Dresden-Premiere von FALTER // D 2019, 44 min, Regie: Harriet Maria Meining & Peter Meining

Könnte man sich daran gewöhnen, mit einem künstlichen Menschen zusammen zu leben? Und könnte man damit leben, selbst eine künstliche Person zu sein? „Falter“ von Harriet Maria Meining und Peter Meining entwirft eine Welt der Zukunft mit klinisch sauberen Arbeitsplätzen in Innenräumen und einer smogvernebelten Außenwelt, in der schon der Gang zum Mülleimer ohne Schutzanzug lebensgefährlich ist. Die üblichen Zufallsbekanntschaften nerven oder langweilen die Titelfigur (André M. Hennicke), aber in einem Geschäft für Androiden wird er fündig – ein Auslaufmodell mit Bart (Michael Kranz), guten Umgangsformen und vielleicht auch einem Seelenleben. Eine Reise in den Urlaub (die Werbung verspricht „freie Natur ohne Schutzanzug“) verändert die Beziehung fundamental. Mit leiser Ironie, einem Zukunftsdesign mit Retro-Aroma und einem famosen Darstellerduo wirft der Film den Blick in eine Zukunft der Künstlichen Intelligenz, der vielleicht manchen gruseln lässt – aber vielleicht ist das Ganze nur die neue Facette einer ungeahnten Diversität? Es gibt viele Arten, miteinander glücklich zu werden.


Harriet und Peter Meining entwickeln seit 1993 Performances, Videoinstallationen und Hörspiele für internationale Kunstfestivals, Schauspielhäuser und Kunstzentren, vornehmlich in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. 1997 erhielten Sie den Kunstpreis der Stadt Dresden und 2010 für ihr Gesamtschaffen auf dem Gebiet der Darstellenden Künste den erstmals vergebenen George Tabori Preis. Seit 2017 widmen sie sich ausschließlich der Filmarbeit und gründeten die Dresdner Produktionsfirma MauserFilm. Falter ist ihr Debüt.



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