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Vernetzung | Austausch | Bildung

Bild zum Motto: Filmsommer Sachsen am 2. September 2021

Filmsommer Sachsen am 2. September 2021

FILMSOMMER SACHSEN 2021

Am Donnerstag, den 2. September 2021 luden wir Medienschaffende und -interessierte wieder ein mal zum FILMSOMMER SACHSEN 2021 ein. Ziel unserer Netzwerkveranstaltung war es, mit Vertretern und Vertreterinnen der Kultur- und Medienpolitik, Förderung, Festivals, Kinos, Produktionen und Filmdienstleistungen über kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen in Sachsen und Mitteldeutschland ins Gespräch zu kommen.
 
Auch dieses Jahr boten wir via Livestream wieder die Möglichkeit, den Fachpanels von anderenorts zu folgen. 
 
 
 
Programm
 
11:30 Uhr         Einlass // Mittagessen
 
12:15 Uhr         Eröffnung
 
12:30 Uhr         Impuls des Präsidenten der SLM Prof. Dr. Markus Heinker LL.M
 
12:45 Uhr         Fachpanel „Kino als Ort“

Matthias Ditscherlein, Programm film.land.sachsen
Thomas Erler, Kinopolis in Freiberg
Oliver Gibtner-Weidlich, Schulkinowochen Sachsen
Benjamin Leers, Produzent „Heimatkino“, Verleiher

Moderator: Lars Tunçay, Journalist
 
anschließend   Creative Europe MEDIA-Fördernews
 
14:30 Uhr         Pause // Coffee’n’Sweets   
 
15:30 Uhr         Panel „Sachsens Fachkräfte“

Lisa Havenstein, TP2 Talentpool
Sebastian Riedel, Sächsische Filmakademie Görlitz
Erik Schiesko, SommerFilmAkademie Lausitz
Franziska Wellner, Gründerinitiative MEDIAstart
Carsten Möller, Hochschule für Grafik und Buchkunst 
 
Moderatorin: Vera Linß, Journalistin
 
16:45 Uhr         Fishbowl: „Das Filmland Sachsen“

Klaus Brinkbäumer, Programmdirektor des MDR in Leipzig
Peter Dinges, Vorstand der Filmförderungsanstalt (FFA)
Dr. Wolf Osthaus, Director Public Policy von Netflix
Dirk Panter, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag
Oliver Schenk, Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien & Chef der Staatskanzlei
Joachim Günther, 1. Vorsitzender Filmverband Sachsen

Moderatorin: Vera Linß, Journalistin


18:15 Uhr         Ausklang mit den Filmstammtischen der FILMACHSE bei BBQ & Bar
 
21:00 Uhr         Ende der Veranstaltung
 
 
In Kooperation mit der Mitteldeutschen Medienförderung und dem Creative Europe Desk Berlin-Brandenburg.
Der Filmverband Sachsen e.V. wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Der Filmverband Sachsen e.V. wird gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Stadt Dresden.
 
 

Filmverband Sachsen @FILMFEST DRESDEN

Der Abend des 14.07.2021 widmet sich ganz dem sächsischen Filmschaffen: Ab 17:00 Uhr lädt der Filmverband Sachsen gemeinsam mit dem sorbisch-deutschen Filmnetzwerk Łužycafilm im Rahmen des FILMFEST DRESDEN zum Filmstammtisch ins Lingnerschloss ein (Eintritt frei). In Anwesenheit der Filmemacher und Filmemacherinnen sind im Clubkino ausgewählte Kurzfilme aus der Lausitz zu sehen. Im Anschluss daran lädt der Filmverband Sachsen zu sommerlichen Getränken auf die Schlossterrasse.

Ab 19:30 Uhr werden im Clubkino historische Filmschätze aus dem Landesprogramm „Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen“ (SAVE) und der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg präsentiert, live vertont von der Sounddesignerin Denise Frey.

Tickets für das Filmprogramm um 19:30 Uhr sind im Vorverkauf über das FILMFEST DRESDEN oder vor Ort an der Abendkasse erhältlich. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt gewiss noch geltenden Hygienemaßnahmen weisen wir auf die begrenzte Platzanzahl hin und empfehlen eine rechtzeitige Ticketbuchung. Anmeldung für den Stammtisch per Mail an:

post[at]filmachse.de

 

Programm

17:00 Uhr: Kurzfilmprogramm „Kurze Lausitzer“

Moderation: Cosima Stracke-Nawka, präsentiert vom Filmverband Sachsen und dem sorbisch-deutschen Filmnetzwerk Łužycafilm) in Anwesenheit der Filmemacher:

„Zmij“ (Regie: Angela Schuster, 2016, 14 min)

„LAND.LEBEN. LAND.LIEBEN.“ (Regie: Sinziana Schönfelder, René Beder, 2017, 8:45 min)

„Ankunft“ (Regie: Falk Hoysack, 2018, 5 min)

„Traum, Taucher zu sein“ (Regie: Laura Maria Hänsel, Erik Schiesko, 2013, 5 min)

„Jajo“ (Regie: Nora Wendt, 2020, 20 min)

18:30 Uhr: Apéro léger auf der sommerlichen Schlossterrasse

19:30 Uhr: „Hüben wie drüben. Der private Blick in Filmen von 1952 bis 1977 aus Sachsen und Baden-Württemberg“

Historisches Filmprogramm aus dem Landesprogramm „Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen“ (SAVE) und der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg – mit Live-Vertonung von Denise Frey, moderiert von Anna Leippe und Christoph Bauer:

„Putti“ (DDR 1952, Fiktion, Stummfilm, Regie: Manfred Gussmann, 14:49 min)

„Das Schweizer Kaffele“ (BRD 1956, Fiktion, Stummfilm, Regie: Helmut Böhringer, 8:04 min)

„Großstadtmenschen“ (BRD 1958, Dok.film, Stummfilm, Regie: Rainer Fritz, Ulrich Heinz, Roland di Centa, Helmut Wilberg, 19:03 min)

„Der Tänzer-Wettstreit“ (DDR 1957, Fiktion, 4:49 min)

„Kriminal-Tango“ (BRD 1960, Fiktion, Regie: Walther Herbstreuth, Marta Herbstreuth; 4:10 min)

„Konzertreise 1977 BRD (Teil 1)“ (DDR 1977, Dok.film, 12.45 min)

Unterstützt von der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg.

 

Veranstaltungsort: Lingnerschloss, Bautzner Str. 132, 01099 Dresden

Łužycafilm | Sorbisch-Deutsches Filmnetzwerk   

SAVE | SLUB

FILMFEST DRESDEN 

 

Pitch It!

Workshop für professionelle Projektpräsentation für Produzenten und Autoren


In einem Pitch ist neben einer klaren, gut strukturierten Präsentation, die mit Leidenschaft aus „vollem Herzen“ kommen sollte, sehr wichtig, die gedankliche, intellektuelle Haltung des Filmemachers zu erkennen. Nur so wird ein Künstler mit seiner ganz eigenen Handschrift erkennbar.

Um diese zu erkennen und zu formulieren gilt es einige Hindernisse und Hemmungen aus dem Weg zu räumen, um so der Entfaltung der kreativen Persönlichkeit unterstützend beizustehen.

Der Workshop gibt den maximal 8 Teilnehmerinnen während des 2 Tage-Seminars die Möglichkeit, ihre Erfahrungen über Pitching- und Präsentationsgespräche mitzuteilen und evtl. Defizite zu erkennen und zu beseitigen.

In praktischen Übungen mit der Gruppe und der Trainerin werden die individuellen Ressourcen und Kompetenzen der Teilnehmer herausgearbeitet und erfolgreich verbessert. Trainiert werden wort- und körpersprachliche Fertigkeiten sowie effektive Kommunikationstechniken.

Tag 1
Vorstellungsrunde inklusive einer kurzen Projektvorstellung
Abfrage der Bedürfnisse und Erwartungen
Theorievortrag „Pitch It – Damit der Funke überspringt“

Erste Übungen anhand eines fremden Projekts
Laufendes Feedback, Theorievertiefung, Beispiele zu den einzelnen Übungen, Filmbeispiel aus der Praxis

Tag 2
Fortführung von Übungsblock Tag 1 und intensive Arbeit am eigenen Projekt/mit diversen Übungspitchen
(je nach Teilnehmerinnenzahl inklusive Videoaufzeichnung und Analyse)
Zusammenführung der Erfahrung
Rückmeldung und „Selbst-Verpflichtung“ über die nächsten eigenverantwortlichen Arbeits- und Verbesserungsschritte

Vorbereitung für Teilnehmerinnen (erst nach Zusage des Seminarplatzes):
– 4 verschiedene Synopsen mit 450, 300, 150 und 75 Worten
– Motivationsschreiben:
a) zum Projekt: Warum mache ich dieses Projekt und worum geht es dabei thematisch?
b) Warum mache ich diesen Workshop und was erwarte ich mir davon?

WANN 9. und 10. Juli 2021
WO Hafenkombinat, Plautstraße 27-29, Leipzig
Teilnehmergebühr 180,00 € | Für Mitglieder des Filmverbandes 130,00 €

Sibylle Kurz (Dozentin), Jahrgang 1958, arbeitet seit 1994 als freiberufliche Kommunikationstrainerin und -Coach im audiovisuellen Medienbereich für sämtlichen Gewerke. Sie lehrt an namhaften in- und ausländischen Universitäten, Filmschulen und -Akademien „Die Kunst des Pitching – professionelle Projektpräsentation für Medienschaffende“. Daneben hält sie Workshops im Kunst- und Kulturbereich, für Buchverlage, Visual Artists, Architekten, Musiker et al.. Kurz: für alle jene, die ihre Ideen/Konzepte erarbeiten, finanzieren und veröffentlichen wollen. Ihre intensiven Workshops helfen den Teilnehmern ihre Projekte zu strukturieren, marktgerecht aufzubereiten und fokussiert wie leidenschaftlich zu präsentieren.



Anmeldung

 

Filmwinter Sachsen 2021

Hello Development oder Development Hell?

Stoffentwicklung in Sachsen

 

Stoffentwicklung steht zunehmend im Fokus: Autor:innen erheben seit einigen Jahren hörbar ihre Stimmen. Sie fordern und bekommen mehr Mitsprache, zunehmend auch größere Anerkennung. In der Branche sind Schlagworte wie Writers Rooms, Showrunner, Schöpfer und Urheberrecht derzeit in aller Munde, und auch in Corona-Zeiten werden zahlreiche Spielfilme und Serien entwickelt.

Aber wie sieht Stoffentwicklung im kreativen und wirtschaftlichen Alltag aus – vor allem im sächsischen Raum? Wie wirken sich die jüngsten globalen Veränderungen lokal aus?

In einem Werkstattgespräch teilen drei Gäste ihre Blickwinkel auf das Thema Stoffentwicklung und ihre vielfältigen Branchenerfahrungen mit uns:

Die Leipziger Drehbuchautorin Nadine Gottmann begeisterte 2016 mit ihrem Kinodebüt, dem Sci-Fi-Mystery-Drama „Wir sind die Flut“. Seitdem etabliert sie sich als vielseitige und gut vernetzte Autorin, schreibt Fernsehfilme wie „Karla, Rosalie und das Loch in der Wand“ (ARD) und arbeitet an neuen Genre-Stoffen fürs Kino. Die Streaming-Serie „Hello“ soll im Herbst 2021 in Dreh gehen.

Meike Götz, Spielfilm- und Serienredakteurin beim Mitteldeutschen Rundfunk, ist unter anderem verantwortlich für hochkarätige TV-Filme („Oktoberfest“, der im Mai kommende Hallenser Polizeiruf), die Online-Only-Serie „2 Minuten“, die Reihe Debüt im Ersten („Herbert“, „Das Mädchen mit den goldenen Händen“) sowie prämierte Arthouse-Kinofilme wie „In den Gängen“.

Pauline Striebeck kennt die deutsche und internationale Filmbranche hervorragend. Die Einschätzung der Potenziale von Projekten gehört für sie zum Alltag, denn für den erfolgreichen Independent-Verleih Wild Bunch Germany ist sie im Einkauf, Verkauf und der Koproduktion von Filmen tätig.

Wir begrüßen unsere Gäste Live im Mediencampus Villa Ida in Leipzig. Die Veranstaltung wird moderiert von Roman Klink.

Via Zoom wird das Werkstattgespräch als Videokonferenz übertragen. In einem Chat können Sie Ihre Fragen und Anmerkungen  äußern, die wir im Anschluss gerne in die Gästerunde geben.

Veranstaltungsbeginn: 10:30 Uhr (bis 12:30 Uhr). Die Teilnahme erfolgt über folgenden Link: https://zoom.us/j/95610265678?pwd=RWJhR3J5V1FuU3RteXVsS1lyeEtsQT09
Meeting-ID: 956 1026 5678
Kenncode: 088236

 

 

ŁUŽYCAFILM | Sorbisch-Deutsches Filmnetzwerk

Das ŁUŽYCAFILM I Sorbisch-deutsche Filmnetzwerk wurde 2015 im Rahmen des FilmFestivals Cottbus ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Lausitzer Filmschaffenden in Brandenburg und Sachsen zu vernetzen und die regionale Branche weiter zu professionalisieren und sichtbar zu machen. Seitdem finden jährlich zwei Netzwerktreffen jeweils im Rahmen des Neiße Filmfestivals sowie des FilmFestivals Cottbus statt.

Website des Netzwerks Lausitzer Filmschaffender



Ansprechpartnerin
beim FILMVERBAND SACHSEN
Jana Endruschat
j.endruschat[at]filmverband-sachsen.de

Ansprechpartner
bei ŁUŽYCAFILM
Erik Schiesko
info[at]luzyca-film.de

11. Netzwerktreffen des Sorbisch-deutschen Filmnetzwerks ŁUŽYCAFILM im Rahmen des FilmFestival Cottbus

 

Zum bereits 11. Mal trifft sich die Lausitzer Filmszene für den gegenseitigen Austausch. Bis zum 28. Oktober können sich Interessierte per Mail an info@luzyca-film.de mit Namen und Kontaktdaten anmelden. Das Treffen wird teilweise vor Ort und parallel Online stattfinden. Alle ausführlichen Informationen sind auf http://luzyca-film.de/5jahreluzycafilm/ zu finden.

Veranstaltet von: der Stiftung für das sorbische Volk / Załožba za serbski lud in Kooperation mit dem Filmverband Sachsen e.V. und dem FilmFestival Cottbus sowie in Zusammenarbeit mit dem Neiße Filmfestival

Lausitz - Wir gestalten Kultur

Filmsommer Sachsen 2020

Am Donnerstag, den 27. August 2020 luden wir in begrenzter Anzahl von 80 Teilnehmer*innen und unter Hygieneauflagen Medienschaffende und -interessierte herzlich zum FILMSOMMER SACHSEN ein.
Wir brachten sie vor Ort mit Vertreter*innen der Kultur- und Medienpolitik, Förderung, Festivals, Kinos, Produktionen und Filmdienstleistungen zusammen, um neueste Entwicklungen zu besprechen und um sich untereinander auszutauschen. Per Livestream konnte die Veranstaltung außerdem auch von der heimischen Wohnzimmercouch oder vom anderen Ende der Welt aus mitverfolgt und im Live-Chat Fragen gesetellt werden.

Mit unseren Fishbowl-Gästen und weiteren Panelisten kamen wir über kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen in Sachsen und Mitteldeutschland – nicht zuletzt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie – ins Gespräch. Vor allem aber standen die aktuellen Entwicklungen im Lande wie die geplante Filmakademie in Görlitz, die neue Agentur ida, aber auch die Gründerinitiative MEDIAstart der Mitteldeutschen Medienförderung im Mittelpunkt des Netzwerktages.

Die spannenden Gespräche und Diskussionsrunden können Sie/könnt ihr hier noch einmal nachträglich miterleben bzw. Revue passieren lassen:

Um einzelne Programmpunkt im Videomitschnitt anwählen zu können, bitte das Video direkt über YouTube anschauen.

Bildgespräche#6 : Wovor haben wir eigentlich Angst? – Genre-Filmemachen in Deutschland

 
Genrefilme in und aus Deutschland gehörten bis vor Kurzem nicht zum deutschen Produktionsalltag. Von den Hochschulen ignoriert, von den Förderungen gemieden und von den Sendern kategorisch abgelehnt führten sie im Nachwuchs und No-Budget-Bereich ein Nischendasein.

Nun treten sie aus dem Schatten ihrer Nischen hervor: Die Genrefilmemacher:innen revolutionieren die deutsche Filmbranche.

Ein Generationenwechsel.

Der Workshop widmet sich dem in Deutschland zwar erfundenen, aber Jahrzehnte vergessenen Handwerk „das Publikum das Gruseln zu lehren“. Dabei beschäftigen wir uns primär mit den erzählerischen Möglichkeiten des HORROR-Films – werden aber auch auf Action, Thriller, Sci-Fi, Fantasy… sprich: die gesamte Bandbreite der fantastischen Genres zu sprechen kommen.

Dabei werden wir u.a. in kleinen Gruppen in einem Planspiel unseren eigenen ‚deutschen‘ Genrefilm entwickeln – von der Idee zur Präsentation, über die Finanzierung und künstlerische Umsetzung, bis hin zu Möglichkeiten der Auswertung werden wir sämtliche Entwicklungsschritte einer in Deutschland hergestellten Genreproduktion durchspielen.

Der Fokus wird dabei zunächst auf der Entwicklung und künstlerischen Gestaltung des Stoffes liegen: warum wollen wir einen Horror- bzw. ‚Genrefilm‘ drehen? Welche erzählerischen Möglichkeiten bieten uns dessen Konventionen, wie gehen wir mit der Erwartungshaltung und der Schaulust des Publikums um? Was können wir auf dem Spielfeld der Fantastik zum Ausdruck bringen, das uns in den ’seriöseren‘ Genres verwehrt bleibt? Welche Möglichkeiten haben wir, innerhalb des Genre-Erzählens unsere eigene Handschrift und unseren eigenen, spezifischen Blick auf die Welt zu formulieren?

Darüber hinaus aber auch: wer sind die möglichen Zielgruppen für unsere Filme, national wie international – und wie erreichen wir sie? Wie sehen die Produktionsrealitäten aus, und wie verändern sie sich in Zeiten von Netflix & Co?

ZEITPLAN

Tag 1
Vorstellung Dozent – Werdegang

Genrefilm – Versuch der Definition eines unscharfen Begriffes:
GENREFILM als gebräuchlicher Überbegriff für alle Unterarten des fantastischen Films (Horror, SciFi, Fantasy, Thriller, Action…)

Einfluss des Genrefilms – international
Einfluss des Genrefilms – national

Filmausschnitte/-beispiele – mitgebracht sowohl vom Dozenten als auch den Teilnehmenden:
Momente, Szenen oder Sequenzen aus Filmen, die uns in Bezug auf das Genre beeindrucken oder inspirieren (nicht länger als 5 – 7 Minuten pro Person)

Am Abend Filmscreening und anschließende Analyse.

Tag 2
Planspiel – Wir entwickeln einen Genrefilm:
Wovor haben wir eigentlich Angst?
Affektgetriebenes Erzählen
Die Sprache des Genres
Logline und Pitch als Werkzeug, die eigene Idee zu fokussieren – und zu verkaufen
Dem Fantastischen eine Gestalt geben – Umsetzung mit oftmals limitierten Mitteln
Wer soll das alles sehen? Festivals, Märkte, Streamer

(Auf Basis meiner eigenen Erfahrungen, sowohl als Autor und Regisseur unabhängiger Horrorfilme als auch als Autor ‚großer‘ Streamingserien, werde ich den Teilnehmenden beratend zur Seite stehen)

Am Nachmittag – Pitchvorbereitung

Am Abend – alle Teams präsentieren ihre Projekte

Tag 3
Zusammenfassung, Fragen und Ausblick:
Weitere Entwicklung, kreative Partnerschaften, Finanzierungsmöglichkeiten & Sender
Auswertung des Seminars & Adressenaustausch

Der Workshop wird für Filmemacher:innen (Autor:innen, Regisseur:innen, Produzent:innen, Cinematographer) empfohlen.

Die Anmeldung zum Workshop erfolgt über den Button in der Sidebox (siehe rechts)

ORT
Die Kulturfabrik Meda wurde 1907 als Teigwarenfabrik im damaligen Ort Scheibe bei Mittelherwigsdorf direkt an der Bahnlinie Zittau-Dresden in einer für diese Zeiten typischen Gründerzeitarchitektur errichtet.
Zum Abriss vorgesehen, rettete die Familie Bretschneider das denkmalgeschützte Gebäude durch die Beantragung der Rückübertragung, des ihnen 1972 durch die DDR-Regierung enteigneten Privatbesitzes.
Im August 1995 verkaufte Familie Bretschneider Grundstück und Gebäude an Thomas Pilz, der es vor dem weiteren Verfall sicherte und fortan begann zusammen mit Veronika Kirchmaier ein gemeinschaftliches Wohn- und Kulturprojekt aufzubauen.
Durch die architektonische Verbindung von Wohn- und Produktionsstätte war die MEDA immer ein Ort des Lebens und des Arbeitens.

DOZENT Till Kleinert
1980 geboren, aufgewachsen in Ost-Berlin. Zeichnet Comics, dreht als Jugendlicher mit Freunden Knetanimationsfilme. Nach dem Abitur Regiehospitant an der Volksbühne, Currywurstverkäufer am Wittenbergplatz. Im Verlauf des Regiestudiums an der dffb entstehen mehrere preisgekrönte Kurzfilme, u.a. der 2009 mit der Goldenen Lola ausgezeichnete KOKON.
Sein Abschlussfilm DER SAMURAI feiert 2014 auf der Berlinale seine Uraufführung, wird auf mehr als 100 internationalen Festivals gespielt und gewinnt unter anderem den Méliès d’Argent als Bester Europäischer Fantastischer Film. Danach gemeinsam mit Anna Stoeva Schöpfer und Headautor der Sky-Serie HAUSEN.

Neben der Entwicklung mehrerer neuer Serien bereitet Till momentan seinen nächsten Spielfilm vor, einen musikalischen Thriller, der in der Welt der Popstar-Castingshows spielt.

FILMOGRAPHIE (AUSWAHL)

2008 – COWBOY (Iris Prize – Bester LGBTQ-Kurzfilm des Jahres 2008)
2009 – KOKON (Deutscher Kurzfilmpreis in Gold 2009)
2014 – DER SAMURAI
2017 – GIRL CAVE (Funk-Serie, Regie)
2020 – HAUSEN (Sky-Serie, Schöpfer & Headautor gemeinsam mit Anna Stoeva)
2022 – TURN ON THE BRIGHT LIGHTS (AT)

IDEE
Wie mit jedem Bildgespräche-Workshop verfolgen wir aktiv das Ziel, dass sich die Teilnehmerinnen am Ende des Wochenendes für kreative Schritte in der Zukunft finden und die Basis für eine vernetzte, lebendige Filmwirtschaft gestärkt wird. Bildgespräche ist ein theoretischer Workshop, der sich auf eine gemeinsame Entwicklung von szenischen Projekten und den notwendigen Diskurs konzentriert. Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln wird vermieden, um Utopie und Fantasie nicht zu behindern.

 

Filmwinter Sachsen 2020

ACHTUNG >> FILMWINTER abgesagt

Auch wenn uns die Entscheidung sehr schwer gefallen ist, so möchten wir nun doch den Fachtag FILMWINTER am 19.03.2020 aufgrund der Ansteckungefahr duch den Corona-Virus absagen. Sobald die Entscheidung über einen Ersatztermin gefallen ist, setzen wir Sie/Euch natürlich in Kenntnis.

 

Hello Development oder Development Hell?

Stoffentwicklung in Sachsen

Autorinnen und Autoren erheben seit einigen Jahren hörbar ihre Stimmen. Sie fordern und bekommen mehr Mitsprache, zunehmend auch größere Anerkennung. In der Branche sind Schlagworte wie Writers Rooms, Showrunner, Schöpfer und Urheberrecht derzeit in aller Munde. Es werden mehr Projekte entwickelt als je zuvor, ob nun Spielfilme oder Serien.

Aber wie sieht Stoffentwicklung im kreativen und wirtschaftlichen Alltag aus – vor allem im sächsischen Raum? Wie wirken sich die globalen Veränderungen lokal aus?

In einem Werkstattgespräch teilen drei Gäste ihre Blickwinkel auf das Thema Stoffentwicklung und ihre vielfältigen Branchenerfahrungen mit uns:

Die Leipziger Drehbuchautorin Nadine Gottmann begeisterte 2016 mit ihrem Kinodebüt, dem Sci-Fi-Mystery-Drama „Wir sind die Flut“. Seitdem schreibt sie Fernsehfilme, arbeitet an neuen Genre-Stoffen für das Kino und etabliert sich in Rekordzeit als vielseitige und gut vernetzte Autorin.

Meike Götz, Spielfilm- und Serienredakteurin beim Mitteldeutschen Rundfunk, ist unter anderem verantwortlich für Produktionen der Reihe „Debüt im Ersten“ und Kinokoproduktion. Sie betreute zum Beispiel hochdekorierte Arthouse-Filme wie „Herbert“ und „In den Gängen“.

Torsten Frehse kennt die Branche wie kein anderer. Er gründete 1997 den unabhängigen Verleih Neue Visionen, der mit Filmen wie „Paulette“, „Monsieur Claude und seine Töchter“ und „Birnenkuchen mit Lavendel“ große Erfolge feierte, 2005 initiierte er das DVD-Label Good Movies und 2015 gemeinsam mit Heino Deckert den Weltvertrieb Pluto Films.

 

Ablauf

12:00 Doors open/Mittagessen/Networking
13:00 Eröffnung + Begrüßung
13:15 Anmoderation
13:30 Gespräch mit Drehbuchautorin Nadine Gottmann
14:05 Gespräch mit Redakteurin Meike Götz, MDR
14:40 Gespräch mit Verleih/Weltvertrieb Torsten Frehse, Neue Visionen
15:15 Get together bei Kaffee + Kuchen
16:30 Ende
 

 

Landesprogramm „Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen“

In hiesigen Archiven, Museen und Sammlungen überwintern Filmrollen, aus denen auf besondere Weise das pralle Leben der Region in den letzten hundert Jahren schimmert: Amateuraufnahmen ermöglichen heute einen unvergleichlich lebendigen Zugang zu Orten, die es so nicht mehr gibt, und zu scheinbar marginalen, alltäglichen Begebenheiten, deren Wert und Tiefe uns erst heute mit einem zeitlichen Abstand bewusst wird.
Die Koordinierungsstelle zur „Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen“ (SAVE), ein Kooperationsprojekt der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und des Filmverband Sachsen e. V. sichtet, bewertet, digitalisiert, katalogisiert und speichert kuratorisch bedeutsame Aufnahmen, die in Museen, Archiven, Bibliotheken und weiteren Sammlungen lagern, und stellt sie der Öffentlichkeit in der SLUB-Mediathek und an Sichtungsplätzen in der SLUB rechtssicher zur Verfügung. zur SAVE-Seite der SLUB zur SLUB-Mediathek

Showreel des Landesprogramms „Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen (SAVE)

VeranstaltungenProjektbeschreibungBerichte über SAVE


#Kulturschaufenster Pirnaischer Platz (09.–21.12.2020)

Mit freundlicher Unterstützung der Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen präsentieren wir im Dezember 2020 täglich ausgewählte Filmschätze aus kleinen und großen sächsischen Archiven in einer großen Projektion am Pirnaischen Platz in Dresden. Unsere Nachricht an das Laufpublikum: „Wir bergen Film- und Ton-Schätze – und wir zeigen sie Ihnen!“

Im #Kulturschaufenster werden unter anderem Amateuraufnahmen aus dem Archiv Hirsch-Film Dresden gezeigt, die Einblicke in den Lebensalltag der 1930er Jahre vermitteln – zum Beispiel zum Weihnachtsfest in der damaligen Zeit oder Spaziergänge auf der zugefrorenen Elbe; Schmalfilme von den Kapellreisen der Sächsischen Staatskapelle, die der Solobratscher Alfred Schindler von 1955 bis 1983 mit der Handkamera aufnahm; aber auch Aufnahmen von sorbischen Volkstänzen oder der Herstellung von Baumkuchen in einer Bornaer Konditorei 1926. Passend zum Ort des Kulturschaufensters zeigt ein Bericht von Dresden Fernsehen aus dem Jahr 1996 mit einer humorvollen Aktion, welche Umsteigehürden Kinderwagen mit dem alten Fußgängertunnel zu überwinden hatten.

Dresden Fernsehen berichtete am 10.12.2020 über die Aktion: www.sachsen-fernsehen.de/historische-aufnahmen-auf-dresdner-schaufenstern

 

Fachtag am 21. Januar 2021

Am 21. Januar 2021 fand für Interessierte aus sächsischen Archiven, Museen, Stadtverwaltungen, Bibliotheken und Fachinstituten ein kostenloser Online-Fachtag mit dem Titel „Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen – Ziele, Ablauf, erste Schritte“ statt.

Die wichtigsten Themen des Online-Fachtags finden Sie in dem folgenden Videomitschnitt des Fachtags:





Zukunftsprogramm für die Vergangenheit

Text: André Eckardt

Pilotphase
Von 2016 bis 2018 führte der Filmverband Sachsen in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst eine Pilotphase zu Fragen der zukünftigen Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen durch, die ab 2019 in ein festes Programm mündet.
Die Pilotphase bot einen unschätzbaren Freiraum, um Erfahrungen aus anderen Bundesländern zum Umgang mit diesem Kulturerbe zu sammeln, den Bestand an audiovisuellen Medien in Sachsen überblicksartig zu ermitteln (s. AUSLÖSER 1/2017) und international verbreitete Standards auf ihre Anwendbarkeit zu prüfen. In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und weiteren Partnern wurden historische Filme und Videos im Rahmen von Modellprojekten digitalisiert und zugänglich gemacht. Diese Praxistests zeigten auf, wo in Sachsen strukturell Entwicklungsbedarf herrscht, und machten ausgewählte analoge Medien digital nutzbar. Zentrales Ziel der dreijährigen Arbeit war die Konzeption eines möglichen Sicherungsprogramms, auf dessen Basis sich der Sächsische Landtag für das weitere und verstärkte Engagement des Freistaates in dieser Sache entschieden hat. Die Pilotphase endet 2018 insofern erfolgreich, als dass ihr in der Zeit des Doppelhaushalts 2019/2020 eine erste fest strukturierte Programmphase folgt. Die kommenden zwei Jahre werden jedoch auch dazu dienen müssen, letzte Fragen zur Infrastruktur und zur Perspektive zu klären. Vor diesem Hintergrund hier zum Abschluss ein Rückblick und zum Start ein Ausblick.

Modellprojekte
Der Filmverband Sachsen führte in der Pilotphase insgesamt vier Modellprojekte durch, in denen Filme und Videos digitalisiert, katalogisiert und zugänglich gemacht wurden. Hauptpartner für die teilweise noch im Abschluss befindlichen Projekte waren das Sorbische Institut, die Stiftung für das sorbische Volk, die Chemnitzer Filmwerkstatt, das Historische Archiv des Vogtlandkreises, Hirsch Film Dresden sowie die SLUB. Die Projekte verfolgten unterschiedliche Schwerpunktziele. So wurden u. a. viele gängige Filmformate und Videobandsorten, Produktionen aus dem Amateur- bis Profibereich sowie Medien mit unterschiedlichen Rechtesituationen berücksichtigt. Der unterschiedliche Status der Materialinhaber – Bibliothek, Filmkooperative auf Vereinsbasis, Kreisarchiv, Privatsammler – erforderte häufig individuelle Lösungen bei der Projektumsetzung, wie beispielsweise bei der Klärung von Nutzungsrechten, bei der Erschließung der Medien sowie bei der Schaffung des öffentlichen Zugangs. Dieser vielfältige Erfahrungsschatz bildet für das Sicherungsprogramm ab 2019 ein hervorragendes Startkapital. Von unschätzbarem Wert ist bereits jetzt, dass ca. 370 Stunden an Film und Video durch die Modellprojekte öffentlich zugänglich gemacht und teilweise vor weiterem Informationsverlust gerettet werden konnten. Dazu zählen beispielsweise wenig bekannte Filme aus dem DDR-Underground, lebensnahe Lokal-TV-Sendungen aus der Nachwendezeit, Dokumentationen zur jüngsten sorbischen Geschichte, sächsische Förderfilme ebenso wie Amateurfilme über Dresden in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Filmverband Sachsen gewährt mit einem Showreel (s. unten) einen ersten Einblick in die Ergebnisse der Modellprojekte.

Programmkonzeption
Dem SMWK und Vertretern des Sächsischen Landtags legte der Filmverband Sachsen 2018 ein Arbeitspapier vor, das Vorschläge für die Gestaltung eines Programms zur Sicherung des audio-visuellen Erbes vorstellt. Zentraler Gedanke dieser Programmkonzeption ist eine Verbundlösung, die vorhandene und ausbaufähige Strukturen in Sachsen berücksichtigt. Das Programm ist zunächst auf eine Laufzeit von sechs Jahren angelegt und zielt darauf ab, im Verbund von Materialinhabern, SLUB und Sächsischem Staatsarchiv eine archivgerecht gesicherte sowie kuratierte Exzellenzsammlung von analogen Film-, Video- und Tonmedien mit digitalem öffentlichem Zugang aufzubauen. Eine wichtige Rolle übernimmt hierbei eine Koordinierungsstelle, die ab 2019 an der SLUB für die Programmdurchführung als auch beratend tätig ist. Über ein formloses Antragsverfahren können Materialinhaber noch nicht digitalisierte Bestände vorschlagen, die von herausragender Bedeutung für das kulturelle Gedächtnis Sachsen sind. Die Förderungsbewertung liegt bei der Koordinierungsstelle in Zusammenarbeit mit einem zu berufenden Kuratorium und basiert auf inhaltlichen, herkunftsbezogenen, ästhetischen, konservatorischen und rechtlichen Kriterien. Die Programmphase 2019/2020 wird gemeinsam von der SLUB und dem Filmverband Sachsen gestaltet. Das Hauptaugenmerk liegt auf der kontinuierlichen Erschließung, Digitalisierung und Zugänglichmachung von audiovisuellen Beständen genauso wie auf dem notwendigen Strukturausbau. Dieser schließt u. a. die Weiterentwicklung des Systems zur digitalen Langzeitarchivierung, die Einrichtung der Koordinierungsstelle und die Bildung des begleitenden Kuratoriums ein.
Eine vordringliche Aufgabe wird jedoch sein, gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Politik,Verwaltung und Facheinrichtungen Lösungen zu finden, die in vollem Umfang ein nachhaltiges und fachlich vertretbares Sicherungsprogramm zum Ergebnis haben. So besteht derzeit noch dringender Klärungsbedarf hinsichtlich der archivgerechten Lagerung von Filmmaterial und der Befundung solchen Materials. Das Sächsische Staatsarchiv verfügt dank des vom Freistaat Sachsen getragenen Ausbaus am Archivstandort Wermsdorf über entsprechende Kompetenzen, Befundungstechnik und klimatisierte Archivräume. Da der Aufbau von Parallelstrukturen mit öffentlichen Mitteln politisch nicht vertretbar ist, werden Bemühungen darauf abzielen, bis Ende 2020 eine tragfähige Lösung gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsarchiv zu finden. Eine solche Lösung ist unabdingbar, um den Erhalt der analogen Originalkopien in Sachsen ebenso abzusichern wie den digitalen Zugang zu diesem Kulturerbe. Darüber hinaus ist mit Blick auf das Sicherungsprogramm eine verbindliche Aussage des Freistaat Sachsens zur dauerhaften analogen und digitalen Archivierung von audiovisuellen Medien nötig, da ernst gemeinte Archivierungsaufgaben nicht an Doppelhaushalte und Programmfristen gebunden sein können.
Mit dem Programmstart geht Sachsen ab 2019 einen bedeutsamen ersten Schritt, um Film-, Video- und Tondokumente für die Zukunft zu sichern. Wie die Ergebnisse der bereits durchgeführten Modellprojekte eindringlich vermitteln, hat die filmisch festgehaltene Vergangenheit der Gegenwart enorm viel zu sagen. Historische audiovisuelle Zeugnisse über Heimatverlust durch Kohlebergbau, Identitätssuche in Zeiten gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Umbrüche oder die politische Radikalisierung der Jugend laden zu einer äußerst unmittelbaren Spurensuche nach den Wurzeln des heutigen Selbstverständnisses und -missverständnisses von Sachsen ein. Um im Rahmen der Pilotphase praktische Erfahrungen zu gewinnen, wurden ca. 370 Stunden Film- und Videomaterial aus der Zeit von 1928 bis 2005 digitalisiert, katalogisiert und zugänglich gemacht. Die insgesamt vier Modellprojekte schlossen alle gängigen Filmformate und verschiedene Videobandsorten ein. Produziert wurden die audiovisuellen Arbeiten einst von Amateuren, im Rahmen von Feldforschungsprojekten, für die professionelle Kinoauswertung sowie für die Berichterstattung von Lokalfernsehsendern. Auf Grund der Rechtslage kann nur ein Teil der digitalisierten Medien online eingesehen werden. Der öffentliche Zugang wird jedoch zumindest an elektronischen Leseplätzen in den Einrichtungen gewährt, die an den Modellprojekten mitgewirkt haben. Als ein zentraler Projektpartner macht die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek in ihrer digitalen Mediathek einen Teil der digitalisierten Bestände online und/oder in ihrem Haus zugänglich. Der Trailer „Audiovisuelles Erbe in Sachsen“ zeigt einen Querschnitt der Ergebnisse der Digitalisierungsprojekte, die hier kurz vorgestellt werden sollen:
Aus dem Archiv von Hirsch-Film Dresden wurden rund fünfzig Rollen 16mm-Film digitalisiert. Diese größtenteils privaten Aufnahmen wurden zwischen 1928 und 1993 von Filmmachern gemacht, die teilweise professionell tätig waren. Sie dokumentieren vor allem die jüngere Stadtgeschichte von Dresden u.a. mit Farbaufnahmen vom Zwinger vor seiner Zerstörung 1945 und Szenen des Wiederaufbaus der Stadt in den 1950 und 1960er Jahren. Ebenso zeigt das Material das Privatleben unterschiedlicher sozialer Schichten sowie Großereignisse der Elbmetropole.
Die Ursprünge der Chemnitzer Filmwerkstatt reichen bis in die 1980er Jahre. Vorbei am staatlichen Medienmonopol in der DDR wurden zu jener Zeit von Künstlern und Filmenthusiasten experimentelle Filme gedreht, die in ihrer Sprache sowie mit den gezeigten Orten und Lebensentwürfen dem offiziellen Selbstbild des Staates widersprachen. Neben ihren medienpädagogischen Aufgaben produzierte die Chemnitzer Filmwerkstatt seit ihrer Gründung im Jahre 1993 zahlreiche Filme, die auf Festivals prämiert wurden. Die neun digitalisierten Filme aus der Zeit von 1983 bis 2005 zeigen einen Querschnitt dieses Schaffens.
Aus der bedeutsamen kulturwissenschaftlichen Sammlung des Sorbischen Instituts und dem Nachlass des Sorabia-Film-Studio bei der Stiftung für das sorbische Volk wurden zehn Film und Videotitel digital zugänglich gemacht. Dazu gehören u.a. ethnologische 8mm-Aufnahmen von Bräuchen des westslawischen Volkes aus dem Jahr 1961, eine Langzeitstudie von 1947 bis 1959 zum Bau des Hauses der Sorben in Bautzen sowie die kulturpolitischen Debatten dieser nationalen Minderheit in den Jahren des gesellschaftlichen Wandels nach 1990.
Das Historische Archiv des Vogtlandkreises übernahm 2016 den Nachlass des insolventen Vogtland-Regional-Fernsehens. Von den insgesamt 3.800 Medien dieses Bestands wurden 233 Sendebänder aus den Jahren 1994 bis 1997 digitalisiert. Da diese S-VHS-Kassetten als Informationsträger schnell altern, war es wichtig, deren audiovisuelle Inhalte zu sichern. Die redaktionellen Beiträge dokumentieren sehr unmittelbar den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Umbruch in der westsächsischen Provinz in jener Zeit.
Im Rahmen des Erfahrungsaustausches der Heimatgeschichtsforscher und Ortschronisten am 20.Oktober 2018 im Historischen Archiv des Vogtlandkreises auf Schloss Voigtsberg in Oelsnitz/Vogtland, wurden die Ergebnisse des Modellprojekts „Sicherung des audiovisuellen Erbes – Vogtland-Regional-Fernsehen“ am neuen Benutzerplatz für audiovisuelle Unterlagen vorgestellt.



25. Oktober 2019
Aus dem Winterschlaf geholt – historische Filmrollen zu neuem Leben erweckt
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18. Oktober 2019
Digitalisierung des alten „Drehscheibe Dresden“-Archivs
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28. August 2019
Sachsen startet Sicherung von historischen Film- und Tonaufnahmen
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12. April 2019
Filmfest zu Gast in der SLUB: „Zwischen gestern und morgen – Sachsen im Spiegel seines audiovisuellen Erbes“
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20. Oktober 2018
TV Westsachsen – Nah dran an den Menschen


Bildgespräche#5

SCHWERPUNKT: Schauspielführung

Mit dem Wissen um die Tatsache, dass Regisseure/Drehbuchautorinnen die Kraft und das Potenzial ihrer Schauspieler für sich allumfänglich nutzbar machen wollen, geben wir in dieser Bildgespräche-Ausgabe Regisseuren & Autoren die Möglichkeit, ihre individuellen Kenntnisse der Schauspielführung zu erweitern. Hierzu gehört nicht zuletzt eine gute Kommunikationsstrategie.
Neben dem Schreiben einer Szene wird jeder Regisseur/Drehbuchautorin die Möglichkeit haben, szenisch zu arbeiten. Die Ergebnisse werden von allen Gruppen präsentiert.

Während des 3tägigen Workshops werden die Teilnehmer mit Unterstützung der Dozentin Isabel Suba Antworten zu Fragen finden:

…Wie kommuniziere ich wirksam mit Schauspielern? Wie erreiche ich ein intensives und authentisches Spiel? Wie bringe ich Schauspielerinnen dazu, meine Vorschläge umzusetzen? Was braucht mein Schauspieler von mir als Regisseurin? Wie denkt und empfindet eine Schauspielerin?
Damit wird die Arbeit des Schauspielers, aber vor allem die Arbeit mit dem Schauspieler in Form von Probentechniken gelernt/studiert.

Wir laden herzlich dazu ein, sich zu bewerben: Aufgrund der intensiven Gruppenarbeit planen wir mit 4 Gruppen (4 Regisseurinnen, 4 Autoren & 2 Schauspieler)

Eigene Ideen können mitgebracht bzw. vorab an uns geschickt werden, um sie während der Workshoptage zu besprechen.

Die Anmeldung zum Workshop erfolgt über den Button (rechts)

ORT
Die Kulturfabrik Meda wurde 1907 als Teigwarenfabrik im damaligen Ort Scheibe bei Mittelherwigsdorf direkt an der Bahnlinie Zittau-Dresden in einer für diese Zeiten typischen Gründerzeitarchitektur errichtet.
Zum Abriss vorgesehen, rettete die Familie Bretschneider das denkmalgeschützte Gebäude durch die Beantragung der Rückübertragung, des ihnen 1972 durch die DDR-Regierung enteigneten Privatbesitzes.
Im August 1995 verkaufte Familie Bretschneider Grundstück und Gebäude an Thomas Pilz, der es vor dem weiteren Verfall sicherte und fortan begann zusammen mit Veronika Kirchmaier ein gemeinschaftliches Wohn- und Kulturprojekt aufzubauen.
Durch die architektonische Verbindung von Wohn- und Produktionsstätte war die MEDA immer ein Ort des Lebens und des Arbeitens.

DOZENTIN ISABELL ŠUBA www.isabellsuba.com
Neben ihrer Arbeit als Spielfilmregisseurin von Filmen wie DER BARCELONA KRIMI, HANNI & NANNI – MEHR ALS BESTE FREUNDE oder MÄNNER ZEIGEN FILME & FRAUEN IHRE BRÜSTE hat Šuba das Mentoring Programm INTO THE WILD ins Leben gerufen, ist als künstlerische Beratung für die Schauspielagentur AGENTEN & KOMPLIZEN tätig und erfand das Schauspiellabor WHATEVER WORKS.

Mit dem Actiondrama JETZT ABER BALLETT! beendete Šuba 2011 den ersten Teil des Studiums, wurde dann Stipendiatin des Begabtenförderprogramms der Konrad Adenauer Stiftung und schloss 2014 mit dem Titel der Meisterschülerin an der Filmuniversität Babelsberg das Studium ab.

Nach der Einladung zum Filmfestival in Cannes, entstand 2013 ihr Debutspielfilm MÄNNER ZEIGEN FILME & FRAUEN IHRE BRÜSTE, für den sie unter anderem mit dem Max Ophüls Preis der Jugendjury und dem Preis für den gesellschaftlich relevanten Film ausgezeichnet wurde. Der Film läuft seit 2013 immer noch regelmäßig auf verschiedenen Veranstaltungen, siehe News.
Außerdem ist Šuba Initiatorin des Mentoringprogramms INTO THE WILD, das 2017 startete und Filmfrauen aller Gewerke ein Jahr lang begleitet. Für das Programm arbeiteten erstmalig alle deutschen Filmhochschulen zusammen.

IDEE
Wie mit jedem Bildgespräche-Workshop verfolgen wir aktiv das Ziel, dass sich die Teilnehmerinnen am Ende des Wochenendes für kreative Schritte in der Zukunft finden und die Basis für eine vernetzte, lebendige Filmwirtschaft gestärkt wird. Bildgespräche ist ein theoretischer Workshop, der sich auf eine gemeinsame Entwicklung von szenischen Projekten und den notwendigen Diskurs konzentriert. Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln wird vermieden, um Utopie und Fantasie nicht zu behindern.