Tag Archive | "Filmverband"

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Magna Carta oder Papiertiger?

Posted on 15 Juli 2016 by christian_zimmermann

Ein Podiumsgespräch über die Eckpunkte 2.0 der ARD
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Portrait: Anke Späth

Posted on 14 Januar 2016 by b.s.m.

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Anke Späth bei der Arbeit am „lustigen König“, Foto: Sylvio Hoffmann

„Tote Insekten riechen unerträglich. Noch schlimmer wurde es, als wir tagelang mit nur einem Fisch gearbeitet und ihn dann auch noch mit Benzin verbrannt haben. Das Budget war zu klein um mehrere Fische zu kaufen.“ Jörg Weidner durchforstet tagelang das Internet, Flohmärkte und den Park nach toten Käfern und anderen Fundstücken, während Anke Späth schon mal schaut, wie man diese am besten zerlegt, seziert und präpariert. Statt Fernsehen gibt’s einen großen Glastisch und auf diesem werden dann die Tiere wieder zum Leben erweckt. „Nur die Herstellung des Schimmels war da geruchloser. Den Schimmel für die Eingangsszene des Films haben wir in einem Aquarium mit Staubsaugerfiltern herausgezüchtet.“

Handwerkern ohne kreative Einschränkungen

So berichten uns Anke Späth und Jörg Weidner zur DOK Leipzig von der Entstehung ihres Kurzfilms „Der lustige König“, der in diesem Jahr im Internationalen Wettbewerb Kurzfilm lief. Die Idee des liebevollen, surrealen Stop-Motion- Found-Material-Puppenfilms fußt auf den Galgenliedern von Christian Morgenstern, reichlich europäischen Märchen und dem lustigen König der Gebrüder Grimm. Ästhetisch beziehen sie ihre Inspiration aus ihrer damaligen Ateliergemeinschaft SKAM in Hamburg, wo Schimmel und Morbidität den Alltag prägten. Anke Späth und Jörg Weidner lernen sich 2004 an der HfbK Hamburg in der Trickfilmklasse von Udo Engel kennen.

Ein Käfer kann genauso stinken wie ein Fisch, der 3 Tage in einem warmen Studio zugebracht hat

„Dionysos“ (2007) von Anke Späth und Jörg Weidner, Foto:

„Dionysos“ (2007) von Anke Späth und Jörg Weidner, Foto: Sylvio Hoffmann

Udo Engel war begeisterter Trickfilmer und freut sich sehr über das Engagement der beiden jungen Studenten. Jörg Weidner arbeitet gerade an „Das Wurstpferd“ und Anke Späth baut ihm dafür „Eule“. So beginnt die Zusammenarbeit. Ihr erstes gemeinsames Werk ist dann 2007 „Dionysos“. Noch in Hamburg starten sie Ende 2008 die Projektentwicklung für „Der lustige König“. Nach der Räumung der Ateliergemeinschaft in Hamburg und der Arbeit in anderen Ateliers zieht Jörg Weidner nach Leipzig. Anke Späth zieht 2014 nach.

Die Projektförderung wurde inzwischen von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen bewilligt und gemeinsam können sie nun mit der Arbeit an „Der lustige König“ beginnen. Bis zum nächsten Projekt möchte Anke Späth gerne als Orthopädietechnikerin arbeiten. Sie sieht in diesen beiden Arbeitsfeldern sehr viele Parallelen: Die handwerkliche Arbeit am Detail mit außergewöhnlichen und gewöhnlichen Materialien, das Erschaffen von Einzelstücken und das Studium von Bewegungen und Bewegungsabläufen …

Wir freuen uns sehr, Anke Spät seit diesem Jahr als Mitglied im Filmverband Sachsen begrüße zu dürfen.

Der Text »Handwerkern ohne kreative Einschränkungen« ist von Claudia Reh und im AUSLÖSER 4/ 2015 erschienen.

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Bildgespräche-Workshop

Posted on 02 Dezember 2015 by christian_zimmermann

Drei Tage, 12 Teilnehmer und eine wundervolle Dozentin: Unser „Bildgespräche“ Workshop in Kooperation mit Filmachse (AT) ist nach drei intensiven Tagen in der Abgeschiedenheit im Kirnitzschtal zu Ende gegangen. Continue Reading

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Portrait: Jan Hasenfuß

Posted on 09 Mai 2015 by b.s.m.

So äußerte sich zumindest einer seiner ehemaligen Klassenkameraden – und tatsächlich ist aus ihm ein nennenswerter junger Schauspieler geworden. Aus Hamburg kommend, entschließt sich der „Wossi“ zu einem Studium an der HFF Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg von 2003 bis 2007 und knüpft noch im selben Jahr mit einem Festengagement am Staatstheater Cottbus bis 2011 an. Continue Reading

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Portrait: »Location Service« in Mitteldeutschland

Posted on 06 Mai 2015 by b.s.m.

In den USA gehören Locationscouts schon lange zum festen Bestandteil der Filmbranche.
In Deutschland setzte sich der Beruf aber erst in den 1990er-Jahren langsam durch. Im September
2010 gründete sich der Bundesverband Locationscouts (BVL). Continue Reading

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Frohes neues Jahr!

Posted on 31 Dezember 2014 by b.s.m.

Frohes neues Jahr 2015! Foto: b. s. m.

Frohes neues Jahr 2015! Foto: b. s. m.

Wir wünschen Ihnen zum Jahreswechsel alles Gute und einen guten Start für 2015. Continue Reading

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Frohe Weihnachten!

Posted on 24 Dezember 2014 by b.s.m.

teaserWir wünschen Ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins neue Jahr. Continue Reading

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Neuer Auslöser ist da!

Posted on 07 Dezember 2014 by b.s.m.

Fachzeitschrift des Filmverband Sachsen e.V.

Der AUSLÖSER berichtet als sächsisches Medienfachblatt über das Geschehen in der Film-, Video- und TV-Landschaft des Freistaates Sachsen. Continue Reading

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Fokus Sachsen bei der DOK Leipzig 2014

Posted on 17 Oktober 2014 by b.s.m.

Der Filmverband Sachsen zeigt in Zusammenarbeit mit der DOK Leipzig (27.10.-2.11.2014) auch in diesem Jahr aktuelle Produktionen des reichen Schaffens sächsischer Dokumentar- & Animationsfilmer.

Fokus Sachsen

Passage Kinos Wintergarten
1. November 2014, 17:30 Uhr

Programm

 

DER RUMGEHER – DER TRICKFILMREGISSEUR JÖRG HERRMANN

DER RUMGEHER – DER TRICKFILMREGISSEUR JÖRG HERRMANN v

DER RUMGEHER, EIN FILM VON JÖRG-PETER BAUER

Die Trickfilme von Jörg Herrmann sind im Gedächtnis DDR-sozialisierter Menschen fest verankert. Legendäre „Abendgrüße“ stammen von seinem Tricktisch, der bis heute im Dresdner Umland abseits medialer Aufregung steht und noch immer benutzt wird. Herrmann ist einer der letzten seiner Art, ein Urgestein der Silhouettentechnik, das sich einen frischen und neugierigen Blick auf die Welt bewahrt hat.

Credits: DER RUHMGEHER – DER TRICKFILMREGISSEUR JÖRG HERRMANN

Land: Deutschland
Jahr: 2014
Sprache: deutsch
Untertitel: englische
Laufzeit: 10 Minuten
Format: DCP
Farbe: Colour and B&W
Produzent: Jörg-Peter Bauer
Regisseur: Jörg-Peter Bauer
Musik: Paul Bauer
Kamera: Jörg-Peter Bauer, Nanina Bauer
Buch: Jörg-Peter Bauer
Ton: Julianna Michaelis

 

DER SCHÖNE APOTHEKER

Der schöne Apotheker, ein Film von Martha Runge

DER SCHÖNE APOTHEKER, EIN FILM VON MARTHA RUNGE

Die Filmemacherin möchte „ihrem“ schönen Apotheker näher kommen und findet dafür einen sehr eigenen Weg. Der im Rahmen der Werkleitz Professional Media Master Class entstandene Kurzdokumentarfilm besticht durch seinen freundlichen wie humorvollen Blick auf ein ungleiches Pärchen.

Credits: DER SCHÖNE APOTHEKER

Originaltitel: Der schöne Apotheker
Land: Deutschland
Jahr: 2013
Sprache: deutsch
Untertitel: englische
Laufzeit: 8 Minuten
Format: HD Videofile (ProRes 422 HQ 1080p)
Farbe: Colour
Produzent: Martha Runge
Regisseur: Martha Runge
Kamera: Martha Runge, Katharina Knust
Schnitt: Martha Runge
Ton: Martha Runge, Katharina Knust
Website: www.pmmc.werkleitz.de

 

FAMILIENESSEN

Familienessen, ein Film von Alina Cyranek

FAMILIENESSEN, EIN FILM VON ALINA CYRANEK

Rotkohl, Hasenbraten, Klöße, Kirschkompott, mit oder ohne Serviette, verschlungen oder genossen? Fünf Menschen erinnern sich an die Familienessen ihrer Kindheit – ein Ausflug in regionale Tischkulturen und Identitäten.

Credits: FAMILIENESSEN

Originaltitel: Familienessen
Land: Deutschland
Jahr: 2013
Sprache: deutsch
Untertitel: englische
Laufzeit: 13 Minuten
Format: HD Videofile (ProRes 422 HQ 1080p)
Farbe: Colour
Regisseur/ Kamera/ Schnitt/ Buch/ Töne/ : Alina Cyranek

 

HIER

HIER, ein Film von Katharina Knust und Sandra Barth

HIER, EIN FILM VON KATHARINA KNUST UND SANDRA BARTH

Gepiercte Kids auf der Straße, die den anderen Passanten keine Beachtung schenken. Den Filmemacherinnen gelingt es, die Bilder für sich selbst sprechen zu lassen: ein aufmerksamer Blick auf das Popkultur-Buffet vor der eigenen Haustür.

Credits: HIER

Originaltitel: Hier
Land: Deutschland
Jahr: 2013
Sprache: deutsch
Untertitel: englische
Laufzeit: 8 Minuten
Format: DCP
Farbe: Colour
Produzent/ Regisseur/ Kamera/ Schnitt/ Buch/ Ton: Katharina Knust, Sandra Barth
Website: www.pmmc.werkleitz.de

 

ICEFIGHTERS LEIPZIG

Icefighters Leipzig, ein Film von Matthias Freier und Alexander Eckert

ICEFIGHTERS LEIPZIG, EIN FILM VON  MATTHIAS FREIER UND ALEXANDER ECKERT

Der gebürtige Kanadier Manfred „Mannix“ Wolf ist Trainer der Eishockeymannschaft „Icefighters Leipzig“. Im Kurzporträt erzählt er über Engagement, Leidenschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl von Mannschaft und Fans. Der Film ist Teil der Imagekampagne „So geht sächsisch“ der Agentur Ketchum Pleon.

Credits: ICEFIGHTERS LEIPZIG

Originaltitel: Icefighters Leipzig
Land: Deutschland
Jahr: 2014
Sprache: deutsch
Untertitel: englische
Laufzeit: 3 Minuten
Format: HDcam
Farbe: Colour
Regisseur: Matthias Freier, Alexander Eckert
Kamera: Julian Hohndorf
Schnitt: Nils Landmark
Ton: Hahn Nietzsche Studios
Website: www.so-geht-saechsisch.de

 

KASPAR HAUSERIN

Kaspar Hauserin, ein Film von Nelly Chernetskaya

KASPAR HAUSERIN, EIN FILM VON NELLY CHERNETSKAYA

Im Rahmen des Leipziger Ostpol-Projekts „lab p“ entstand dieser ungewöhnliche Animationsfilm, in dem mit Sound und Tricktechniken experimentiert wird.

Credits: KASPAR HAUSERIN

Originaltitel: Kaspar Hauserin
Land: Deutschland
Jahr: 2014
Sprache: deutsch
Untertitel: englische
Laufzeit: 2 Minuten
Technik: Mixed Media, Collage
Format: HD Videofile (ProRes 422 HQ 1080p)
Farbe: Colour
Produzent: Cathy de Haan, Vera Schmidt, Juliane Fuchs
Regisseur: Nelly Chernetskaya
Musik: Katia S. Ditzler
Kamera/ Schnitt/ Animation: Nelly Chernetskaya
Buch/ Ton: Katia S. Ditzler

 

KRIPPELKIEFER

Krippelkiefer, ein Film von Stefanie Meyer

KRIPPELKIEFER, EIN FILM VON STEFANIE MEYER

Stefan „Sterni“ Mösch führt ein Leben zwischen Hartz IV, Bewerbungsschreiben und Auftritten seiner Band „de Krippelkiefern“. Mit sarkastischem Humor kommentiert er sein Leben als Historiker ohne Job und Zukunft und sucht in der Musik die versprochene Freiheit. Das Porträt eines ungewöhnlichen Menschen in einer sehr gewöhnlichen Situation.

Credits: KRIPPELKIEFER

Originaltitel: Krippelkiefer
Land: Deutschland
Jahr: 2014
Sprache: deutsch
Untertitel: deutsche
Laufzeit: 36 Minuten
Format: DCP
Farbe: Colour
Produzent/ Regisseur: Stefanie Meyer
Musik: Stefan Mösch
Kamera/ Schnitt/ Ton: Stefanie Meyer

 

MANY A TIME

MANY A TIME, ein Film von Andreas Hell

MANY A TIME, EIN FILM VON ALEXANDER HELL

Ein charmanter traditioneller Scherenschnitt-Trickfilm mit musikalischer Untermalung. Zauberhafte Geschichten vom Träumen und Fliegen entfalten sich wie von selbst in dieser Glaskugelwelt.

Credits: MANY A TIME

Originaltitel: Many a Time
Land: Deutschland
Jahr: 2014
Sprache: ohne Dialog
Untertitel: ohne Dialog/Untertitel
Laufzeit: 15 Minuten
Technik: Silhouette Animation
Format: HD Videofile (ProRes 422 HQ 1080p)
Farbe: Colour
Produzent/ Regisseur: Andreas Hell
Musik: Thomas Moecker
Kamera/ Schnitt/ Animation/ Ton: Andreas Hell

 

SEXPOL

Sexpo, ein Film von Jörg Weidner

SEXPOL, EIN FILM VON JÖRG WEIDNER

Nach wenigen Augenblicken ist klar: Die nächsten Minuten werden beklemmend, schmutzig und gemein. Durch fünf Akte begleitet man eine zerspielte Puppe auf ihrer bizarren Stop-Motion-Reise durch das sexuelle Unterbewusstsein. Dabei ist das Letzte, was man vermutet, dass dieses optisch brillante Video in der eigenen Wohnung des Filmemachers entstand.

Credits: SEXPOL

Originaltitel: SexPol
Land: Deutschland
Jahr: 2014
Sprache: ohne Dialog
Untertitel: ohne Dialog/Untertitel
Laufzeit: 11 Minuten
Technik: Puppet Animation
Format: DCP
Farbe: Colour
Produzent/ Regisseur: Jörg Weidner

Weitere Informatioen zur DOK 2014 & zum Programm Fokus Sachsen, unter: films2014.dok-leipzig.de

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Traumjob an der Armutsgrenze?

Posted on 04 Juni 2014 by b.s.m.

Der durchschnittliche Netto-Stundenlohn für Freischaffende im TV-Bereich liegt in der Region bei knapp über dreiundzwanzig Euro. Hochgerechnet auf die in festangestellten Kreisen üblichen vierzig Wochenstunden mal vier würde das kein so schlechtes Netto-Monatseinkommen ausmachen. Ist aber leider nicht so. Das durchschnittliche Jahres-Netto-Einkommen eines Freien liegt bei etwas über 24.000 Euro, pro Monat also ziemlich genau bei zweitausend.

IG Freie Fernsehschaffende veröffentlicht erste Einkommensstudie

Für die langjährige Filmautorin mit Hochschulabschluss, den erfahrenen Kameramann und die fleißige Cutterin. Die meisten Tonassistenten, die noch dazu den Dreh quasi „wegtragen“, weil sie noch vor- und nachbereiten sowie fahren und tragen, können davon aber auch nur träumen. Aus ihren Kreisen dürften die meisten der immerhin noch sechszehn Prozent der Freien sein, die mit weniger als eintausend Euro Monatseinkommen an und unter der sogenannten Armutsgefährdungsgrenze leben. Zahlen wie diese hat jetzt die IG Freie Fernsehschaffende mit ihrer „Untersuchung zur Einkommenssituation Freier Fernsehschaffender in Mitteldeutschland“ vorgelegt. Es ist die erste, die überhaupt je gemacht wurde. Begonnen wurde sie im Jahr 2012, recht bald nach der Gründung der IGFF. Im Nachhinein belegen die Zahlen, dass es damals anscheinend höchste Zeit für die Freien war, sich in aktiven Interessenvertretungen zusammenzufinden. Denn zuvor waren die Einkommen über mindestens fünf Jahre – die Studie beginnt mit 2007 – bei etwa viertausend Euro weniger pro Jahr stagniert.

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Viele der Freien, von denen die meisten keine Anfänger mehr und für Familien verantwortlich sind, sahen durch die anhaltend und anscheinend änderungslos prekäre Einkommenssituation ihre Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage gestellt. Und das, obwohl sie – wie auch MDR-Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi bei einem der inzwischen regelmäßigen Treffen mit Vertretern von IGFF, Filmverband Sachsen und dem Mitteldeutschen Produzentenverband wieder bestätigte – einen Großteil der Programminhalte des Senders er- 10 THEMA IG Freie Fernsehschaffende veröffentlicht erste Einkommensstudie Traumjob an der Armutsgrenze? zeugen.

Inzwischen haben sich die Verhältnisse anscheinend leicht gebessert. Wirklich gut sind sie freilich noch lange nicht. Nicht wenige Kollegen, vor allem natürlich in den unteren Einkommensbereichen, sehen sich nicht in der Lage für ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen. Vor allem die Altersvorsorge kommt dabei zu kurz. So sind z.B. nur die Hälfte der Tonassistenten überhaupt rentenversichert. Gerade ein Drittel leistet sich eine Unfallversicherung. Dabei gibt es auch zum Teil erhebliche Einkommensunterschiede. Denn die Maximalwerte für die Jahreseinkommen liegen über die Jahre hinweg zwischen 55.000 und 75.000 Euro.

Anteil der Befragten haben eine Rentenversicherung und Unfallversicherung Grafik: IGFF

Anteil der Befragten haben eine Rentenversicherung und Unfallversicherung, Grafik: IGFF

Eine nicht ganz erwartbare Information ist auch, dass die unabhängigen Produktionsfirmen die von ihnen beschäftigten Freien regelmäßig besser bezahlen als der MDR. Allerdings wird bei Ihnen oft auch länger gearbeitet, so dass sich die arbeitszeitbezogenen Honorare wieder angleichen. Nur bei den Zuschlägen für Überstunden sowie Sonn- und Feiertagsarbeit zeigt sich der öffentlich-rechtliche Sender in Summe deutlich knauseriger als die vermeintlich gewinnorientierten unabhängigen Produktionsunternehmen. Neben den Tonassistenten scheinen es übrigens – auch wenn die Zahlen im Bericht dazu am dünnsten sind – diejenigen zu sein, die durch ihre inhaltlichen Ideen und ihre Initiative überhaupt erst dafür sorgen, dass alle mit Filmemachen ihr Geld verdienen können: die Autoren. Sie bekommen im Schnitt für typische Magazinbeiträge ein Minutenhonorar je Sendeminute von 200 bis 210 Euro, meistens brutto, inklusive Regieleistung.

Bei fünf Minuten macht das also Tausend. Für meist mehr als eine Woche Arbeit. Man schafft so zwei, manchmal drei Beiträge im Monat. Bei längeren Filmen nehmen Minutenhonorare für „Realisatoren“ noch ab. Zum Film und Fernsehen machen gehört Leidenschaft. Davon zu leben, ist für viele Freie nicht leicht.

IGFF Pressemitteilung: Onlineumfrage zur Einkommenssituation freier Fernsehschaffender in Mitteldeutschland vom 25. Mai 2014, PDF-Link

 

Text: Joachim Günther, erschienen im AUSLÖSER 3/ 2014, Seite 10

Der AUSLÖSER erscheint viermal im Jahr und ist das Film- & Medienmagazin des Filmverband Sachsen e. V.

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