. Der MDR veranstaltet Feste der Volksmusik und produziert einen zusätzlichen Tatort. Er verfügt über eine große Zahl an Tochterfirmen, die Gewinne erwirtschaften. Doch lebt der MDR auf einer Insel der „Nimmersatten“?

Vor 12 Jahren, im Jahr 2001, lag die Rundfunkgebühr bei 16,15 EUR im Monat. Seitdem ist sie um 1,83 EUR gestiegen. Die Gesamteinnahmen aus der Rundfunkgebühr wuchsen in den 10 Jahren von 2001 bis 2011 von 6,65 Mrd. EUR auf 7,54 Mrd. EUR, also um 13%. Doch der MDR profitierte davon nicht. Verbuchte man im Jahre 2001 Einnahmen in Höhe von 682 Millionen EUR, so waren es 2011 ca. 662 Mio. EUR. 2001 kamen 565 Millionen EUR aus der Rundfunkgebühr, 2011 waren es nur noch 533 Millionen EUR.

Doch wie kann es sein, dass trotz steigender Gebührenhöhe und wachsender Gesamteinnahmen die Einnahmen des MDR sinken? Dies hat vor allem zwei Gründe: Die Bevölkerung und damit die Zahl der Gebührenzahler nimmt im MDR-Gebiet ab. Zudem nimmt jeder, der das MDR-Sendegebiet verlässt, seinen Rundfunkbeitrag mit. (Wenn 10.000 Beitragszahler nach Bayern ziehen, dann steigen die Einnahmen des Bayrischen Rundfunks um 2,15 Millionen EUR, die des MDR sinken um diesen Betrag.)

Zudem hat sich die soziale Lage im MDR-Gebiet verschlechtert. So verdoppelte sich innerhalb von 10 Jahren der Anteil derjenigen, die von der Rundfunkgebühr befreit waren. Lag die Befreiungsquote 2001 mit 6 % noch unter dem Bundesdurchschnitt, so stand sie 2011 mittlerweile bei 12,3% .

Doch nicht nur diese Effekte sorgen dafür, dass die letzten Jahre für den MDR keine reichen Jahre waren. Seit Jahren steigt der Anteil, den der MDR für die GSEA (Gemeinschaftseinrichtungen und –aufgaben der ARD) aufbringen muss – weil die Ausgaben in den GSEAs steigen. 2013 zahlt der MDR dafür 122 Mio. EUR.
Das sind 4 Mio. EUR mehr als in 2011. Das eigene Fernsehprogramm soll 149 Mio. EUR kosten, die Radioprogramme 62 Mio. Aus den GSEA werden u.a. die degeto und die Sportrechtefirma SportA finanziert, die GEZ ist dort zu finden wie auch das ARD-Hauptstadtstudio und die Spartenprogramme. Seit Jahren steigen auch die Kosten für das ERSTE, die mittlerweile bei über 1,6 Mrd. EUR liegen. Ca. 10 Prozent davon zahlt der MDR. Allerdings ist es schwer genau herauszubekommen, welche Summen in die einzelnen Programmflächen des ERSTEN investiert werden. Bekannt ist, dass im Jahre 2010 der Sport im ERSTEN mit 450 Mio. EUR (ca. 27% der Kosten des Programms), im ZWEITEN mit 350 Mio. EUR (22% der Kosten des Programms) und in den DRITTEN mit 100 Mio. EUR zu Buche schlug und dabei zwischen 6 und 8% der Sendezeit ausmachte. Ein großer Teil dieser Mittel fließt in wenige Sportarten, wie Fußball, Boxen und Biathlon. Man müsste nur die Prioritäten im Programm verschieben und könnte Dutzende Millionen EUR anders einsetzen, in der ARD wie im MDR. Auch ein Vergleich der Kosten einzelner Programmformate wäre sinnvoll.

Die Mittel, die in die Altersversorgung fließen, steigen von Jahr zu Jahr. Die Mitarbeiter von ARD und ZDF leben nun einmal überdurchschnittlich lange. In den nächsten vier Jahren müssen 1,5 Mrd. EUR dazu genutzt werden, die betrieblich zugesicherte Altersversorgung mit zu finanzieren. So kann man, tarifvertraglich abgesichert, nach 30 Jahren gut bezahlter journalistischer Tätigkeit seine – sicher nicht schlechte – Rente um bis zu 2.000 EUR aufstocken.

Und so wird klar: die Spielräume des MDR sind kleiner, die Abhängigkeiten größer, als viele denken. Die Spielräume in der ARD sind größer. Allerdings sind die kleinen und mittleren Sender in einem Knäuel von zumeist versteckten Abhängigkeiten gefangen. Gegen das Vorurteil des „Nimmersatten“ kann da nur eines helfen: Transparenz. (von Heiko Hilker)

 

 

 

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„Die Nimmersatten“ über das System ARD und ZDF

Posted on 18 Februar 2013 by b.s.m.

Der Medienjournalist Hans-Peter Siebenhaar, hauptberuflich für das Handelsblatt tätig, nutzt die Diskussion um den Rundfunkbeitrag, in dem er versucht, mit seinem Buch ‚Die Nimmersatten‘ die Fehler des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems öffentlich anzuprangern. Mit Beispielen der Geldverschwendung, Selbstbedienungsmentalität, In-effizienz, Intransparenz und politischer Einflussnahme versucht er nachzuweisen, dass sich „Deutschland das teuerste und ineffizienteste Rundfunksystem weltweit leistet.“ Dabei bleibt Siebenhaar überwiegend bei Beispielen, die bereits in den vergangenen Jahren von sich reden gemacht haben. Auf etwa 200 Seiten sind diese Beispiele aufgeführt, weitere sieben Seiten sind für Vorschläge zur Verbesserung des Fernsehens mit weniger Geld vorgesehen.

dms

DIE NIMMERSATTEN von Hans-Peter Siebenhaar, Eichborn-Verlag

Viele Mitarbeiter öffentlich-rechtlicher Programme trauen sich verständlicherweise nicht aus der Deckung, aber sie kennen Siebenhaars Details aus ihrer täglichen Arbeit. Sie haben einiges zu verlieren. Einen festen Arbeitsplatz etc. Jetzt haben die Mitarbeiter von ARD und ZDF allerdings in Hans-Peter Siebenhaars schonungslos offener und zeugengestützter Analyse eine gebündelte und unbestechliche Beschreibung ihrer innerbetrieblichen Zustände gefunden, die die Öffentlichkeit und Gebührenzahler erreicht.

Über 7 Milliarden EUR nimmt die GEZ für die öffentlich-rechtlichen Sender pro Jahr ein. Was geschieht damit? Siebenhaar listet die ihm zugänglichen Proportionen auf, die eher an Disproportionen erinnern: Wie viele Mittel bekommen Innenpolitik, Außenpolitik, Sport oder besser Fußball, Kultur usw., sind Intendanten- und Direktorenposten Erbhöfe? Statt Jauch, Pilawa & Co. und deren Firmen überdimensioniert zu entgelten, Struves Altenteil zu vergolden, sollten ARD und ZDF beständig Nachwuchs entdecken und fördern und jungen Mitarbeitern Planungs- und Lebenssicherheit geben. Quoten können Orientierung geben, sind aber keine heiligen Kühe. Warum die Inflation von Krimis und Überzahl an Talkrunden mit oft eingeschränkt
rotierender Gästeschar? Wozu Digitalkanäle, die 90 Millionen EUR pro Jahr kosten und im Verhältnis kaum wahrnehmbare Zuschauerzahlen erreichen? Der ehrenwerte Ernst Elitz redet Tacheles. Wann folgen die anderen? Für die Leser des „Auslöser“ auch aufschlussreich, wie Frau Wille dem Autor begegnet.

Siebenhaar zitiert Schopenhauer: „Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.“

Also bitte keine italienischen oder amerikanischen Medienverhältnisse, sondern mehr Sendungen und Programme von unbestrittener Qualität wie Frontal 21, der Tagesschau, Report, die heute-show, DLR und DLF, SWR 2, BR Klassik, rbb-kulturradio, WDR 3, der Kinder-kanal, arte, 3sat, 3 nach Neun, die fleißigen Regionalprogramme u.v.a. Es gibt sie noch, die guten Sendungen. Sinnvoll auch Siebenhaars Blick zum ORF.

Bleibt abzuwarten, inwieweit all die vom Autor sehr kompakt dargestellten und kritisch hinterfragten finanziellen und anderen Verfilzungen, überhöhte Intendantengehälter im Vergleich zu Bundeskanzlerin und Bundespräsident, aufgeblasene Verwaltungsstrukturen und im Gegensatz dazu überbelastete Redakteure, ver-schwenderisch angelegte Formate, Doppelstrukturen und unterlassene Kontrollmechanismen Eingang in die Debatte finden und daraus Konsequenzen gezogen werden.

Interessiert hätte noch, welchen Einfluss die Einführung des Privatfernsehens und Privatradios seit den 80ern auf die Herausbildung oder Verkümmerung von Werten in unserer Gesellschaft genommen haben. Aber das ist ein neues Kapitel.Wenn wir jedenfalls davon ausgehen, dass viele von Siebenhaars Feststellungen zutreffen, Verbraucher wieder als Menschen definiert werden, Kompetenz und Mitarbeiterführung gefragt sind statt Vetternwirtschaft und Leiter nicht zu Geschäftsführungen mutieren, dann haben wir in der Medienlandschaft der Bundesrepublik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine neue Baustelle, aber auch eine Zukunft. Zu System und Programmauftrag, das ist klar, gibt es keine Alternative – dennoch sind seriöses Niveau, wertorientierte Prioritäten und Staatsferne immer wieder neu und auf der Höhe der Zeit zu verteidigen. Eine Aufforderung und Herausforderung an demokratische Parteien, kompetente Anstaltsräte und Kontrollgremien. Und ganz nebenbei – Island verfügte früher mal über einen fernsehfreien Tag… (von Michael Lachmann)

 

„Die Nimmersatten“
Die Wahrheit über das System ARD und ZDF
von Hans-Peter Siebenhaar, Eichborn-Verlag,
ISBN 978-3-8479-0518-9,  Preis: 14,99 EUR
www.luebbe.de/Eichborn

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