Presse


Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an:


Jana Endruschat
+49 (0)351 84228585
redaktion[at]filmverband-sachsen.de

Wenn Sie in unseren Presseverteiler aufgenommen werden möchten, schreiben Sie uns ganz einfach eine E-Mail: redaktion[at]filmverband-sachsen.de







Pressemitteilungen





  • Sachsen startet Sicherung von historischen Film- und Tonaufnahmen


    Pressemitteilung vom 28.08.2019

    Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Diese Aufnahmen gehören zum kulturellen Gedächtnis und Erbe Sachsens“ Die Sicherung historischer Film-, Video- und Tonaufnahmen im Freistaat Sachsen hat begonnen. Kuratorisch bedeutsame Aufnahmen, die in Museen, Archiven, Bibliotheken und weiteren Sammlungen lagern, werden entsprechend eines eigens entwickelten Arbeitsprogramms gesichtet, bewertet, digitalisiert, katalogisiert, gespeichert und der Öffentlichkeit rechtssicher zur Verfügung gestellt. Dafür nahm die Koordinierungsstelle „Sächsisches audio-visuelles Erbe“ an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) ihre Arbeit auf. Das Kunstministerium fördert das Vorhaben mit je 350.000 Euro in diesem und im nächsten Jahr. Ein wichtiger erster Schritt ist aktuell der Aufbau einer technischen Infrastruktur, die den datenintensiven Prozessen gerecht wird, denn bereits im ersten Programmjahr 2019 werden 500 Medieneinheiten mit einem Datenumfang von ca. 30 Terabyte digitalisiert. Im Folgejahr können damit 430 Stunden Film-, Video und Tondokumente zur öffentlichen Nutzung bereitgestellt werden. Geographisch orientiert die Auswahl 2019 sowohl auf Zeugnisse aus der Landeshauptstadt Dresden als auch auf kommunale und ländliche Räume in Westsachsen, der Lausitz und im Erzgebirge. Die Aufzeichnungen aus der Zeit von 1921 bis 1995 präsentieren regional bedeutsame Ereignisse und die Pege der sorbischen Kultur, liefern Einblicke in den Nachwendealltag der 1990er Jahre aus der Sicht des Lokal-Fernsehens; Tonbänder vermitteln das Verständnis vom gesunden- hygienischen Leben in den 1950er Jahren und 8mm-Amateuraufnahmen von Konzertreisen der Sächsischen Staatskapelle zeigen den interessierten Blick eines DDR-Bürgers in den Ländern des sogenannten „nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiets“.
    „Viele Film- und Tonaufzeichnungen sind einmalige und unverzichtbare Zeugnisse unserer Geschichte mit großem Wert für die historische Erinnerung und unser kulturelles Gedächtnis – sie sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes in Sachsen. Mit dem Start eines regulären Programms zur Bewahrung dieses audiovisuellen Erbes erfüllt die Staatsregierung einen weiteren Auftrag des Koalitionsvertrags“, betont die sächsische Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange. Dr. Achim Bonte, Generaldirektor der SLUB, erklärt: „Audiovisuelle Zeugnisse aus der vordigitalen Zeit enthalten einen enormen Wissensschatz, den wir langfristig bewahren und leicht zugänglich machen müssen. Das sächsische Programm zur Erhaltung des audiovisuellen Erbes ist eines der ersten auf Länderebene. Es setzt den schon bisher verfolgten Kurs des Freistaats fort, Aufgaben der Erschließung und Langzeitsicherung von Kulturobjekten im Land möglichst abgestimmt und auf einheitlicher technischer Grundlage anzugehen. Die SLUB ist sehr dankbar, im Filmverband Sachsen dafür einen starken Partner zu haben.“ Joachim Günter, Landesvorsitzende des Filmverbands Sachsen, unterstreicht: „Der Erhalt des sächsischen Filmerbes ist eine der wichtigsten Aufgaben des Verbands. Wir freuen uns deshalb sehr, dass es unseren Partnern und uns gelungen ist, dieses Programm auf den Weg zu bringen. Jetzt ist für uns wichtig, dass es auch für die Zukunft mit den erforderlichen Mitteln abgesichert wird.“ André Eckardt, Projektleiter „Audiovisuelles Erbe“ SLUB/Filmverband Sachsen, erklärt: „Wir möchten Bestandsinhaber nicht nur konkret in Einzelprojekten unterstützen, sondern sie ebenso gern darin bestärken, Aufgaben zur Sicherung von AV-Medien mit größerer Eigenständigkeit lösen zu können. Die Koordinierungsstelle ist somit auch Berater, wobei wir mit jedem Projekt oft selbst zusätzliche hilfreiche Erfahrungen machen.“ Die Staatsregierung hat sich die Sicherung dieses Teils des kulturellen Erbes zur Aufgabe gemacht, weil mit dem digitalen Umbruch eine Reihe von bedeutenden Zeugnissen aus der jüngsten sächsischen Geschichte unzugänglich geworden sind. Museen, Archive und Institutionen außerhalb des staatlichen Zuständigkeitsbereichs verfügen zumeist nicht über die notwendige Infrastruktur und die Ressourcen, um allein die komplexen Herausforderungen der Sicherung, Digitalisierung und Zugänglichmachung ihrer Bestände zu bewältigen. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst förderte deshalb von 2016 bis 2018 zur Erarbeitung eines Sicherungsprogramms eine Pilotphase, die vom Filmverband Sachsen geleitet und in enger Zusammenarbeit mit der SLUB durchgeführt wurde. In den drei Jahren wurden – nach einer Erhebung zum Umfang der in Sachsen überlieferten audio-visuellen Medien – fünf Modellprojekte mit Kooperationspartnern in Bautzen, Chemnitz, Oelsnitz, Borna und Dresden durchgeführt. Mittels dieser Projekte konnten praktische Erfahrungen bei der digitalen Sicherung und öffentlichen Zugänglichmachung von insgesamt 370 Stunden Film und Video aus der Zeit von 1928 bis 2005 gewonnen werden. Für viele Titel bedeutet die Digitalisierung aufgrund der fortschreitenden Alterung und qualitativen Verschlechterung des Zustands der Materialien zudem eine Sicherung ihrer Bild- und Toninhalte.
  • 11. FILMSOMMER SACHSEN


    Pressemitteilung vom 28.05.2018

    Am 7. Juni 2018 ab 12 Uhr lädt der FILMVERBAND SACHSEN nunmehr zum 11. Mal ein, sich mit Vertretern der Kultur- und Medienpolitik, Förderung, Festivals, Kinos, Produktionen und Filmdienstleistungen gemeinsam über das diesjährige Thema „Fach : Kraft : Frau – Frauen in der Sächsischen Filmlandschaft“ auszutauschen. „Für mich bedeutet das aktive Einstehen für die Rechte der Frauen, für Gleichheit und Gleichberechtigung das Engagement für Menschlichkeit, gemeinsames Miteinander, gegenseitige Unterstützung, für freie Persönlichkeitsentwicklung und Demokratie, für gleiche Bezahlung und gleichen Zugang, weil wir alle dieselben Ziele haben: gute Filme zu machen und mit dieser Arbeit unseren eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können. Und das ist unabhängig vom Geschlecht“, so Sandra Strauß, 2. Vorsitzende des Filmverband Sachsen. Der Missstand ist nicht mehr hinnehmbar, tönt es aus der Filmbranche. Dieser Debatte wollen auch wir uns als FILMVERBAND SACHSEN anschließen. Mit unseren Gästen werden wir uns u.a. den Fragen nähern, worin die Ursachen liegen, dass Frauen in der Filmbranche so unterrepräsentiert sind; welche umsetzbaren Möglichkeiten es gibt, diese Situation gerecht zu verändern; und ob es überhaupt mehr geschlechtergerechtes Denken und Arbeiten braucht? Programm
    12:00 Uhr Einlass und kleines Mittagsbuffet
    13:30 Uhr Impulsreferat | Barbara Rohm, Pro Quote Film
    14:30 Uhr Panel – Gendergerechtigkeit in der Filmbranche – Wo liegen die Ursachen? Gäste: Robert Grahl, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Jörg Langer, LANGER MEDIA research & consulting, Claudia Müller, Mitteldeutscher, Rundfunk (MDR), Laura Röllmann, Universität Leipzig
    15:30 Uhr Kaffee und Kuchen
    16:00 Uhr Fishbowl – Diversität in Film und Fernsehen – Gäste: Claas Danielsen, Mitteldeutsche Medienförderung (MDM), Heiko Hilker, DIMBB – Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung, Susanne Köhler, Landesfrauenrat Sachsen, Barbara Rohm, Pro Quote Film, Grit Wißkirchen, SLM
    17:00 Uhr Ausklang und BBQ mit dem Filmstammtisch dreh.frei.bier[AT]/FILMACHSE NEU: Wir haben dieses Jahr erstmalig eine Betreuung für den filmischen Nachwuchs durch Kawi Kids organisieren können und bieten damit eine Ganztagsbetreuung für Kinder an.
  • BECOME A FILMMAKER


    Pressemitteilung vom 21.04.2017

    Filmworkshop MY STORY on the road
    Vom 2. bis 7. Mai 2017 in Mittelherwigsdorf/ Kulturfabrik Meda e.V. Der Filmverband lädt Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund ein, im Rahmen des Filmworkshops MY STORY ihren eigenen Kurzfilm zu produzieren, egal ob als Kameramann oder Kamerafrau, Schauspieler*in oder als Ideengeber*in einer Geschichte.
    Professionelle Filmemacher*innen wie René Beder, Tilmann sowie Karl-Friedrich König (Leipzig) und Rafael Sampedro aus der Region unterstützen in mehreren Filmteams die Teilnehmenden von der ersten Idee bis zur öffentlichen Filmvorführung. Am Sonntag, 7. Mai 20 Uhr erfolgt der krönende Abschluss des Filmworkshops – im Rahmen des Gala-Abends mit Filmvorführung werden die in einer Woche entstandenen Kurzfilme in der Kulturfabrik Meda in Mittelherwigsdorf einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Der Eintritt ist frei. Für den Workshop suchen wir Teilnehmer*innen, die ein grundsätzliches Interesse an Filmen und kreativem Arbeiten haben. Anmeldungen über www.filmverband-sachsen.de
    Wir stellen Unterkunft, einen Shuttleservice sowie eine ganztägige Verpflegung. Die Workshopteilnehmenden erhalten zudem kostenlose Tickets für das NEISSE Filmfestival. Das cineastische Integrationsprojekt MY STORY wurde 2016 in Leipzig und Dresden bereits erfolgreich umgesetzt. Dabei entstanden 16 Kurzfilme, die auf einer DVD zusammengestellt worden und nun auf sächsischen und deutschsprachigen Filmfestivals gezeigt werden. Der FILMVERBAND SACHSEN ist der Initiator des Integrationsprojektes MY STORY.
    Der Filmverband agiert als Interessenvertretung der sächsischen Filmkunst und -kultur und des sächsischen Filmschaffens.Er ist aktiver Gestaltungspartner in filmkultur- und medienpolitischen Fragen für Filmschaffende und Fernsehschaffende, filmkulturelle Einrichtungen und Initiativen, Förderinstitutionen und Rundfunkveranstalter sowie Politik und Verwaltung in Sachsen. Projektpartner sind: Hillersche Villa – Soziokultur im Dreiländereck/ Zittau | Kulturfabrik Meda e.V./ Mittelherwigsdorf | Neiße Filmfestival Informationen auch unter:
    www.facebook.com/MyStoryFilm
  • Der Filmverband Sachsen lobt neuen Filmpreis für die 19. dresdner schmalfilmtage in 2018 aus.


    Pressemitteilung vom 09.08.2017

    Erstmalig vergibt der Filmverband Sachsen bei den 19. dresdner schmalfilmtagen (18. bis 21.1.2018) einen Sonderpreis. Ausgelobt wird der Preis in Höhe von insgesamt 500,00 Euro für Arbeiten, die sich mit dem Filmerbe beschäftigten.
    Für den internationalen Found-Footage-Wettbewerb können Filme bei den dresdner schmalfilmtagen noch bis zum 12.11.2017 eingereicht werden, die sich mit Archivmaterial in den Filmformaten 8mm oder 16mm auseinandersetzen. Ob verwendete Filmausschnitte aus dem Archiv, Neuvertonungen oder neue Bilder zur originalen Tonspur – der Auseinandersetzung mit dem historischen Schmalfilmmaterial sind keine Grenzen gesetzt.
    „Found-Footage-Filme spielen seit Beginn des Festivals eine große Rolle in seinen Programmen und Wettbewerben. Sie thematisieren essayistisch, analytisch bis komisch und popkulturell die historischen Medien und ihre Wirkung wie auch die auf ihnen festgehaltene Alltagsgeschichte oder aufgenommenen außergewöhnlichen Momente. Wir möchten mit dem Sonderpreis sehr gern zur Förderung dieser besondere Form der künstlerischen Auseinandersetzung beitragen und zudem ermutigen, das vielfältig überlieferte Archivmaterial auf diese Weise mit heutigem Blick zu entdecken, zu hinterfragen, zu neuem Leben zu erwecken“, betont André Eckardt vom Filmverband Sachsen e.V. Der Sonderpreis wird vom Filmverband Sachsen e. V. im Rahmen des Projekts „Audiovisuelles Erbe in Sachsen“ mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) gestiftet.
    Seit Januar 2016 fördert das Ministerium für Wissenschaft und Kunst eine Koordinierungsstelle beim Filmverband Sachsen, um zentrale Aufgaben bei der Entwicklung einer Konzeption zur Sicherung des AV-Erbes zu übernehmen und zu koordinieren.
    Die dresdner schmalfilmtage haben sich seit der Erstauflage 1997 zu einem anerkannten Forum für die deutsche und internationale Schmalfilmszene entwickelt.
  • En garde! Nichts gegen ein gutes Duell


    Pressemitteilung vom 29.11.2017

    Kurzfilmtag 21.12.17 21.12. / 19:30 Uhr, Eintritt frei
    Clubkino im Lingnerschloss, Dresden 21.12. / 19:30 Uhr, Eintritt frei
    Cammerspiele Leipzig e.V., Leipzig Obwohl 1969 offiziell der Zweikampf-Paragraf im Strafgesetzbuch der Bundesrepublik gestrichen worden ist, wird der Filmverband Sachsen an diesem besonders kurzen Tag die eingestaubte Streitkultur wieder aufleben lassen und präsentiert sein sächsisches Kurzfilmprogramm: Von der Beziehungskomödie über politische Duelle bis hin zum „sächsischen Western“. Touché. Filme: Boskopismus (Witja Frank, 2005, 12 Min)
    „Boskopismus“ begleitet den Kampf der „Front deutscher Äpfel“ und der daran angegliederten Jugendorganisation „Nationales Frischobst Deutschland“ gegen alle nationalen Bedrohungen in Sachsen und Leipzig. Entstanden ist ein Kurzfilm über alternativen Widerstand und Protestkultur aus Leipzig in der Tradition der Spaßguerilla. Dabei richtet sich der Protest der „Front deutscher Äpfel“ sowohl gegen nationalistische Tendenzen als auch gegen Protestrituale von links und rechts. Um die Kritik daran gnadenlos auszuhöhlen, verwendet Frank die Form des Propagandafilms. Spots der „nationalen Apfelbewegung“, Porträts der Organisatoren und Aufnahmen der „Front deutscher Äpfel“ bei Leipziger Demonstrationen verschmelzen zu einem Spiel mit Begriffen, das die revolutionäre Kraft des Witzes freisetzt. Zwischen uns steht ein Salat (Alice von Gwinner, 2017, 8 Min)
    Die Länge ihres Esstisches und der scheinbar unerreichbare Salat in der Mitte ist zum Symbol ihrer langsam vereisenden Beziehung geworden. Es wird Zeit für einen Platzwechsel. DVA (Mickey Nedimovic, 2012, 26 Min)
    Kroatien, 1992. Zwei Scharfschützen, ein Serbe und ein Kroate, irren
    abgespalten von ihren jeweiligen Einheiten durch die Landschaft. Als sich ihre Wege überraschend
    kreuzen, versuchen sich die Todfeinde sofort gegenseitig zu erschießen. Doch das erste „Klick“ kommt aus keinem Gewehrlauf: Beide sind gleichzeitig auf eine Mine getreten. Auge um Auge und mit jeweils einem Bein im Grab werden sie zu einer unfreiwilligen Schicksalsgemeinschaft – der Tod des einen bedeutet den Tod des anderen. Doch damit nicht genug. Auch die Natur hat noch einige Proben parat, um den Zusammenhalt der beiden zu testen. LINK (Robert Löbel, 2017, 7 Min)
    Der eine so, der andere so. Obwohl am Kopf durch einen gemeinsamen Haarschopf verbunden, gehen die Gedanken von zwei Figuren doch sehr unterschiedliche Wege. In der akrobatischen Abnabelungsgeschichte von Robert Löbel will das gemeinsame Band nicht reißen und dehnt sich und knarzt sich gummihaft zu höchst sonderbaren Verwicklungen und überraschenden Lösungen. (André Eckardt) Weisheiten (Tilman König, 2016, 3 Min)
    In einem Boxring gibt es eine Schlagabtausch zwischen arabischen und deutschen Weisheiten. 5 Uhr 53 (Bernd Kilian, 2002, 4 Min)
    Samstagmorgen in einer Dresdner Plattenbausiedlung möchte man vor allem eines nicht – einen angetrunkenen Nazi verärgern. Wie geht man mit der beängstigenden Präsenz von diesen Leuten um, die den Raum, den man gemeinsam teilt, für sich alleine beanspruchen. (MDR/ARD) Duell in Griesbach (Olaf Held, 2006, 13 Min)
    Zehn Minuten vor zwölf warten zwei Damen, ein Hund und ein Kater geduldig auf die Entscheidung des Tages. Informationen auch unter: http://www.filmverband-sachsen.de | https://kurzfilmtag.com
  • Fokus Polen – Das Polnische Filminstitut zu Gast in Dresden


    Pressemitteilung vom 02.03.2018

    Am Donnerstag, den 8. März lädt der Filmverband Sachsen e.V. zu seiner Netzwerkveranstaltung FILMWINTER SACHSEN aufs Lingnerschloss nach Dresden ein.
    In dieser Ausgabe ist Polen Gastland unseres Zweiländertreffs. Wir freuen uns auf Akteure wie Robert Baliński vom Polnischen Filminstitut sowie den Filmproduzenten und Mitgründer der Wrocławer Filmförderung Paweł Kosuń aus Polen, die uns Einblick in die polnische Förderlandschaft geben, und im Anschluss daran mit deutschen Produzenten, Förderern sowie dem MDR in unserem Fishbowl miteinander ins Gespräch kommen werden. Außerdem begrüßen wir Bernd Buder, Programmdirektor des Cottbuser Filmfestivals, Dr. Markus Görsch (Mitteldeutsche Medienförderung/Deutsch-Polnischer Filmfond), die Leipziger Producerin Michaela Pnačeková (Kloos&Co. Ost UG), Ola Staszel, Direktorin des Neiße Filmfestivals, Dr. Ulrich Brochhagen, Redaktionsleiter Dokumentation und Osteuropa beim MDR, Rainer Mende vom Polnischen Institut in Leipzig, Britta Senn, Digital Stories Lab sowie den Producer Thomas Jeschner von Sunday Filmproduktion aus Halle (Saale). Im Rahmen unserer Veranstaltung wollen wir Filmemacher*innen und Filmkulturschaffende aus Sachsen und Polen zusammenbringen. Gemeinsam sprechen wir über Probleme, Chancen und Entwicklungen für polnisch-sächsische Kooperationen und bieten in diesem Rahmen erstmalig die Gelegenheit zum sächsisch-polnischen Erfahrungsaustausch. Programm:
    13:00 Uhr Einlass 13:30 Uhr Eröffnung 13:45 Uhr Fachreferate & Fishbowl 17:00 Uhr Polnisches Kurzfilmprogramm
    60-minütiges Filmprogramm in Kooperation mit dem FILMFEST DRESDEN 18:00 Uhr Ausklang 20:00 Uhr Ende Ausführlicher Text & Programm >> FILMWINTER SACHSEN 2018 Eintritt frei!
  • KURZE SACHSEN – Kurzfilmprogramm im Lingnerschloss


    Pressemitteilung vom 01.04.2018

    Gestern und Heute treffen auf jung und alt. Im diesjährigen Programm präsentiert der Filmverband Sachsen eine Reise durch die Zeit und schlägt eine Schneise quer durch Animations-, Dokumentar- und Experimentalfilm. Sechs kurze Filme aus der Region stellen sich sozialistischen Utopien von damals im heute, inszenieren mit Hilfe von lustig-verspielten Horrorszenarien den Klimawandel und während das Alter die Erinnerung verliert, findet an anderer Stelle die Jugend Wege in die Zukunft.
Zeitlos sind jedoch alle diese Kurzfilme. Jetzt die Gelegenheit nutzen, diese teils bereits preisgekrönten Filme neben Weltpremieren zu erleben.

    Regionaler Fokus 1 „Kurze Sachsen“ | am Donnerstag, 19.4.2018 19:30 Uhr im Lingnerschloss

    Regionaler Fokus 1 „Kurze Sachsen“ | am Samstag, 21.4.2018 17:00 Uhr im Filmtheater Schauburg

    Filmprogramm:

    1989 – Lieder unserer Heimat: Na, ich liebe doch
 Deutschland, 2018 | 2 min | Animationsfilm | Regie: Tommy Schwarwel
Der in der neuen Zeit verlorene Erich Mielke gesteht angesichts der Trümmer der DDR und des StaSi-Ministeriums seine Liebe zu seinen Mitmenschen. Teil des Projekts 1989 – LIEDER UNSERER HEIMAT, das aus persönlicher Sicht erzählt, was ein Unrechtssystem mit den Menschen macht.

    ANKUNFT. Deutschland, 2017 | 5 min | Experimentalfilm | Regie: Falk Hoysack
Die Schriftstellerin Brigitte Reimann lebte und arbeitete in den 60er-Jahren in Hoyerswerda. In ihrem schriftstellerischen Werk setzte sie sich nicht nur mit den Utopien des Sozialismus auseinander, sondern auch mit städtebaulichen Fragen.

    IRGENDWER
 Deutschland, 2017 | 15 min | Spielfilm | Regie: Marco Gadge
Deutschland am Ende des 2. Weltkrieges. Die Rote Armee kämpft in den Straßen der Stadt um jeden Meter. Greta und ihre Familie verstecken sich
in einem Keller und hoffen auf Gnade. Doch Gretas Vater ahnt, dass die Sowjets sich furchtbar rächen werden.

    GESTERN GIBT ES NICHT
 Deutschland, 2017 | 10 min | Spielfilm | Regie: Meike Wüstenberg
Um sich wieder mit seiner Mutter verbunden zu fühlen, muss sich Anton nicht nur mit ihrer Krankheit, sondern auch mit dem Rest ihres Erinnerungsvermögens auseinandersetzen. Seine Mutter muss sich den Rollenwechsel eingestehen und Hilfe annehmen.

    OH BROTHER OCTOPUS 
Deutschland, 2017 | 27 min | Dokumentarfilm | Regie: Florian Kunert
Die Seenomaden Indonesiens glauben, dass es mit jedem Neugeborenen einen Zwillingsbruder in Form eines Tinten sches gibt. Rituale werden durchgeführt, um den Bruder im Wasser zu besänftigen und Unglücksfälle zu verhindern. Jakarta wird als apokalyptische Rache des Oktopus dargestellt.

    BEI NACHT ERWACHT 
Deutschland, 2017 | 5 min | Animationsfilm | Regie: Falk Schuster
Nachts, wenn alles schläft, erwacht im Kinderzimmer eine fabelhafte, einzigartige Erlebniswelt.
  • Initiative film.land.sachsen in alternativen Abspielorten jenseits der Großstädte gestartet


    Pressemitteilung vom 09.07.2019

    Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Besondere Filme benötigen nicht unbedingt ein Kino“ Sachsens neues Filmkulturprojekt „film.land.sachsen“ ist heute mit einer Auftaktvorführung in Hoyerswerda gestartet. Die vom Kunstministerium geförderte und vom Filmverband Sachsen organisierte Filminitiative zeigt an alternativen Abspielorten im ländlichen Raum Streifen der fünf sächsischen Filmfestivals, der AG Kurzfilm, der AG Animationsfilm, der Cinematheque Leipzig und des Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF). Das Projekt „film.land.sachsen“ hat sich zum Ziel gesetzt, bisher selten gezeigte Streifen zu den Kinofreunden jenseits der Großstädte zu bringen. Das Projekt wird in diesem Jahr mit rund 70.000 Euro und im kommenden Jahr mit mehr als 100.000 Euro gefördert. „Jedes Jahr werden ausgezeichnete Filme während der fünf Filmfestivals in Sachsen gezeigt. Bisher leider oft nur ein einziges Mal. Mit dem Projekt „film.land.sachsen“ kommen nun die Kinofreunde im ganzen Land in den Genuss dieser besonderen Streifen. Ob Open Air, in Bibliotheken, Kulturhäusern oder anderswo – besonders reizvoll ist die Tatsache, dass die Filme zumeist nicht in Kinos, sondern an alternativen Spielorten gezeigt werden und sich eine Diskussion zwischen Autoren, Filmemachern und Filmfreunden anschließen kann“, erklärt Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie ergänzt: „Es ist für mich unerlässlich, die Dichte von kulturellen Angeboten auch außerhalb von Dresden, Chemnitz und Leipzig zu erhöhen, wenn wir tatsächlich gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land erreichen wollen. Deshalb fördern wir neben den bestehenden Kultureinrichtungen und der Filmtournee auch seit zwei Jahren Mobilitätsprojekte, die Kinder und Jugendliche in die Theater, Museen, Bibliotheken und Kulturhäuser bringen. “ Joachim Günther (Vorstandsvorsitzender des Filmverband Sachsen e.V.): „Wir sind überzeugt, dass die Förderung, Entwicklung sowie Stärkung der Filmkultur und auch des Filmschaffens im Freistaat Sachsen nur gelingen kann, wenn sie sich auf alle Lebensweisen und Regionen in Sachsen erstreckt. Daraus ergibt sich für uns ausdrücklich die Aufgabe der Stärkung der Filmkultur und des Filmschaffens auch und vor allem in den Regionen jenseits der Metropolen.“ Das Programm soll das Engagement von Kulturakteuren vor Ort stärken und sie mit den Akteuren von Institutionen der Filmkultur vernetzen. Für das operative Geschäft wurde mit der Förderung des Kunstministeriums beim Filmverband eine Koordinierungsstelle geschaffen. Als weitere Spielorte stehen in diesem Sommer und im kommenden Herbst bereits Kamenz, Bautzen, Boxberg, Neustadt, Torgau, Hainichen und Weißwasser fest. „Film.land.sachsen“ wird gezielt die Programme sächsischer Festivals und die Produktionen sächsischer Filmemacher verbreiten. Dafür hat der Filmverband mit den Sächsischen Filmfestivals & -initiativen, wie der AG Animationsfilm, AG Kurzfilm, Cinematheque Leipzig, DIAF, DOK Leipzig, Filmfest Dresden, kurzsuechtig, Neiße Filmfestival, Schlingel Festival, ein besonderes Programm zusammengestellt. Die kulturelle Filmförderung gehört zu den Schwerpunkten der Kunstförderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Diese wird im Jahr 2019 erneut aufgestockt auf eine Fördersumme von insgesamt mehr als 2,3 Millionen Euro. Hinzu kommen die Projektförderung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Instrumente der wirtschaftlichen Filmförderung und die Förderung durch die Mitteldeutsche Medienförderung GmbH. Enthalten sind in der Förderung auch fünf Preise des Kunstministeriums, darunter der Filmförderpreis der Kunstministerin. Das Preisgeld von zwanzigtausend Euro trägt dazu bei, das Filmfest Dresden zu einem der höchstdotieren Kurzfilmfestivals in Europa zu machen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.