Bildgespräche#6 – SCHWERPUNKT: GENRE FILM in und aus Deutschland

JETZT WIRD ES BLUTIG!

Genrefilme in und aus Deutschland gehörten in den letzten 25 Jahren nicht zum deutschen Produktionsalltag. Von den Hochschulen ignoriert, von den Förderungen gemieden und von den Sendern kategorisch abgelehnt führten sie im Nachwuchs und No Budget Bereich ein Nischendasein.
Nun treten sie aus dem Schatten ihrer Nischen hervor: Die Genrefilmemacher*innen revolutionieren die deutsche Filmbranche.
Ein Generationenwechsel.

Der Workshop widmet sich dem in Deutschland zwar erfundenen, aber Jahrzehnte vergessenen Handwerk „dem Publikum das Gruseln zu lehren“. Dabei beschäftigen wir uns nicht nur mit HORROR Filmen, sondern werden uns die ganze Bandbreite des Genrefilms widmen: Action, Horror, Sci-Fi, Fantasy. Was bisher noch nicht einmal gedacht werden durfte, sprechen wir aus!
Wir werden u.a. in kleinen Gruppen in einem Planspiel unseren eigenen Genrefilm entwickeln. Von der Idee zur Präsentation, über die Finanzierung und Umsetzung, bis hin zur Auswertung werden wir anhand eurer entwickelten Beispiele jeden Schritt einer in Deutschland produzierten Genreproduktion durchspielen. Der erste Fokus wird hier auf der Entwicklung und auf dem Pitch liegen. Dann werden wir über die möglichen Zielgruppen sprechen, die möglichen Abnehmer und gemeinsam über die Fallstricke stolpern, die uns auf dem Weg in unsere eigene Genreproduktion begegnen werden.

Der Workshop wird für Filmemacher*innen (Autor*innen, Regisseur*innen, Produzent*innen, Kameramänner und -frauen) empfohlen.

Die Anmeldung zum Workshop erfolgt über den Button (rechts)

ORT
Die Kulturfabrik Meda wurde 1907 als Teigwarenfabrik im damaligen Ort Scheibe bei Mittelherwigsdorf direkt an der Bahnlinie Zittau-Dresden in einer für diese Zeiten typischen Gründerzeitarchitektur errichtet.
Zum Abriss vorgesehen, rettete die Familie Bretschneider das denkmalgeschützte Gebäude durch die Beantragung der Rückübertragung, des ihnen 1972 durch die DDR-Regierung enteigneten Privatbesitzes.
Im August 1995 verkaufte Familie Bretschneider Grundstück und Gebäude an Thomas Pilz, der es vor dem weiteren Verfall sicherte und fortan begann zusammen mit Veronika Kirchmaier ein gemeinschaftliches Wohn- und Kulturprojekt aufzubauen.
Durch die architektonische Verbindung von Wohn- und Produktionsstätte war die MEDA immer ein Ort des Lebens und des Arbeitens.

DOZENT Benjamin Munz
Benjamin Munz studierte bis 2011 an der Filmakademie BW Film- und TV Produktion mit Schwerpunkt Serien Producing. Er produzierte in dieser Zeit mehr als 25 Kurzfilmprojekte, welche weltweit auf Filmfestivals ausgewertet und mit Preisen ausgezeichnet wurden (u.a. nominiert für den Studenten Oscar 2009). 
Spezialisierung auf die Produktion von Genre Filmen (Deutschlands erste Zombie Web Serie VIVA BERLIN!
Masterclass HOLLYWOOD WORKSHOP an der UCLA in Los Angeles.
 Bereits vor seinem Studium an der Filmakademie arbeitete er für Werbefilmproduktionen in der ganzen Welt, meist mit einem starken Fokus auf Produktionen mit hohem VFX Anteil.
Von 2011 bis 2019 arbeitete er für die Rat Pack Filmproduktion als Co-Produzent
Der internationale Horrorfilm STUNG entstand dabei in Kooperation mit dem US Weltvertrieb XYZ und wurde in über 40 Länder verkauft und erhielt in den USA sogar einen Kinostart.
Im Jahr 2018 arbeitete er als Associate Producer an der internationalen NETFLIX ORIGINAL Produktion POLAR der Constantin Film in Los Angeles mit.
Seit 2019 dreht er für die Rat Pack Film den Film TRANSATLANTIC 473 aka BLOOD RED SKY in Prag, wieder ein NETFLIX ORIGINAL.
Neben seiner Arbeit als Film- und TV Produzent Tätigkeiten auch als Drehbuchautor u
Seit 2018 Ausbau des Bereichs CORPORATE und BRANDED CONTENT der Constantin TV. Als Creative Director liegt sein Fokus auf der Entwicklung von innovativen Inhalten für u.a. Social Media Plattformen.
Benjamin arbeitete bei vielen seiner Produktionen selbst als 2nd Unit Regisseur mit und kümmerte sich hier vor allem um Action- und VFX Szenen.
Benjamin Munz

IDEE
Wie mit jedem Bildgespräche-Workshop verfolgen wir aktiv das Ziel, dass sich die Teilnehmerinnen am Ende des Wochenendes für kreative Schritte in der Zukunft finden und die Basis für eine vernetzte, lebendige Filmwirtschaft gestärkt wird. Bildgespräche ist ein theoretischer Workshop, der sich auf eine gemeinsame Entwicklung von szenischen Projekten und den notwendigen Diskurs konzentriert. Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln wird vermieden, um Utopie und Fantasie nicht zu behindern.

 

Beginn: Fr, 27.11.2020 | 15:00 Uhr
Ende:    So, 29.11.2020 | ca. 16:00 Uhr

27.-29.11.2020

Kulturfabrik MEDA
Hainewalder Str. 35
02763 Mittelherwigsdorf

Für das gesamte Workshopwochenende erheben wir eine Teilnahmegebühr i.H.v. 190,00 Euro. Mitglieder des FILMVERBAND SACHSEN e. V. zahlen 100,00 Euro. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 13 beschränkt.