Bildgespräche#6: Genrefilm

Alle guten Dinge sind drei: Nachdem die Bildgespräche#6 pandemiebedingt zweimal verschoben werden mussten, finden sie nun endlich vom 27.05.-29.05.2022 in der Kulturfabrik Meda in Mittelherwigsdorf statt. Der Workshop wird für Filmemacher:innen (Autor:innen, Regisseur:innen, Produzent:innen,… ) empfohlen.

Aktuell gibt es noch 2 freie Plätze, die Anmeldung erfolgt per Mail an

Die Bildgespräche drehen sich dieses mal um das Thema „Wovor haben wir eigentlich Angst? – Genre-Filmemachen in Deutschland“

 
Genrefilme in und aus Deutschland gehörten bis vor Kurzem nicht zum deutschen Produktionsalltag. Von den Hochschulen ignoriert, von den Förderungen gemieden und von den Sendern kategorisch abgelehnt führten sie im Nachwuchs und No-Budget-Bereich ein Nischendasein.
Nun treten sie aus dem Schatten ihrer Nischen hervor: Die Genrefilmemacher:innen revolutionieren die deutsche Filmbranche.

Ein Generationenwechsel.

Der Workshop widmet sich dem in Deutschland zwar erfundenen, aber Jahrzehnte vergessenen Handwerk „das Publikum das Gruseln zu lehren“. Dabei beschäftigen wir uns primär mit den erzählerischen Möglichkeiten des HORROR-Films – werden aber auch auf Action, Thriller, Sci-Fi, Fantasy… sprich: die gesamte Bandbreite der fantastischen Genres zu sprechen kommen.

Dabei werden wir u.a. in kleinen Gruppen in einem Planspiel unseren eigenen ‚deutschen‘ Genrefilm entwickeln – von der Idee zur Präsentation, über die Finanzierung und künstlerische Umsetzung, bis hin zu Möglichkeiten der Auswertung werden wir sämtliche Entwicklungsschritte einer in Deutschland hergestellten Genreproduktion durchspielen.

Der Fokus wird dabei zunächst auf der Entwicklung und künstlerischen Gestaltung des Stoffes liegen: warum wollen wir einen Horror- bzw. ‚Genrefilm‘ drehen? Welche erzählerischen Möglichkeiten bieten uns dessen Konventionen, wie gehen wir mit der Erwartungshaltung und der Schaulust des Publikums um? Was können wir auf dem Spielfeld der Fantastik zum Ausdruck bringen, das uns in den ’seriöseren‘ Genres verwehrt bleibt? Welche Möglichkeiten haben wir, innerhalb des Genre-Erzählens unsere eigene Handschrift und unseren eigenen, spezifischen Blick auf die Welt zu formulieren?

Darüber hinaus aber auch: wer sind die möglichen Zielgruppen für unsere Filme, national wie international – und wie erreichen wir sie? Wie sehen die Produktionsrealitäten aus, und wie verändern sie sich in Zeiten von Netflix & Co?

ZEITPLAN

Tag 1
Vorstellung Dozent – Werdegang

Genrefilm – Versuch der Definition eines unscharfen Begriffes:
GENREFILM als gebräuchlicher Überbegriff für alle Unterarten des fantastischen Films (Horror, SciFi, Fantasy, Thriller, Action…)

Einfluss des Genrefilms – international
Einfluss des Genrefilms – national

Filmausschnitte/-beispiele – mitgebracht sowohl vom Dozenten als auch den Teilnehmenden:
Momente, Szenen oder Sequenzen aus Filmen, die uns in Bezug auf das Genre beeindrucken oder inspirieren (nicht länger als 5 – 7 Minuten pro Person)

Am Abend Filmscreening und anschließende Analyse.

Tag 2
Planspiel – Wir entwickeln einen Genrefilm:
Wovor haben wir eigentlich Angst?
Affektgetriebenes Erzählen
Die Sprache des Genres
Logline und Pitch als Werkzeug, die eigene Idee zu fokussieren – und zu verkaufen
Dem Fantastischen eine Gestalt geben – Umsetzung mit oftmals limitierten Mitteln
Wer soll das alles sehen? Festivals, Märkte, Streamer

(Auf Basis meiner eigenen Erfahrungen, sowohl als Autor und Regisseur unabhängiger Horrorfilme als auch als Autor ‚großer‘ Streamingserien, werde ich den Teilnehmenden beratend zur Seite stehen)

Am Nachmittag – Pitchvorbereitung

Am Abend – alle Teams präsentieren ihre Projekte

Tag 3
Zusammenfassung, Fragen und Ausblick:
Weitere Entwicklung, kreative Partnerschaften, Finanzierungsmöglichkeiten & Sender
Auswertung des Seminars & Adressenaustausch

 

ORT
Die Kulturfabrik Meda wurde 1907 als Teigwarenfabrik im damaligen Ort Scheibe bei Mittelherwigsdorf direkt an der Bahnlinie Zittau-Dresden in einer für diese Zeiten typischen Gründerzeitarchitektur errichtet.
Zum Abriss vorgesehen, rettete die Familie Bretschneider das denkmalgeschützte Gebäude durch die Beantragung der Rückübertragung, des ihnen 1972 durch die DDR-Regierung enteigneten Privatbesitzes.
Im August 1995 verkaufte Familie Bretschneider Grundstück und Gebäude an Thomas Pilz, der es vor dem weiteren Verfall sicherte und fortan begann zusammen mit Veronika Kirchmaier ein gemeinschaftliches Wohn- und Kulturprojekt aufzubauen.
Durch die architektonische Verbindung von Wohn- und Produktionsstätte war die MEDA immer ein Ort des Lebens und des Arbeitens.

DOZENT Till Kleinert
1980 geboren, aufgewachsen in Ost-Berlin. Zeichnet Comics, dreht als Jugendlicher mit Freunden Knetanimationsfilme. Nach dem Abitur Regiehospitant an der Volksbühne, Currywurstverkäufer am Wittenbergplatz. Im Verlauf des Regiestudiums an der dffb entstehen mehrere preisgekrönte Kurzfilme, u.a. der 2009 mit der Goldenen Lola ausgezeichnete KOKON.
Sein Abschlussfilm DER SAMURAI feiert 2014 auf der Berlinale seine Uraufführung, wird auf mehr als 100 internationalen Festivals gespielt und gewinnt unter anderem den Méliès d’Argent als Bester Europäischer Fantastischer Film. Danach gemeinsam mit Anna Stoeva Schöpfer und Headautor der Sky-Serie HAUSEN.

Neben der Entwicklung mehrerer neuer Serien bereitet Till momentan seinen nächsten Spielfilm vor, einen musikalischen Thriller, der in der Welt der Popstar-Castingshows spielt.

FILMOGRAPHIE (AUSWAHL)

2008 – COWBOY (Iris Prize – Bester LGBTQ-Kurzfilm des Jahres 2008)
2009 – KOKON (Deutscher Kurzfilmpreis in Gold 2009)
2014 – DER SAMURAI
2017 – GIRL CAVE (Funk-Serie, Regie)
2020 – HAUSEN (Sky-Serie, Schöpfer & Headautor gemeinsam mit Anna Stoeva)
2022 – TURN ON THE BRIGHT LIGHTS (AT)

IDEE
Wie mit jedem Bildgespräche-Workshop verfolgen wir aktiv das Ziel, dass sich die Teilnehmerinnen am Ende des Wochenendes für kreative Schritte in der Zukunft finden und die Basis für eine vernetzte, lebendige Filmwirtschaft gestärkt wird. Bildgespräche ist ein theoretischer Workshop, der sich auf eine gemeinsame Entwicklung von szenischen Projekten und den notwendigen Diskurs konzentriert. Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln wird vermieden, um Utopie und Fantasie nicht zu behindern.

 

Filmverband Sachsen @FilmfestDD

Am Mittwoch, den 6. April ab 16:30 Uhr lädt der Filmverband Sachsen gemeinsam mit dem Sorbisch-Deutschen Filmnetzwerk Łužycafilm im Rahmen des FILMFEST DRESDEN zum Filmstammtisch mit Getränken und Live-Musik ins Lingnerschloss ein (Eintritt frei).

Der Abend widmet sich dem Filmschaffen in der Lausitz sowie dem Programm zur Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen (SAVE). In Anwesenheit der Filmschaffenden werden im Clubkino ausgewählte Kurzfilme und Musikvideos aus der Lausitz gezeigt und besprochen. Anschließend gibt es die Möglichkeit, sich bei Getränken und musikalischer Begleitung auszutauschen und zu vernetzen, bevor zum Abschluss der Veranstaltung „Bewegte Geschichte(n), Filme aus dem Tanzarchiv Leipzig“ aus dem SAVE Programm gezeigt werden.

 

Programm

16:30 Uhr: „Kurze Lausitzer“ – Kurzfilme & Musikvideos aus der Lausitz


    • „Juraj Kubánka – Die Zärtlichkeit des Steins“ | Hellmuth Henneberg & Reiner Nagel | D, 2019 | 29 Min
    • „Eine Geste, ein Hauch, ein Kosmos – Der Komponist Juro Mětšk” | Roman Pernack & Martin Zawadzki | D, 2018 | 30 Min
    • Musikvideo: „Mróčele“ | kolektiw klanki | D, 2021 | 5 Min
    • Musikvideo: „Swojowola“ | Hara Crash | D, 2022 | 4 Min
    • „friedenkriegen – z wójny jědu“ | Maja Nagel & Julius Günzel | D, 2017 | 7 Min
18:00 Uhr: Empfang & Live-Musik, Tomasz Nawka & Steffen Kostorz

19:00 Uhr: SAVE * Clubkino Lingnerschloss

 

Da die Anzahl der Teilnehmenden für den Filmstammtisch limitiert ist, bitten wir um Anmeldung über

Präsentiert vom Filmverband Sachsen, von Filmachse und Łužycafilm – Sorbisch-Deutsches Filmnetzwerk

Mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

 

FILMWINTER SACHSEN 2022

„Filmfestivals in Sachsen zwischen internationalem Anspruch und regionaler Verbundenheit“

Wir freuen uns sehr, beim diesjährigen Filmwinter am 17. März im Lingnerschloss in Dresden endlich wieder live und in Farbe zusammenzukommen und uns austauschen zu können!

In diesem Jahr werfen wir einen Blick in die hiesige Festivallandschaft und einen für Filmfestivals immerwährenden Spagat: die richtige Balance zu finden zwischen Internationalität und Regionalität. Einerseits leben die Festivals von ihren regionalen Förderern und Publikum, andererseits gilt es, auch im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben im Kampf um Fördergelder, Premieren & Fachpublikum. Hinzu kommt der Ruf nach mehr Diversität, Geschlechtergerechtigkeit und Sensibilität für aktuelle gesellschaftspolitische Themen.

Darüber hinaus stellt sich jedoch auch die Frage, welche Verantwortung tragen die hier ansässigen Festivals eigentlich für die Filmbranche in Sachsen? Sollten sie nicht auch ein Schaufenster sein für die Arbeit den Filmschaffenden vor Ort?

Den vielen unterschiedlichen Ansprüchen an ihre Programme gerecht zu werden, ist eine große Herausforderung für alle Festivalmacher:innen. Wir möchten mit Mike Brandin (Kurzsuechtig), Sylke Gottlebe (Filmfest Dresden), Ola Staszel (Neisse Filmfestival) und Christoph Terhechte (DOK Leipzig) über die Bewältigung dieses Balanceakts sprechen und anschließend mit dem Publikum darüber diskutieren, wie Festivals die lokale Filmbranche noch besser unterstützen können.

Der Filmwinter findet als 2G plus Veranstaltung statt (Auffrischungsimpfung oder vollständig geimpft/genesen + tagesaktueller Test) und die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Wir bitten daher um vorherige Anmeldung. Zur Anmeldung

Für alle, die an der Präsenzveranstaltung vor Ort nicht teilnehmen möchten oder können, gibt es außerdem einen Livestream:

Zum Livestream

FILMSOMMER SACHSEN 2021

Am Donnerstag, den 2. September 2021 luden wir Medienschaffende und -interessierte wieder ein mal zum FILMSOMMER SACHSEN 2021 ein. Ziel unserer Netzwerkveranstaltung war es, mit Vertretern und Vertreterinnen der Kultur- und Medienpolitik, Förderung, Festivals, Kinos, Produktionen und Filmdienstleistungen über kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen in Sachsen und Mitteldeutschland ins Gespräch zu kommen.
 
Auch dieses Jahr boten wir via Livestream wieder die Möglichkeit, den Fachpanels von anderenorts zu folgen. 
 
 
 
Programm
 
11:30 Uhr         Einlass // Mittagessen
 
12:15 Uhr         Eröffnung
 
12:30 Uhr         Impuls des Präsidenten der SLM Prof. Dr. Markus Heinker LL.M
 
12:45 Uhr         Fachpanel „Kino als Ort“

Matthias Ditscherlein, Programm film.land.sachsen
Thomas Erler, Kinopolis in Freiberg
Oliver Gibtner-Weidlich, Schulkinowochen Sachsen
Benjamin Leers, Produzent „Heimatkino“, Verleiher

Moderator: Lars Tunçay, Journalist
 
anschließend   Creative Europe MEDIA-Fördernews
 
14:30 Uhr         Pause // Coffee’n’Sweets   
 
15:30 Uhr         Panel „Sachsens Fachkräfte“

Lisa Havenstein, TP2 Talentpool
Sebastian Riedel, Sächsische Filmakademie Görlitz
Erik Schiesko, SommerFilmAkademie Lausitz
Franziska Wellner, Gründerinitiative MEDIAstart
Carsten Möller, Hochschule für Grafik und Buchkunst 
 
Moderatorin: Vera Linß, Journalistin
 
16:45 Uhr         Fishbowl: „Das Filmland Sachsen“

Klaus Brinkbäumer, Programmdirektor des MDR in Leipzig
Peter Dinges, Vorstand der Filmförderungsanstalt (FFA)
Dr. Wolf Osthaus, Director Public Policy von Netflix
Dirk Panter, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag
Oliver Schenk, Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien & Chef der Staatskanzlei
Joachim Günther, 1. Vorsitzender Filmverband Sachsen

Moderatorin: Vera Linß, Journalistin


18:15 Uhr         Ausklang mit den Filmstammtischen der FILMACHSE bei BBQ & Bar
 
21:00 Uhr         Ende der Veranstaltung
 
 
In Kooperation mit der Mitteldeutschen Medienförderung und dem Creative Europe Desk Berlin-Brandenburg.
Der Filmverband Sachsen e.V. wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Der Filmverband Sachsen e.V. wird gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Stadt Dresden.
 
 

Filmverband Sachsen @FILMFEST DRESDEN

Der Abend des 14.07.2021 widmet sich ganz dem sächsischen Filmschaffen: Ab 17:00 Uhr lädt der Filmverband Sachsen gemeinsam mit dem sorbisch-deutschen Filmnetzwerk Łužycafilm im Rahmen des FILMFEST DRESDEN zum Filmstammtisch ins Lingnerschloss ein (Eintritt frei). In Anwesenheit der Filmemacher und Filmemacherinnen sind im Clubkino ausgewählte Kurzfilme aus der Lausitz zu sehen. Im Anschluss daran lädt der Filmverband Sachsen zu sommerlichen Getränken auf die Schlossterrasse.

Ab 19:30 Uhr werden im Clubkino historische Filmschätze aus dem Landesprogramm „Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen“ (SAVE) und der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg präsentiert, live vertont von der Sounddesignerin Denise Frey.

Tickets für das Filmprogramm um 19:30 Uhr sind im Vorverkauf über das FILMFEST DRESDEN oder vor Ort an der Abendkasse erhältlich. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt gewiss noch geltenden Hygienemaßnahmen weisen wir auf die begrenzte Platzanzahl hin und empfehlen eine rechtzeitige Ticketbuchung. Anmeldung für den Stammtisch per Mail an:

post[at]filmachse.de

 

Programm

17:00 Uhr: Kurzfilmprogramm „Kurze Lausitzer“

Moderation: Cosima Stracke-Nawka, präsentiert vom Filmverband Sachsen und dem sorbisch-deutschen Filmnetzwerk Łužycafilm) in Anwesenheit der Filmemacher:

„Zmij“ (Regie: Angela Schuster, 2016, 14 min)

„LAND.LEBEN. LAND.LIEBEN.“ (Regie: Sinziana Schönfelder, René Beder, 2017, 8:45 min)

„Ankunft“ (Regie: Falk Hoysack, 2018, 5 min)

„Traum, Taucher zu sein“ (Regie: Laura Maria Hänsel, Erik Schiesko, 2013, 5 min)

„Jajo“ (Regie: Nora Wendt, 2020, 20 min)

18:30 Uhr: Apéro léger auf der sommerlichen Schlossterrasse

19:30 Uhr: „Hüben wie drüben. Der private Blick in Filmen von 1952 bis 1977 aus Sachsen und Baden-Württemberg“

Historisches Filmprogramm aus dem Landesprogramm „Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen“ (SAVE) und der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg – mit Live-Vertonung von Denise Frey, moderiert von Anna Leippe und Christoph Bauer:

„Putti“ (DDR 1952, Fiktion, Stummfilm, Regie: Manfred Gussmann, 14:49 min)

„Das Schweizer Kaffele“ (BRD 1956, Fiktion, Stummfilm, Regie: Helmut Böhringer, 8:04 min)

„Großstadtmenschen“ (BRD 1958, Dok.film, Stummfilm, Regie: Rainer Fritz, Ulrich Heinz, Roland di Centa, Helmut Wilberg, 19:03 min)

„Der Tänzer-Wettstreit“ (DDR 1957, Fiktion, 4:49 min)

„Kriminal-Tango“ (BRD 1960, Fiktion, Regie: Walther Herbstreuth, Marta Herbstreuth; 4:10 min)

„Konzertreise 1977 BRD (Teil 1)“ (DDR 1977, Dok.film, 12.45 min)

Unterstützt von der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg.

 

Veranstaltungsort: Lingnerschloss, Bautzner Str. 132, 01099 Dresden

Łužycafilm | Sorbisch-Deutsches Filmnetzwerk   

SAVE | SLUB

FILMFEST DRESDEN 

 

Pitch It!

Workshop für professionelle Projektpräsentation für Produzenten und Autoren


In einem Pitch ist neben einer klaren, gut strukturierten Präsentation, die mit Leidenschaft aus „vollem Herzen“ kommen sollte, sehr wichtig, die gedankliche, intellektuelle Haltung des Filmemachers zu erkennen. Nur so wird ein Künstler mit seiner ganz eigenen Handschrift erkennbar.

Um diese zu erkennen und zu formulieren gilt es einige Hindernisse und Hemmungen aus dem Weg zu räumen, um so der Entfaltung der kreativen Persönlichkeit unterstützend beizustehen.

Der Workshop gibt den maximal 8 Teilnehmerinnen während des 2 Tage-Seminars die Möglichkeit, ihre Erfahrungen über Pitching- und Präsentationsgespräche mitzuteilen und evtl. Defizite zu erkennen und zu beseitigen.

In praktischen Übungen mit der Gruppe und der Trainerin werden die individuellen Ressourcen und Kompetenzen der Teilnehmer herausgearbeitet und erfolgreich verbessert. Trainiert werden wort- und körpersprachliche Fertigkeiten sowie effektive Kommunikationstechniken.

Tag 1
Vorstellungsrunde inklusive einer kurzen Projektvorstellung
Abfrage der Bedürfnisse und Erwartungen
Theorievortrag „Pitch It – Damit der Funke überspringt“

Erste Übungen anhand eines fremden Projekts
Laufendes Feedback, Theorievertiefung, Beispiele zu den einzelnen Übungen, Filmbeispiel aus der Praxis

Tag 2
Fortführung von Übungsblock Tag 1 und intensive Arbeit am eigenen Projekt/mit diversen Übungspitchen
(je nach Teilnehmerinnenzahl inklusive Videoaufzeichnung und Analyse)
Zusammenführung der Erfahrung
Rückmeldung und „Selbst-Verpflichtung“ über die nächsten eigenverantwortlichen Arbeits- und Verbesserungsschritte

Vorbereitung für Teilnehmerinnen (erst nach Zusage des Seminarplatzes):
– 4 verschiedene Synopsen mit 450, 300, 150 und 75 Worten
– Motivationsschreiben:
a) zum Projekt: Warum mache ich dieses Projekt und worum geht es dabei thematisch?
b) Warum mache ich diesen Workshop und was erwarte ich mir davon?

WANN 9. und 10. Juli 2021
WO Hafenkombinat, Plautstraße 27-29, Leipzig
Teilnehmergebühr 180,00 € | Für Mitglieder des Filmverbandes 130,00 €

Sibylle Kurz (Dozentin), Jahrgang 1958, arbeitet seit 1994 als freiberufliche Kommunikationstrainerin und -Coach im audiovisuellen Medienbereich für sämtlichen Gewerke. Sie lehrt an namhaften in- und ausländischen Universitäten, Filmschulen und -Akademien „Die Kunst des Pitching – professionelle Projektpräsentation für Medienschaffende“. Daneben hält sie Workshops im Kunst- und Kulturbereich, für Buchverlage, Visual Artists, Architekten, Musiker et al.. Kurz: für alle jene, die ihre Ideen/Konzepte erarbeiten, finanzieren und veröffentlichen wollen. Ihre intensiven Workshops helfen den Teilnehmern ihre Projekte zu strukturieren, marktgerecht aufzubereiten und fokussiert wie leidenschaftlich zu präsentieren.



Anmeldung

 

Filmwinter Sachsen 2021

Hello Development oder Development Hell?

Stoffentwicklung in Sachsen

 

Stoffentwicklung steht zunehmend im Fokus: Autor:innen erheben seit einigen Jahren hörbar ihre Stimmen. Sie fordern und bekommen mehr Mitsprache, zunehmend auch größere Anerkennung. In der Branche sind Schlagworte wie Writers Rooms, Showrunner, Schöpfer und Urheberrecht derzeit in aller Munde, und auch in Corona-Zeiten werden zahlreiche Spielfilme und Serien entwickelt.

Aber wie sieht Stoffentwicklung im kreativen und wirtschaftlichen Alltag aus – vor allem im sächsischen Raum? Wie wirken sich die jüngsten globalen Veränderungen lokal aus?

In einem Werkstattgespräch teilen drei Gäste ihre Blickwinkel auf das Thema Stoffentwicklung und ihre vielfältigen Branchenerfahrungen mit uns:

Die Leipziger Drehbuchautorin Nadine Gottmann begeisterte 2016 mit ihrem Kinodebüt, dem Sci-Fi-Mystery-Drama „Wir sind die Flut“. Seitdem etabliert sie sich als vielseitige und gut vernetzte Autorin, schreibt Fernsehfilme wie „Karla, Rosalie und das Loch in der Wand“ (ARD) und arbeitet an neuen Genre-Stoffen fürs Kino. Die Streaming-Serie „Hello“ soll im Herbst 2021 in Dreh gehen.

Meike Götz, Spielfilm- und Serienredakteurin beim Mitteldeutschen Rundfunk, ist unter anderem verantwortlich für hochkarätige TV-Filme („Oktoberfest“, der im Mai kommende Hallenser Polizeiruf), die Online-Only-Serie „2 Minuten“, die Reihe Debüt im Ersten („Herbert“, „Das Mädchen mit den goldenen Händen“) sowie prämierte Arthouse-Kinofilme wie „In den Gängen“.

Pauline Striebeck kennt die deutsche und internationale Filmbranche hervorragend. Die Einschätzung der Potenziale von Projekten gehört für sie zum Alltag, denn für den erfolgreichen Independent-Verleih Wild Bunch Germany ist sie im Einkauf, Verkauf und der Koproduktion von Filmen tätig.

Wir begrüßen unsere Gäste Live im Mediencampus Villa Ida in Leipzig. Die Veranstaltung wird moderiert von Roman Klink.

Via Zoom wird das Werkstattgespräch als Videokonferenz übertragen. In einem Chat können Sie Ihre Fragen und Anmerkungen  äußern, die wir im Anschluss gerne in die Gästerunde geben.

Veranstaltungsbeginn: 10:30 Uhr (bis 12:30 Uhr). Die Teilnahme erfolgt über folgenden Link: https://zoom.us/j/95610265678?pwd=RWJhR3J5V1FuU3RteXVsS1lyeEtsQT09
Meeting-ID: 956 1026 5678
Kenncode: 088236

 

 

ŁUŽYCAFILM | Sorbisch-Deutsches Filmnetzwerk

Das ŁUŽYCAFILM I Sorbisch-deutsche Filmnetzwerk wurde 2015 im Rahmen des FilmFestivals Cottbus ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Lausitzer Filmschaffenden in Brandenburg und Sachsen zu vernetzen und die regionale Branche weiter zu professionalisieren und sichtbar zu machen. Seitdem finden jährlich zwei Netzwerktreffen jeweils im Rahmen des Neiße Filmfestivals sowie des FilmFestivals Cottbus statt.

Website des Netzwerks Lausitzer Filmschaffender



Ansprechpartnerin
beim FILMVERBAND SACHSEN
Jana Endruschat
j.endruschat[at]filmverband-sachsen.de

Ansprechpartner
bei ŁUŽYCAFILM
Erik Schiesko
info[at]luzyca-film.de

11. Netzwerktreffen des Sorbisch-deutschen Filmnetzwerks ŁUŽYCAFILM im Rahmen des FilmFestival Cottbus

 

Zum bereits 11. Mal trifft sich die Lausitzer Filmszene für den gegenseitigen Austausch. Bis zum 28. Oktober können sich Interessierte per Mail an mit Namen und Kontaktdaten anmelden. Das Treffen wird teilweise vor Ort und parallel Online stattfinden. Alle ausführlichen Informationen sind auf http://luzyca-film.de/5jahreluzycafilm/ zu finden.

Veranstaltet von: der Stiftung für das sorbische Volk / Załožba za serbski lud in Kooperation mit dem Filmverband Sachsen e.V. und dem FilmFestival Cottbus sowie in Zusammenarbeit mit dem Neiße Filmfestival

Lausitz - Wir gestalten Kultur

Filmsommer Sachsen 2020

Am Donnerstag, den 27. August 2020 luden wir in begrenzter Anzahl von 80 Teilnehmer*innen und unter Hygieneauflagen Medienschaffende und -interessierte herzlich zum FILMSOMMER SACHSEN ein.
Wir brachten sie vor Ort mit Vertreter*innen der Kultur- und Medienpolitik, Förderung, Festivals, Kinos, Produktionen und Filmdienstleistungen zusammen, um neueste Entwicklungen zu besprechen und um sich untereinander auszutauschen. Per Livestream konnte die Veranstaltung außerdem auch von der heimischen Wohnzimmercouch oder vom anderen Ende der Welt aus mitverfolgt und im Live-Chat Fragen gesetellt werden.

Mit unseren Fishbowl-Gästen und weiteren Panelisten kamen wir über kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen in Sachsen und Mitteldeutschland – nicht zuletzt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie – ins Gespräch. Vor allem aber standen die aktuellen Entwicklungen im Lande wie die geplante Filmakademie in Görlitz, die neue Agentur ida, aber auch die Gründerinitiative MEDIAstart der Mitteldeutschen Medienförderung im Mittelpunkt des Netzwerktages.

Die spannenden Gespräche und Diskussionsrunden können Sie/könnt ihr hier noch einmal nachträglich miterleben bzw. Revue passieren lassen:

Um einzelne Programmpunkt im Videomitschnitt anwählen zu können, bitte das Video direkt über YouTube anschauen.

Bildgespräche#6 : Wovor haben wir eigentlich Angst? – Genre-Filmemachen in Deutschland

 
Genrefilme in und aus Deutschland gehörten bis vor Kurzem nicht zum deutschen Produktionsalltag. Von den Hochschulen ignoriert, von den Förderungen gemieden und von den Sendern kategorisch abgelehnt führten sie im Nachwuchs und No-Budget-Bereich ein Nischendasein.

Nun treten sie aus dem Schatten ihrer Nischen hervor: Die Genrefilmemacher:innen revolutionieren die deutsche Filmbranche.

Ein Generationenwechsel.

Der Workshop widmet sich dem in Deutschland zwar erfundenen, aber Jahrzehnte vergessenen Handwerk „das Publikum das Gruseln zu lehren“. Dabei beschäftigen wir uns primär mit den erzählerischen Möglichkeiten des HORROR-Films – werden aber auch auf Action, Thriller, Sci-Fi, Fantasy… sprich: die gesamte Bandbreite der fantastischen Genres zu sprechen kommen.

Dabei werden wir u.a. in kleinen Gruppen in einem Planspiel unseren eigenen ‚deutschen‘ Genrefilm entwickeln – von der Idee zur Präsentation, über die Finanzierung und künstlerische Umsetzung, bis hin zu Möglichkeiten der Auswertung werden wir sämtliche Entwicklungsschritte einer in Deutschland hergestellten Genreproduktion durchspielen.

Der Fokus wird dabei zunächst auf der Entwicklung und künstlerischen Gestaltung des Stoffes liegen: warum wollen wir einen Horror- bzw. ‚Genrefilm‘ drehen? Welche erzählerischen Möglichkeiten bieten uns dessen Konventionen, wie gehen wir mit der Erwartungshaltung und der Schaulust des Publikums um? Was können wir auf dem Spielfeld der Fantastik zum Ausdruck bringen, das uns in den ’seriöseren‘ Genres verwehrt bleibt? Welche Möglichkeiten haben wir, innerhalb des Genre-Erzählens unsere eigene Handschrift und unseren eigenen, spezifischen Blick auf die Welt zu formulieren?

Darüber hinaus aber auch: wer sind die möglichen Zielgruppen für unsere Filme, national wie international – und wie erreichen wir sie? Wie sehen die Produktionsrealitäten aus, und wie verändern sie sich in Zeiten von Netflix & Co?

ZEITPLAN

Tag 1
Vorstellung Dozent – Werdegang

Genrefilm – Versuch der Definition eines unscharfen Begriffes:
GENREFILM als gebräuchlicher Überbegriff für alle Unterarten des fantastischen Films (Horror, SciFi, Fantasy, Thriller, Action…)

Einfluss des Genrefilms – international
Einfluss des Genrefilms – national

Filmausschnitte/-beispiele – mitgebracht sowohl vom Dozenten als auch den Teilnehmenden:
Momente, Szenen oder Sequenzen aus Filmen, die uns in Bezug auf das Genre beeindrucken oder inspirieren (nicht länger als 5 – 7 Minuten pro Person)

Am Abend Filmscreening und anschließende Analyse.

Tag 2
Planspiel – Wir entwickeln einen Genrefilm:
Wovor haben wir eigentlich Angst?
Affektgetriebenes Erzählen
Die Sprache des Genres
Logline und Pitch als Werkzeug, die eigene Idee zu fokussieren – und zu verkaufen
Dem Fantastischen eine Gestalt geben – Umsetzung mit oftmals limitierten Mitteln
Wer soll das alles sehen? Festivals, Märkte, Streamer

(Auf Basis meiner eigenen Erfahrungen, sowohl als Autor und Regisseur unabhängiger Horrorfilme als auch als Autor ‚großer‘ Streamingserien, werde ich den Teilnehmenden beratend zur Seite stehen)

Am Nachmittag – Pitchvorbereitung

Am Abend – alle Teams präsentieren ihre Projekte

Tag 3
Zusammenfassung, Fragen und Ausblick:
Weitere Entwicklung, kreative Partnerschaften, Finanzierungsmöglichkeiten & Sender
Auswertung des Seminars & Adressenaustausch

Der Workshop wird für Filmemacher:innen (Autor:innen, Regisseur:innen, Produzent:innen, Cinematographer) empfohlen.

Die Anmeldung zum Workshop erfolgt über den Button in der Sidebox (siehe rechts)

ORT
Die Kulturfabrik Meda wurde 1907 als Teigwarenfabrik im damaligen Ort Scheibe bei Mittelherwigsdorf direkt an der Bahnlinie Zittau-Dresden in einer für diese Zeiten typischen Gründerzeitarchitektur errichtet.
Zum Abriss vorgesehen, rettete die Familie Bretschneider das denkmalgeschützte Gebäude durch die Beantragung der Rückübertragung, des ihnen 1972 durch die DDR-Regierung enteigneten Privatbesitzes.
Im August 1995 verkaufte Familie Bretschneider Grundstück und Gebäude an Thomas Pilz, der es vor dem weiteren Verfall sicherte und fortan begann zusammen mit Veronika Kirchmaier ein gemeinschaftliches Wohn- und Kulturprojekt aufzubauen.
Durch die architektonische Verbindung von Wohn- und Produktionsstätte war die MEDA immer ein Ort des Lebens und des Arbeitens.

DOZENT Till Kleinert
1980 geboren, aufgewachsen in Ost-Berlin. Zeichnet Comics, dreht als Jugendlicher mit Freunden Knetanimationsfilme. Nach dem Abitur Regiehospitant an der Volksbühne, Currywurstverkäufer am Wittenbergplatz. Im Verlauf des Regiestudiums an der dffb entstehen mehrere preisgekrönte Kurzfilme, u.a. der 2009 mit der Goldenen Lola ausgezeichnete KOKON.
Sein Abschlussfilm DER SAMURAI feiert 2014 auf der Berlinale seine Uraufführung, wird auf mehr als 100 internationalen Festivals gespielt und gewinnt unter anderem den Méliès d’Argent als Bester Europäischer Fantastischer Film. Danach gemeinsam mit Anna Stoeva Schöpfer und Headautor der Sky-Serie HAUSEN.

Neben der Entwicklung mehrerer neuer Serien bereitet Till momentan seinen nächsten Spielfilm vor, einen musikalischen Thriller, der in der Welt der Popstar-Castingshows spielt.

FILMOGRAPHIE (AUSWAHL)

2008 – COWBOY (Iris Prize – Bester LGBTQ-Kurzfilm des Jahres 2008)
2009 – KOKON (Deutscher Kurzfilmpreis in Gold 2009)
2014 – DER SAMURAI
2017 – GIRL CAVE (Funk-Serie, Regie)
2020 – HAUSEN (Sky-Serie, Schöpfer & Headautor gemeinsam mit Anna Stoeva)
2022 – TURN ON THE BRIGHT LIGHTS (AT)

IDEE
Wie mit jedem Bildgespräche-Workshop verfolgen wir aktiv das Ziel, dass sich die Teilnehmerinnen am Ende des Wochenendes für kreative Schritte in der Zukunft finden und die Basis für eine vernetzte, lebendige Filmwirtschaft gestärkt wird. Bildgespräche ist ein theoretischer Workshop, der sich auf eine gemeinsame Entwicklung von szenischen Projekten und den notwendigen Diskurs konzentriert. Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln wird vermieden, um Utopie und Fantasie nicht zu behindern.