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22. Juli 2020


Internationales Dokumentarfilmfestival ELBE DOCK

Der Filmverband Sachsen und das Klubkino Ostrov holen das Internationale Dokumentarfilmfestival ELBE DOCK am 05. und 06. September 2020 nach Dresden.

 

Es findet vom 01. bis zum 06.09. in Aussig und vom 05. bis zum 06.09.2020 in Dresden statt und vergibt Preise in zwei Wettbewerbssektionen – einem EU-Wettbewerb und einem tschechischen Wettbewerb. Im Fokus steht in diesem Jahr das Thema „Manipulation“ inklusive: Filme, Panel Diskussion, Industry MEET, GREET and SPEEK, Konzert des avant-garde Cellisten und Komponisten Štěpán Filípek, Serienmarathon & Sleepover samt Slow TV.

 

Wo?: GEH8, Gehestraße 8, 01127 Dresden | Tickets: direkt vor Ort in der GEH8

 

 

 

PROGRAMM Dresden

 

Samstag, 05.09.

 

11.30 Uhr: Film ► CITIZEN HAVEL, Regie: Pavel Koutecky, Miroslav Janek | 120 Min | CZ 2008

 

1993, mit dem Beginn der ersten Amtszeit Václav Havels als Präsident der neuen tschechischen Republik, fängt der Filmemacher Pavel Koutecký mit den Dreharbeiten zu diesem Film ein Projekt an, das ihn und Havel mehr als ein Jahrzehnt beschäftigen wird. Koutecký ist immer dabei: hinter den Kulissen und auf dem offiziellen Parkett. Mehr als hundert Stunden auf Film gedrehtes Material hinterließ Koutecký, der bei einem Unfall ums Leben kam. Es blieb Miroslav Janek überlassen, daraus einerseits ein vielschichtiges Porträt des stilbewussten, charismatischen Literaten und ehemaligen Dissidenten zu montieren, der nun in seinem politischen Amt selbst mit einer Opposition konfrontiert wird, und gleichzeitig eine Momentaufnahme der einzigartigen historischen Umbruchsituation abzuliefern. (Text: Anna Hoffmann | Quelle: www.berlinale.de)

 

14.00 Uhr: Film ► ISOLA, Regie, Drehbuch: Aurelio Buchwalde | 70 Min. | CH 2019

 

Auf der letzten Gefängnisinsel des westlichen Mittelmeers sind Wärter  und Gefangene durch das Meer  isoliert und den Regeln der Justiz ausgesetzt. So sehen sich die  Wärter als die eigentlichen Gefangenen, während die Häftlinge arbeitend ihre Strafe abbüssen. Seit über 30 Jahren begleitet der Gefängnis-psychologe Giuseppe die Häftlinge auf seine ungeschliffene Art in die Freiheit, während er bleibt

 

16:00 Uhr: Film ► Silent Days, Regie: Pavol Pekarčík | 81 Min. | CZ 2019

 

Die Helden der vier Geschichten, von denen „Silent Days“ erzählt, haben allesamt ihre Träume und Sehnsüchte. Doch es verbindet sie noch mehr miteinander: Alle leben sie am Rand der Gesellschaft und in einer Welt ganz für sich allein. Und zwar deshalb, weil sie gehörlos sind.

 

18:00 Uhr: Film ► Our Little Poland, Regie: Matěj Bobřík | 70 Min. | SVK 2019

 

Eine Coming-of-age Story, die das Leben einer Gruppe von japanischen Studierenden ein Jahr lang begleitet. Sie alle haben sich für das Fach Polnisch und Polnische Kulturstudien an der Universität Tokyo eingeschrieben.

 

20:00 Uhr: Serienmarathon ► Czech Soda

 

Die tschechische Kultserie der 90er Jahre in 16 Teilen in Folge. Die Fernsehsatire sprengte ihrerzeit die Grenzen der Zuschauertoleranz und ist ein Beispiel unsagbar derben Humors. Eine Erinnerung daran, was heute im Fernsehen wohl nicht mehr so einfach durchgehen würde.

 

 

 

Sonntag, 06.09.

 

01.00–08.00 Uhr: Zugfahrt durch die wundervolle Landschaft Norwegens via Slow TV

 

Ein experimentelles Fernsehformat, bei dem langsam ablaufende Prozesse in Echtzeit aufgenommen werden. Es entschleunigt den Alltag und zwingt die Zuschauer dazu in Echtzeit fernzusehen.

 

10.00 Uhr: Film ► Taste of Hope, Regie: Laura Coppens | 70 Min. | CH/D 2020

 

Die Regisseurin verbrachte zwei Jahre in einer Teefabrik, die von einem großen Lebensmittelkonzern auf die Mitarbeiter übertragen wurde. Idealismus und harte Realität treffen aufeinander und das, was die Mitarbeiter einst verband, führt nun zum Bruch.

 

12.00 Uhr: Industry-Treff ► MEET, GREET and SPEEK

 

Erfahrungsberichte sächsischer und tschechischer Filmschaffender. Unter anderem Gespräch mit Grit Lemke, Regisseurin (Gundermann Revier)

 

14.00 Uhr: Panel ► Medienmanipulation

 

• Josef Šlerka, Managing Director des Fund for Independent Journalism & Head of New Media Studies an der Kunstfakultät der Karls-Universität in Prag

• Michal Kučerák, DOX Zentrum für zeitgenössische Kunst in Prag

• Vertreter*innen der HGB Leipzig

 

18.00 Uhr: Verleihung des ELBE DOCK-Preises mit anschließendem Konzert (ab 19.00 Uhr) mit Musik alter barocker Meister sowie Kompositionen der zeitgenössischen Avantgarde in der Darbietung des Brünner Violoncellisten und Komponisten Štěpán Filípek.

 

20.00 Uhr: Screening des ELBE-DOCK-Preisträgerfilms

 

22.00 Uhr: Screening des Gewinnerfilms des Pavel-Koutecký-Preises

 

 

Das vollständige Programm für Aussig/Ústí nad Labem und Dresden gibt es auf elbedock.cz

 

Program v češtině

 

 

 

Hintergund:

Obwohl sich die Regionen Aussig und Sachsen geografisch und kulturell sehr nahestehen, kommt es im Bereich des Dokumentarfilms nur äußerst selten zu einem kulturellen Austausch. Wir sind überzeugt, dass die Präsentation von Dokumentarfilmen aus Tschechien und Deutschland das Publikum beiderseits der Grenze nicht nur mit zeitgenössischen künstlerischen Werken vertraut machen, sondern vor allem aufzeigen kann, welche Probleme und Themen auf beiden Seiten der Grenze aktuell sind und dadurch verständlich macht, welche gesellschaftlichen Wandlungen sich in beiden Ländern vollziehen. 

 

Ursprünglich wurde das Internationale Dokumentarfilmfestival ELBE DOCK 2018 anlässlich der Verleihung des Pavel-Koutecký-Preises (PK-Preis) gegründet. Seit 2018 findet das Festival in Aussig und Dresden statt, wo das Programm um die Präsentation aktueller Trends, neuer deutscher Dokumentarfilme, ein deutsches Kulturprogramm sowie ein deutsch-tschechisches Programm für Studierende erweitert wurde. Im Jahr 2020 plant das Festival eine Veränderung: Sein komplettes Programm soll beiderseits der Grenze verknüpft werden – vom 1. bis zum 6. 9. in Aussig und vom 5. bis zum 6. 9. 2020 in Dresden. Hauptorganisator des Festivals ELBE DOCK 2020 in Dresden ist das Kinoklub Ostrov und der Filmverband Sachsen e.V..

 

 

Pozadí:

Přestože Ústecký kraj a Sasko si jsou geograficky i kulturně velmi blízko, na poli dokumentární tvorby dochází ke kulturní výměně jen velmi zřídka. Jsme přesvědčeni, že představení dokumentární tvorby z Česka a Německa na obou stranách hranice může nejen přiblížit aktuální uměleckou tvorbu, ale především ukázat, jaké problémy a témata jsou aktuální na obou stranách hranice a tím i pochopit, jakými společenskými změnami obě země procházejí.

 

Mezinárodní festival dokumentárních filmů ELBE DOCK vznikl původně u příležitosti udílení Ceny Pavla Kouteckého (Cena PK), v roce 2018 se festival přesunul do Ústí nad Labem a do Drážďan, kde se program rozšířil o představení aktuálních trendů, přehlídku aktuálních německých dokumentárních filmů a česko-německý kulturní a studentský program. Pro rok 2020 chystá festival zásadní změnu v podobě plnohodnotného propojeného programu na obou stranách hranic – v Ústí nad Labem od 1. do 6. 9. 2020 a v Drážďanech od 5. do 6. 9. 2020. Hlavním organizátorem programu festivalu ELBE DOCK 2020 v Drážďanech je Filmverband Sachsen (FS). Jednou z hlavních cílových skupin jsou studenti SŠ a VŠ humanitních oborů, diváci artových filmů, zájemci o média a učitelé mediální výchovy. Speciální skupinou, které jsou akce otevřeny, jsou menšiny, kterým je věnováno téma FAKE NEWS. Projekt se soustředí na rovnoprávnost mužů a žen v programu. Každý účastník a návštěvník je vítán. Akce nikoho nediskriminují. V prostorách GEH8 připravíme industry program pro české a německé filmové tvůrce, kteří by se mj. setkali v rámci industry programu pro filmové producenty s cílem umožnění výměny a networkingu. Dále se během dvoudenního semináře vzdělají studenti z Ústeckého kraje a Saska o tématu FAKE NEWS a manipulaci. Tyto semináře doplní panelová diskuse českých a německých odborníků, které budou přístupné i pro veřejnost. Program také obsáhne vystoupení dvou hudebníků z Česka. Během dvou dnů proběhne také řada projekcí českých a evropských filmů. Dále se odehraje slavnostní zakončení celého festivalu v Drážďanech v pojetí českých moderátorů.

 


Das Projekt der deutsch-tschechischen mobilen Galerie während des Festivals  ELBE DOCK 2020 und das tschechisch-deutsche Programm des Festivals ELBE DOCK 2020 in Dresden unterstützte die Europäische Union mit dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung im Rahmen des Programms „Ahoj sousede. Hallo Nachbar. Interreg V A / 2014-2020, Fonds für Kleinprojekte in der Euroregion Elbe/Labe.“

 

 

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