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29. Oktober 2019 // DOK Leipzig // Filmverband Sachsen


62. Ausgabe von DOK Leipzig mit neuem Preis eröffnet

Preis der Kunstministerin für das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin

GenderDOK: 2017 wurden 30% der Kinodokumentarfilme von Regisseurinnen verantwortet.

Gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) lobt DOK Leipzig in diesem Jahr erstmalig eine Auszeichnung für ein herausragendes Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin aus und baut damit die Angebote für Frauen in der Dokumentarfilmbranche weiter aus. Der Preis der Kunstministerin für das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin ist mit 5.000 Euro dotiert und ist für Projekte bestimmt, die für den DOK Co-Pro Market ausgewählt worden sind. Der Koproduktionsmarkt ist die zentrale Branchenplattform von DOK Leipzig und findet jährlich an den ersten beiden Festivaltagen statt.

 

Im Rahmen der Eröffnung am 28.10.2019 vor etwa 700 Zuschauerinnen und Zuschauern im Leipziger CineStar hob die Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange in ihrem Grußwort die Werte des Festivals hervor und ging auf das Engagement für Chancengleichheit ein, welches das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit DOK Leipzig teilt: „Als gesamtdeutsches und größtes Festival seiner Art in Deutschland gegründet, war DOK Leipzig bereits nach wenigen Jahren in die europäische Szene eingebunden und zeigte internationale Wirkung. Seit mehr als 60 Jahren steht DOK Leipzig für das Verbindende und dafür, Gemeinsamkeiten zu stärken. In dieser Tradition bewegt sich das Festival noch immer und ich begrüße ausdrücklich die klare Haltung der DOK-Macher für die Werte, die maßgeblich das Programm des Festivals prägen: Demokratie, Freiheit, Toleranz und Solidarität. In diesem Jahr sind mehr als 50 Prozent der Regisseur/innen der Offiziellen Auswahl weiblich und ich freue mich, dass wir erstmals den Preis der Kunstministerin für das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin verleihen können.“

 

Frau Dr. Stange übergab den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Kunstministerin während der Eröffnungsveranstaltung an die Gewinnerin. Ausgezeichnet wurde das südafrikanische Projekt BLACK WOMEN & SEX der Regisseurin Godisamang Khunou. Eine Lobende Erwähnung erhielt das südkoreanische Projekt MY MISSING AUNT der Regisseurin Juyeon Yang. Eine Jury hatte über die Preisvergabe im Vorfeld des Festivals entschieden. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst stiftet den Preis.

 

Die Festivalleiterin Leena Pasanen dankte Frau Dr. Stange und dem SMWK für das Engagement: „Geschlechtergerechtigkeit in der Filmbranche herzustellen ist uns ein sehr großes Anliegen. Ich danke Frau Dr. Stange, dass sie in diesen Belangen nicht nur an unserer Seite ist, sondern auch eine treibende Kraft darstellt. Auch setzen wir uns mit Unterstützung des SMWK dafür ein, das Festival ein Stück weit barrierefreier zu gestalten.“

 

DOK Leipzig zeigt bis Sonntag (3.11.) insgesamt 310 Werke aus 63 Ländern, rund 2000 internationale Fachbesucher/innen werden während der Festivalwoche erwartet. Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke betonte in ihrem Grußwort die Bedeutsamkeit der diesjährigen Filmauswahl und dankte Leena Pasanen für ihre Arbeit als Festivalleiterin: „DOK Leipzig durchleuchtet 2019 in nur wenigen Tagen mit 310 Filmen und interaktiven Arbeiten die drängenden Fragen der Zeit. Ich glaube, der Dokumentarfilm ist die Kunst der Stunde. Er zwingt uns zum Hinsehen und zur genauen Betrachtung der Details. Ich danke Leena Pasanen, dass sie mit ihrem Gespür für gesellschaftliche Debatten das Festival weiter profiliert und verstärkt hin zur Stadtgesellschaft geöffnet hat. Zahlreiche internationale Gäste heißt DOK Leipzig jährlich willkommen, gemeinsam mit den Leipzigerinnen und Leipzigern erschaffen sie beim Festival einen Ort des Innehaltens und der vertieften Reflexion.“ DOK Leipzig findet 2019 zum letzten Mal unter der Leitung von Leena Pasanen statt.

 

Der aktuelle AUSLÖSER 03/04 2019 des Filmverbands widmet sich der ‚Kunstform Dokumentarfilm‘ und wirft illustrative Schlaglichter auf die Situation von Frauen* im Dokumentarfilmbereich:

 

Untersuchung zur Genderverteilung im Bereich Regie bei Reportagen, Dokumentationen und Kinodokumentarfilmen

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Illustration: MOKOST

Die Zahlen basieren auf der Untersuchung zur Genderverteilung im Bereich Regie bei Reportagen, Dokumentationen und Kinodokumentarfilmen der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm in Zusammenarbeit mit dem BUndesverband Regie u.a..

 

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