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11. Oktober 2017 // Presse


Kurzfilmpreise SCHLINGEL

Fachjury Kurz- und Animationsfilm vergiebt Preise

Der SCHLINGEL // © Filmfestival SCHLINGEL

Beim Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL wurden im Rahmen des Kurzfilmprogramms „Die lange Nacht der kurzen Filme“ (27 Filme aus 16 Ländern) die Preisträger in der Wettbewerbskategorie Kurzfilm gekürt. Die Verleihung fand im Kino Metropol Chemnitz statt.

 

Die Fachjury Kurz- und Animationsfilm, bestehend aus Susann Arnold (Leipzig), Jana Endruschat (Dresden), Sabine Scholze (Dresden) und Ines Wolter (Chemnitz), vergab folgende Kurzfilm-Awards:

 

Kurzfilmpreis Spielfilm National (ausgelobt vom Filmverband Sachsen, dotiert mit 500 Euro):
DIE MECHANIK ODER: WIE MAN AUF SICH ACHT GIBT (Regie: Michael Chlebusch, 11 min., 2017)

 

Begründung: In einer magischen Kulisse gleitet der Zuschauer durch choreografierte Lebenswelten, die mit Zahnrädern, Maschinen und eigenwilligen Charakteren inszeniert wurden. Als Plädoyer für den aufgeklärten Humanismus wird das Einstehen für Solidarität und die Reflexion über den schmalen Grat zwischen Selbstaufopferung und Eigenverantwortung verhandelt. Die Miniaturisierung der Welt wird klug mittels Stop-Motion und realen Schauspielern umgesetzt.

 

Lobende Erwähnung: „Prinzessin“ (Regie: Karsten Dahlem, 16 min., 2017)

 

 
Kurzfilmpreis Spielfilm International (ausgelobt vom Filmverband Sachsen, dotiert mit 500 Euro):
BÚI (Regie: Inga Lísa Middleton, Island, 13 min., 2016)

 

Begründung: Mit kurzen, schnörkellosen Sequenzen und viel Einfühlungsvermögen wird ein Einblick in die Psyche der jungen Protagonistin Anna gegeben, um den Handlungsstrang zu stärken und eine überzeugenden Klimax mit visuell adäquaten Bildern zu kreieren. Ein mutiges Mädchen, das es nicht nur mit vermeintlichen Hexen aufnimmt, sondern mit einem mächtigeren Gegner: der eigenen Angst! Es gelingt eine Heldin zu kreieren, die geradezu zur Identifikation einlädt.

 

Lobende Erwähnung: „Aux battements du parloir / Jail Quarters / Die Akte Knast“ (Regie: Pascal Marc, Frankreich, 14 min., 2016)

 

 
Kurzfilmpreis Animationsfilm National (ausgelobt von der AG Animationsfilm, dotiert mit 500 Euro):
HÖCHSTE ZEIT, HEROLD! (Regie: Francie Liebschner, 8 min., 2016)

 

Begründung: Die ureigenen Ängste bekämpfen, sich Herausforderungen stellen, ist immer wieder Thema in Liedern und natürlich auch Filmen. Papa und Superman-Kostüm-Träger Herold will endlich ein Superheld werden, doch den großen Wunsch seiner Tochter zu erfüllen, ist schwerer als gedacht. So muss er in 13 Wagnissen beweisen, dass er ein geeigneter Superheld ist. Nicht nur die witzig gezeichneten Figuren und kuriosen Schauplätze der Mutproben zaubern dem Zuschauer ein Lächeln ins Gesicht, sondern auch die Reime, in denen die 8-minütige Geschichte erzählt wird.

 

 
Kurzfilmpreis Animationsfilm International (ausgelobt von der AG Animationsfilm, dotiert mit 500 Euro):
PAUTINKA / SPIDER WEB / SPINNENNETZ (Regie: Natalja Tschernyschewa, Russland, 4 min., 2016)

 

Begründung: Ein kleiner, aber feiner Zeichentrickfilm, der eine lustige, aber auch bewegende Geschichte erzählt. Es geht um nichts weniger als um das Überwinden von Vorurteilen und einer Freundschaft, in welcher die „Existenzform“ keine Rolle spielt. Der Film ist vorwiegend in schwarz-weiß gehalten und mit nur wenigen, geschickten Colorierungen akzentuiert. Eine starke Geschichte für Groß und Klein, in der selbst eine gewöhnliche Stubenfliege eine zweite Chance bekommt.

 

Lobende Erwähnung: „Tex“ (Regie: Joost van den Bosch, Erik Verkerk, Hans Walther, Niederlande, 25 min., 2016)


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